Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2015

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unter dem Strich

Kurz vor Börsenschluss begab sich der Dax auf eine wilde Fahrt – stand mal über und mal unter dem Strich. Kein Wunder, die Bilanzzahlen fielen heute sehr gemischt aus. Der Leitindex schloss schließlich mit Miniminus.

Börse am Abend

„Außer Spesen nichts gewesen“

Börse am Abend: „Außer Spesen nichts gewesen“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDaimler, General Motors, McDonald's: Dies- und jenseits des Atlantiks stand heute eine wahre Zahlenflut an. Die Börsianer fühlten sich eher überrollt als nach oben gespült: Der Dax ging mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 11.512 Zählern aus dem Handel. Die Stimmung spiegelte sich auch in der zweiten Reihe wider: Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 20.749 Punkte. Der TecDax lag mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 1816 Stellen über dem Strich.

Analyst Jens Klatt von DailyFX sah als Hauptgrund für die Ernüchterung beim Dax den Lauf des Euro zurück zur Marke von 1,10 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung habe von der Zustimmung des Athener Parlaments zum zweiten Reformpaket profitiert, das Voraussetzung für die Verhandlungen Griechenlands mit den Gläubigern über ein drittes Rettungspaket sei.

Daimler hat im zweiten Quartal dank neuer Modelle den Betriebsgewinn stark gesteigert und das lang ersehnte Renditeniveau erreicht. Von April bis Juni fuhr die Pkw-Sparte Mercedes-Benz vom Umsatz 10,5 Prozent operativen Gewinn ein, wie das Unternehmen heute mitteilte. Das waren 2,2 Milliarden Euro Spartengewinn. Der Premiumhersteller erreicht damit erstmals seit vier Jahren wieder eine Marge, wie sie die Rivalen BMW und Audi in den vergangenen Jahren schafften. Der operative Konzerngewinn stieg sprunghaft um 54 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, was die Prognose von Analysten übertraf. Die Aktie von Daimler stieg am Morgen um bis zu 2,3 Prozent, drehte dann aber ins Minus.

Opel schätzt seine für nächstes Jahr angepeilte Rückkehr in die Gewinnzone als zunehmend schwierig ein. Das Ziel sei „sehr ambitioniert“, schrieb Opel-Chef Karl-Thomas Neumann am Donnerstag an die Mitarbeiter anlässlich der Zwischenbilanz der Detroiter Konzernmutter General Motors. Zur Begründung verwies der Opel-Chef auf die politischen Unsicherheiten in Europa, die die Stimmung der Verbraucher drückten.

Auch der Rückzug aus Russland verlange Opel viel ab. Der Autobauer hat Kurzarbeit für die beiden Werke in Eisenach und Rüsselsheim angekündigt, weil der Absatzrückgang in Russland nicht wie erhofft durch Zuwächse in anderen Märkten wettgemacht werden kann. Neumann verwies darauf, dass das zweite Quartal traditionell das beste im gesamten Jahr sei. Erfahrungsgemäß werde das zweite Halbjahr immer schwieriger als das erste. 

Opel-Mutter GM hat ihren Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Ohne Sondereffekte stieg der Ertrag auf 2,9 Milliarden Dollar, wie der größte US-Autokonzern mitteilte. Dazu trug Nordamerika maßgeblich bei. Insbesondere das Lkw-Geschäft brummt. Zudem laufen die Joint-Ventures in China besser. Finanzchef Chuck Stevens zeigte sich optimistisch, dass der Konzern auf dem größten Automarkt der Welt weiter zulegen werde. Dies werde gemeinsam mit dem guten US-Geschäft auch im zweiten Halbjahr für Rückenwind sorgen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr walter rehm

23.07.2015, 07:43 Uhr

Natürlich wieder die besten Kurse für Calls VOR Xetrastart...morgens kaufen...NACHmittags verkaufen....schön wenn ein System funktioniert

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×