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05.04.2011

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unverändert

Die erneute Herabstufung der Bonität Portugals und ein steigender Ölpreis bremsten heute den Dax aus. Erst die freundliche Entwicklung an den US-Börsen hob die Stimmung. Gefragt waren Technologiewerte und die Papiere der Commerzbank.

Kursmakler an der Frankfurter Börse: Die Anleger erwartet eine Reihe von Konjunkturdaten. Quelle: dpa

Kursmakler an der Frankfurter Börse: Die Anleger erwartet eine Reihe von Konjunkturdaten.

Frankfurt/DüsseldorfWie so oft schauen die deutschen Anleger über den Großen Teich. Nachdem die US-Börsen ins Plus drehten, wurden die Investoren auch hierzulande wieder mutiger. Der Dax schaffte ein kleines Plus und schloss am Ende auf seinem Vortagswert von 7175 Punkten. Die Stimmung am Deutschen Aktienmarkt war heute durchwachsen. In Reaktion auf teures Öl und eine wachsende Skepsis gegenüber den portugiesischen Staatsfinanzen hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag eine Atempause eingelegt. „Grundsätzlich herrscht die Stimmung, dass es mit dem Markt weiter nach oben geht“, sagte ein Börsianer. „Vor dem Hintergrund des Ölpreisanstiegs und der erneuten Herabstufung Portugals schauen viele Anleger aber von der Seitenlinie zu. Selbst die Hedgefonds mischen kaum mit.“

Moody’s senkte die Bonitätsnote für Portugal auf Baa1 und verpasste dem südeuropäischen Staat damit als dritte Ratingagentur nach Standard & Poor's und Fitch eine schlechtere Bewertung. Zudem drängen die Banken Portugals einem Zeitungsbericht zufolge die Regierung des Landes dazu, um internationale Finanzhilfen zu bitten. Die Rendite für zehnjährigen portugiesische Staatsanleihen stieg laut Tradeweb zwischenzeitlich auf 9,033 Prozent und damit den höchsten Stand seit der Euro-Einführung.

Nordseeöl der Sorte Brent kostete weiter mehr als 120 Dollar pro Fass. Die Sorge sei, dass dies zu höheren Zinsen beitrage, sagte Investmentstratege Bernard McAlinden von NCB Stockbrokers. Am Donnerstag entscheidet die Europäische Zentralbank über die Leitzinsen. Am Markt wird die erste Zinsanhebung seit Sommer 2008 erwartet, was Börsianern zufolge allerdings schon in den Kursen enthalten ist. Die erneute Straffung der Geldpolitik in China blieb an den Aktienmärkten ohne Widerhall. Sie war nach Einschätzung von Societe-Generale-Analyst Yao Wei erwartet worden.

Das teure Öl belastete insbesondere die Aktien von Fluggesellschaften, für die Kerosin ein wichtiger Kostenfaktor ist. Lufthansa-Aktien waren mit einem Minus von 0,7 Prozent auf der Verliererseite im Dax. In Paris notierten die Titel des Rivalen Air France-KLM ein halbes Prozent tiefer.

Noch schwächer notierten im deutschen Leitindex Bayer nachdem die Testergebnisse des neuen Medikaments Xarelto gegen gefährliche Thrombosen in einem Test durchwachsene Resultate erzielt. In der am Dienstag in den USA vorgestellten Studie mit der Tablette zum Schutz vor gefährlichen Blutgerinnseln bei bettlägerigen Krankenhauspatienten schnitt Xarelto in punkto Wirksamkeit zwar mindestens gleich gut ab wie ein Standardpräparat, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Allerdings erwies sich das Bayer-Mittel in der Erprobung hinsichtlich der Gefahr von Blutungen als weniger sicher. Die Bayer-Aktie rutschte daraufhin ab und lag 3,6 Prozent tiefer.

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