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08.02.2016

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unter 9000 Punkten

Der Bär ist da und der Dax kennt nur noch eine Richtung. Am Rosenmontag fiel Deutschlands wichtigster Aktienindex tatsächlich unter die 9000-Punkte-Marke. Ein Ende des Bärenmarktes ist nicht in Sicht.

Börse am Mittag

Dax kämpft mit 9000 - Woher kommt der Frust?

Börse am Mittag: Dax kämpft mit 9000 - Woher kommt der Frust?

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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax ist auch zu Wochenbeginn nicht zur Ruhe gekommen: Konjunktursorgen und die Ungewissheit über die künftige Geldpolitik in den USA haben den deutschen Leitindex an Rosenmontag auf Talfahrt geschickt. Er fiel zwischenzeitlich auf 8937 Zähler, den tiefsten Stand seit Ende Oktober 2014 und schloss bei 8979 Punkten 3,30 Prozent im Minus. In der vergangenen Woche war er bereits um mehr als fünf Prozent in die Tiefe gerauscht, seit Jahresbeginn sind es mehr als 16 Prozent Verlust. „Die Anleger wollen den Dax offenbar unter der 9000-Punkte-Marke sehen“, sagte ein Händler. „Erst danach könnte sich wieder Spielraum für eine breitere Erholung ergeben.“ Der EuroStoxx50 gab in der Spitze 2,5 Prozent nach.

Bauchschmerzen bereitet den Investoren derzeit gleich eine Reihe von Faktoren. Viele fürchten, dass nicht nur die chinesische Wirtschaft deutlich ins Stocken gerät , sondern auch der US-Konjunktur ein merklicher Dämpfer droht . Zudem verunsichert der starke Absturz der Ölpreise. Sie sind in den vergangenen 18 Monaten um etwa 70 Prozent eingebrochen, weil der schwächelnden Öl-Nachfrage ein Überangebot gegenübersteht. Am Montag verbilligte sich das Nordseeöl Brent zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent auf 33,31 Dollar je Fass. Der Handel fiel allerdings sehr dünn aus, weil Märkte - darunter die Börsen in China - wegen des Neujahrsfestes für den Rest der Woche geschlossen bleiben.

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Angesichts der jüngsten Turbulenzen setzen Anleger inzwischen zunehmend darauf, dass die Fed ihre Geldpolitik nur sehr vorsichtig weiter straffen wird. Der Euro war deswegen in der vergangenen Woche bis auf ein Drei-Monats-Hoch von 1,1243 Dollar geklettert - am Montag notierte er zeitweise knapp unter der Marke von 1,12 Dollar. Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren die Zinsen erhöht, im Januar aber stillgehalten.

Gefragt waren angesichts des starken Kursverfalls an den Anleihemärkten vor allem die gern als sichere Häfen angesteuerten Bundesanleihen. Die Kurse stiegen, die Renditen fielen zurück bis auf 0,250 Prozent.

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Als einziger Dax-Wert hielten sich die Aktien der Münchener Rück zwischenzeitlich im Plus. Sie notierten 0,3 Prozent fester, nachdem die Analysten der Credit Suisse die Titel auf „Neutral“ von „Outperform“ gesetzt hatten. Zum Handelsschluss lag auch sie mit fast einem Prozent im Minus. Deutlich bergab ging es für diejenigen Titel, die bereits seit Jahresbeginn ordentlich unter die Räder gekommen sind: Infineon, Commerzbank und Deutsche Bank gaben teils um zehn Prozent nach. Infineon haben seit Anfang Januar bereits 18 Prozent, die Coba und Deutsche Bank rund 23 und 32 Prozent nachgegeben.

Kommentare (27)

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Herr Stephan Fehlmann

08.02.2016, 14:18 Uhr

Auch der DAX hat wieder einen Tausender geschafft, es geht immer schneller!

Herr Christoph Weise

08.02.2016, 14:31 Uhr

Die "Experten" sprachen von einer 12 vorne und jetzt steht stattdessen dort eine 8. Nicht zu fassen!

Account gelöscht!

08.02.2016, 14:31 Uhr

Wenn nicht einmal mehr der Superbowl-Indikator greift, dann muss unser in die Jahre gekommenes altes Börsentier wohl echt mal in die Notaufnahme .....

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