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04.06.2014

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt vor EZB-Entscheidung mit leichten Gewinnen

Anleger warten mit Spannung auf den Zinsentscheid der EZB. Der Dax fuhr am Mittwoch Achterbahn. Nach Verlusten aufgrund veröffentlichter Konjunkturdaten der Euro-Zone schloss der Index sieben Punkte fester.

Geht es wieder in Richtung der 10.000-Punkte-Markte? AFP

Geht es wieder in Richtung der 10.000-Punkte-Markte?

FrankfurtDer Präsident der Europäischen Zentralbank hat es in der Hand. Nur über Mario Draghi kann der Dax die symbolische Marke 10.000 Punkte knacken. Investoren erwarten, dass die Notenbank ihre Geldpolitik erneut lockern und die Zinsen senken wird. Doch nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Euro-Zone rutschte der Dax am Mittwoch zunächst deutlicher ins Minus, kämpfte sich am Nachmittag jedoch zurück und schloss sieben Punkte fester bei 9926 Punkten. Börsianer erklärten, die Kursreaktionen seien aufgrund der anstehenden EZB-Sitzung nicht überzubewerten.

Die Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

5. April 1991

In Frankfurt geht das „Interbank Informations System” - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.

19. Januar 1996

Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

10. März 1997

Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.

28. November 1997

Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für „Exchange Electronic Trading” - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht. Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Danach beginnt beim Dax eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2000

Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

1. Juni 2007

Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab. 2009 beschleunigt der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate die Talfahrt des Dax.

21. Januar 2008

Der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate leitet die Talfahrt des Dax ein. Am 21. Januar fällt der Index um mehr als 500 Zähler oder sieben Prozent auf 6790 Punkte.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf. Am 25. Oktober schafft der Dax zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

30.12.2010

Es reicht nicht ganz bis zur 7000-Punkte-Marke, aber mit 6.914 Punkten hat der Dax bis Ende 2010 schon wieder kräftig aufgeholt.

22. Mai 2013

Der Mai wurde für den Dax der Monat der Rekorde. Nachdem der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen knackt, liegt das neue Allzeithoch bei 8.558 Punkten.

25. Oktober 2013

Der Dax schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

30. Dezember 2013

Der Dax beendet seine Jahresendrally knapp über der Marke von 9500 Punkten.

21. Januar 2014

Der Dax startet stark ins neue Jahr und erreicht am 21. Januar mit 9794 Punkten abermals ein Rekordhoch. Börsianer hoffen, dass der Index nun über die 10000-Punkte-Markte springt. Damit müssen sie sich aber noch gedulden.

5. Juni 2014

Erstmals in seiner Historie ist der Dax fünfstellig. Um 14:33 Uhr knackt der deutsche Leitindex die magische Marke und steigt bis auf 10.014 Punkte .

20. Juni 2014

Der Dax markiert bei 10.051 Punkten sein neues Allzeithoch.

2. Dezember 2014

Der Dax knackt nach über vier Monaten wieder die 10.000-Punkte-Marke. In der Spitze erreicht der Dax einen Punktestand von 10.038 Zählern.

4. und 5. Dezember 2014

Der Dax springt im Verlauf der EZB-Pressekonferenz bei 10.084 Punkten auf ein neues Rekordhoch. Doch bereits Minuten später fällt der Leitindex wieder unter die Marke von 10.000 Punkten. Am folgenden Freitag erreicht er mit 10.093 Punkten ein neues Allzeithoch.

22. Januar 2015

EZB-Präsident Mario Draghi beschließt ein Anleihekaufprogramm im Stile der Federal Reserve. Die Zentralbank wird bis September 2016 Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 60 Millionen Euro aufkaufen. Insgesamt sollen so 1,14 Billionen in die Märkte gespült werden. Der Dax springt nach nervösen Pendelbewegungen auf ein Rekordhoch von 10.454 Punkten. In den folgenden Tagen hält die Hausse an, am 13. Februar springt der Dax das erste Mal über in seiner Geschichte über die 11.000-Punkte-Marke. Damit sollte die Rekordjagd aber gerade erst beginnen.

