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07.07.2016

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schwächelt nach starkem Auftakt

Nach drei Tagen mit Kursverlusten sind Anleger am Donnerstag zunächst wieder auf Einkaufstour gegangen. Der US-Arbeitsmarkt machte Mut. Doch zum Handelsschluss gab der Leitindex einen Großteil seiner Gewinne wieder ab.

Börse am Abend

Anleger erholen sich von Brexit-Schock

Börse am Abend: Anleger erholen sich von Brexit-Schock

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FrankfurtDer Erholungsversuch des Dax hat am Donnerstag zum Handelsschluss wieder an Schwung verloren. Nach einem zwischenzeitlichen Plus von rund eineinhalb Prozent notierte der deutsche Leitindex zum Ende mit 9.418 Punkten nur noch 0,49 Prozent über seinem Vortagesschluss. Sein Wochenminus schmolz damit auf etwa dreieinhalb Prozent, nachdem die erneut hochgekochte Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen eines Ausstiegs Großbritanniens aus der Europäischen Union den Dax die vergangenen Tage wieder nach unten gezogen hat.

Der MDax als Index der mittelgroßen Werte zog am Donnerstag um ein Prozent auf 19.404 Punkte an, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,96 Prozent auf 1.582 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 rückte um mehr als ein halbes Prozent vor.

Die vergangenen Tage zeigten allerdings, wie schnell die Stimmung umschlagen kann. „Dieser Stimmungswandel könnte aber nur von kurzfristiger Natur sein“, warnte etwa Konstantin Oldenburger, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Zu groß ist weiterhin die Skepsis darüber, wie es mit Großbritannien, aber auch der gesamten Europäischen Union nach dem Brexit-Votum weitergeht.“

Ähnlich urteilte der US-Notenbanker William Dudley, der den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der EU als eine der „dunkelsten Wolken“ am Konjunkturhorizont bezeichnete. Die am Vorabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung signalisierten zudem, dass die US-Notenbank vor ihrer nächsten Zinserhöhung Klarheit über die Auswirkungen des Brexit haben will.

Auch deshalb bleiben die Blicke der Anleger auf das britische Pfund als aktuelles Brexit-Krisenbarometer gerichtet. Dessen Kurs konnte sich nach seiner historischen Abwertung zum US-Dollar aktuell wieder etwas stabilisieren.

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Durchwachsene Konjunkturdaten rückten abermals in den Hintergrund. So ging die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands im Mai überraschend zurück. Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich laut Daten des privaten Dienstleisters ADP im Juni derweil robuster als erwartet. Er gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der an diesem Freitag veröffentlicht wird.

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