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23.09.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unter 9600 Punkten

Die Konjunktur bleibt das Sorgenkind der Börsen. Weder in Europa noch in den USA erreicht die Wirtschaft die gewünschten Ergebnisse – trotz der massiven Unterstützung der Notenbanken. Der Dax verliert deutlich an Boden.

Börse am Abend

Konjunktursorgen zwingen Dax in die Knie

Börse am Abend: Konjunktursorgen zwingen Dax in die Knie

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FrankfurtTrotz der Milliarden der Notenbanken und der andauernden Niedrigzinspolitik kommt der Konjunkturmotor immer noch nicht richtig ins laufen. Die wirtschaftlichen Kennzahlen geben wenig Anlass zur Hoffnung – im Gegenteil. Selbst robuste Volkswirtschaften wie die deutsche bekommen immer mehr Dellen.

An den Börsen blickt man mit Sorge auf diese Entwicklungen. Der Dax zeigte sich deswegen in einer desolaten Verfassung. Schwach gestartet baute er seine Verluste immer weiter aus. Am Ende ging der Leitindex mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 9595 Punkten aus dem Handel. Der MDax beendete den Handelstag 1,5 Prozent schwächer auf 15.980 Zähler. Der TecDax gab 1,4 Prozent nach auf 1233 Punkte.

Auch in den USA gaben die Börsen nach. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss 0,3 Prozent im Minus auf 17.124. Auslöser der Kursverluste hier waren die Sorgen um den US-Militäreinsatz gegen IS-Terroristen in Syrien.

„Es bleibt abzuwarten, ob die Industrie in ein Krise schlittert“

Laut dem Markit-Institut wächst die deutsche Industrie kaum noch. Der Einkaufsmanagerindex fiel im September um 1,1 auf 50,3 Punkte, wie das Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 400 Unternehmen mitteilte. Damit rutschte das Barometer auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten ab. Es hält sich nur noch knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der ein Wachstum zum Vormonat signalisiert wird. Von Reuters befragte Ökonomen hatten 51,2 Punkte vorausgesagt.

Die Aufträge schrumpften erstmals seit Juni 2013 wieder, was die Aussichten eintrübt. „Es bleibt abzuwarten, ob die Industrie tatsächlich in eine Krise schlittert oder ob es sich nur um eine kurze Wachstumsdelle handelt“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Der schwache deutsche Einkaufsmanager passt ins europäische Gesamtbild. Auch der Markit-Index für die gesamte Euro-Privatwirtschaft bekam im September weitere Dellen. Er sackte überraschend um 0,2 auf 52,3 Punkte ab und fiel damit auf den tiefsten Stand seit neun Monaten.

Während in Europa der Trend zum Negativen überwiegt, gibt es in China Anlass zur Hoffnung. Der mit Spannung erwartete Einkaufsmanagerindex der HSBC kletterte im September überraschend von 50,2 auf 50,5 Punkte. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen nur mit 50 Punkten gerechnet, einige Volkswirte befürchteten sogar ein Abrutschen unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

„Die aktuelle Lage der chinesischen Wirtschaft ist in Anbetracht der widrigen weltwirtschaftlichen Bedingungen akzeptabel“, sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe. „Klar ist aber auch, ohne die staatlichen Investitionsimpulse und Kreditlockerungen sähe die Situation wesentlich trüber aus.“

Kommentare (7)

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Herr Thomas Albers

23.09.2014, 07:31 Uhr

50.5 für den chinesischen Einkaufsmanagerindex ist doch gar nicht so schlecht, oder?

Carl Icahn Jr.

23.09.2014, 13:05 Uhr

Zitat: " Euro-Konjunktur macht dem Dax zu schaffen "


Aber endlich bzw. zumindest steigt die Volatilität wieder ein bissl an (und das Volumen ist auch besser als gestern). Und das ist äußerst positiv um Geld im Börsenhandel zu verdienen.

Die Richtung ist doch vollkommen egal. Hauptsache das Ding (FDAX) bewegt sich.


Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope.

Carl Icahn Jr.
- selbst. Börsenhändler -
Algo- und System-Trading

Herr Ylander Ylander

23.09.2014, 14:21 Uhr

Einige scheinen die Börse mit einem Spielcasino zu verwechseln.

Spekulationen an der Börse (z. B. Leerschäfte und losgelöster Handel mit Put- und Call-Optionen) sollten als Wirtschaftsstraftat geahndet werden.

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