27. Januar 2015

Die mehrtägige Rekordjagd des Dax endet mit einem zwischenzeitlichen Allzeithoch von 10.810 Punkten.

13.Februar 2015

Ein Mix aus guten Konjunkturnachrichten und die lockere Hand der EZB hatten den Dax am Freitag, den 13. Februar 2015, das erste Mal in seiner Geschichte über die 11.000-Punkte-Marke springen lassen. Damit sollte die Rekordjagd aber gerade erst beginnen...

23. Februar 2015

Die neugewählte griechische Regierung sorgte mit ihrer unkonventionellen und forschen Art für mächtigen Aufruhr in der europäischen Politik. Vor allem die Unnachgiebigkeit, mit der die neuen starken Männer Griechenlands, Ministerpräsident Tsipras und Finanzminister Varoufakis, an ihren Wahlkampfversprechen festhielten, brachte die Verhandlungsparteien auf Konfrontationskurs. Nachdem sich die Finanzminister des gemeinsamen Währungsraumes am Freitagabend endlich auf eine Verlängerung der Hilfsprogramme für Hellas einigen konnten, markierte der Deutsche Aktienindex kurz nach seiner Eröffnung am Montag seinen aktuellen Höchststand von 11.158 Zählern.

10. April 2015

Und weiter geht die Rekordjagd. Der Dax kletterte zwischenzeitlich am 10. April zeitweise auf 12.390 Punkte. Seit Jahresbeginn hat der Index mehr als 25 Prozent zugelegt.

16.März 2015

Bereits wenige Wochen nach der Eroberung der 11.000-Punkte steht ein weiterer Meilenstein der Dax-Geschichte auf der Börsen-Agenda. Der Leitindex klettert zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Weder der Konflikt in der Ostukraine noch der sich immer weiter zuspitzende Schuldenstreit scheinen die Börsenteilnehmer groß zu stören. Sie kaufen Aktien und befeuern die Hausse.

10. April 2015

Der Dax erreicht sein Allzeithoch: 12.390,75 Zähler.

29.April 2015

Nach Langem Hin- und Her beim Index der vergangenen Wochen stehen die Zeichen beim Dax nun endgültig auf Korrektur. Im Laufe des Tages verlor der Index satte 3,2 Prozent auf 11.433 Punkte - der größte Tagesverlust des Jahres.

08. März 2016

Der Dax rutscht deutlich unter die 9.000er-Marke – zum ersten Mal seit anderthalb Jahren. Schon von Beginn des Jahres sind die Aktienkurse geschwächt. Als wesentlicher Grund gilt unter Beobachtern der stark gesunkene Ölpreis und der derzeit immer noch enge Zusammenhang zwischen dessen Entwicklung und der Aktienbörse.

31. März 2016

Das Minus im ersten Quartal 2016 beläuft sich auf gut sieben Prozent. Schon im März dreht aber die Stimmung zum Besseren, denn die US-Notenbank Fed verschiebt auch aus Rücksicht auf die nahende Brexit-Abstimmung ihre Zinserhöhungen.

24. Juni 2016

Die Briten haben sich für den Austritt aus der EU entschieden und lösen an den Märkten einen allerdings kurzen Ausverkauf aus. Der Dax fällt um fast sieben Prozent, holt in den Folgewochen aber rasch wieder auf.

9. November 2016

Die Amerikaner haben Donald Trump zum Präsidenten gewählt. An der Wall Street schieben die Anleger vorher geäußerte Bedenken beiseite und setzen auf sinkende Steuern für Unternehmen und massive Infrastrukturmaßnahmen. Der Dow-Jones geht auf Rekordkurs. Nach und nach zieht auch der Dax an und etabliert sich wieder in der Fünfstelligkeit.

14. Juni 2017

In Erwartung einer positiven Zinsentscheidung der US-Notenbank knackt der Dax das erste Mal im Laufe seiner Geschichte die 12.900 Punkte und erreicht schließlich sein Allzeithoch von 12.921 Punkten. Schon in den Monaten zuvor hatte der Dax im Anschluss an den Erfolg des europafreundlichen Politikers Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich seinen Höchststand mehrfach verbessert.

Der MDax schloss unverändert auf 16.865 Punkten. Der Technologieindex TecDax gewann 1,1 Prozent auf 1301 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 0,2 schwächer da. Der Euro hat am Mittwoch nach den Vortagesgewinnen gegenüber dem Dollar leicht abgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte 0,08 Prozent niedriger bei 1,3618 Dollar.

Die Wirtschaft der Euro-Zone bleibt dank ihrer Konjunkturlokomotive Deutschland im ersten Quartal zwar auf Wachstumskurs. Die Nummer zwei Frankreich stagnierte hingegen, während das Bruttoinlandsprodukt der Nummer drei Italien um 0,1 Prozent schrumpfte.

Enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben die Anleger an der Wall Street am Mittwoch zunächst zum Rückzug bewogen. Wie der private Arbeitsvermittler ADP mitteilte, schufen die US-Unternehmen im Mai unerwartet wenig Stellen. Die Zahl stieg um 179.000, das war der geringste Zuwachs seit Januar.

Die Wirtschaft in der Eurozone hat sich im ersten Quartal weiter auf vorsichtigem Wachstumskurs bewegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs gegenüber dem vierten Quartal 2013 um 0,2 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich mit dem ersten Quartal des Vorjahres stieg das BIP in den 18 EU-Ländern mit der gemeinsamen Währung den Schätzungen zufolge um 0,9 Prozent.

In der Europäischen Union insgesamt aus, also den 18 Ländern mit dem Euro und den zehn Ländern mit eigener Währung wuchs das BIP laut Eurostat im ersten Quartal um 0,3 Prozent. Gegenüber den ersten drei Monaten 2013 war es ein Zuwachs von 1,4 Prozent.

Die Dienstleister bleiben der Garant für den Aufschwung in Deutschland. Ihre Geschäfte liefen im Mai so gut wie seit drei Jahren nicht mehr, wie das Markit-Institut in seiner am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unter 500 Unternehmen herausfand. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 1,3 auf 56,0 Punkte und liegt damit deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Das ist der beste Wert seit Juni 2011.

„Angesichts der vermehrten Neuaufträge, zunehmender Beschäftigung und noch ungenutzter Kapazitäten besteht die Hoffnung, dass der steile Wachstumskurs des Dienstleistungssektors auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden kann“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Die Dynamik in der Industrie hatte sich dagegen zuletzt wegen der schwächen Weltkonjunktur abgeschwächt. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft fiel um 0,5 auf 55,6 Punkte. Das ist ein Zwei-Monats-Tief.

Auch die Arbeitslosigkeit geht langsam zurück, was vor allem den privaten Konsum stützen dürfte. Im April fiel sie mit 18,75 Millionen auf den tiefsten Stand seit anderthalb Jahren. Das waren 76.000 weniger als im Vormonat und 487.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Kommentare (22)

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04.06.2014, 07:53 Uhr

"Zwischenzeitlich sank er sogar unter 9900 Punkte."

Ach Gottchen, wie schlimm.

Leute, lasst Euch nicht veräppeln. Das ist eine Bärenfalle bevor es wieder den Draghi-Effekt gibt.

Schön günstig einsammeln und mit nach oben ziehen lassen.

Draghi MUSS und WIRD das liefern, was von ihm erwartet wird. Die Frage ist für mich eher, welche positiven Bonbons er noch dazu verteilt.

Ab Juni 2014 --> Dax 5-stellig.

Account gelöscht!

04.06.2014, 08:04 Uhr

Die Hausse nährt die Hausse.
Im Schnitt steigen wir jetzt 100-150 Punkte pro Tag.
Die 15.000 ist also durchaus realistisch bis Weihnachten.Es gibt keine (Panik)Verkäufe mehr und jeder weiss,dass die FED das Tapering verkündet hat.

Account gelöscht!

04.06.2014, 08:10 Uhr

Genau, so sieht es aus! Besser hätte ich es nicht formulieren können, außer dass die EZB bzw. Lord Draghi himself für die Kursexplosion sorgt. Das Tapering und dessen Sinn interessiert doch heute keine Sau mehr. Du hast den Durchblick.

Aus Dir kann noch mal ein großer Investor oder erfolgreicher Trader werden.

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