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31.05.2013

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schwächelt zum Monatsschluss

Am letzten Monatstag ist dem Leitindex die Puste ausgegangen. Dabei war der Mai ein Monat der Rekorde. Anleger rätselten über den weiteren Kurs der Fed – und interessierten sich nicht für Konjunkturdaten.

Händler an der Frankfurter Börse. Trotz guter Konjunkturdaten kam keine Kauflaune auf. AFP

Händler an der Frankfurter Börse. Trotz guter Konjunkturdaten kam keine Kauflaune auf.

Der Dax hat einen schwachen Wochen- und Monatsschluss hingelegt. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed sorgte bei den Börsianern für Zurückhaltung. Der Dax schloss 0,6 Prozent tiefer bei 8.349 Punkten. Sonst viel beachtete Konjunkturdaten aus den USA zeigten am Markt nur wenig Wirkung. Die Diskussion um die Geldpolitik der Notenbanken verdrängte die US-Zahlen.

Der überraschend starke Anstieg des Chicagoer Einkaufsmanager-Index und die deutlich bessere Stimmung bei den US-Konsumenten konnten an der Börse nur leicht stützen – der Dax grenzte seine Verluste leicht ein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai nach endgültigen Berechnungen auf 84,5 von 76,4 Punkten im Vormonat, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag mitteilten. Die Verbraucherstimmung gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt.

Tops- und Flops der Woche (Stand 16:00 Uhr)

Top 5

Norma Group

+ 6,41 Prozent

Top 4

Deutsche Börse

+ 7,09 Prozent

Top 3

Morphosys

+ 7,53 Prozent

Top 2

Aixtron AG

+ 12,99 Prozent

Top 1

SMA Solar

+ 14,42 Prozent

Flop 5

GSW Immobilien

- 4,73 Prozent

Flop 4

Gerry Weber

- 5,01 Prozent

Flop 3

Freenet

- 5,52 Prozent

Flop 2

LPKF Laser

- 5,78 Prozent

Flop 1

Pfeiffer Vacuum

- 14,08 Prozent

Trotz guter Konjunkturdaten konnte sich am Markt allerdings keine Kauflaune breit machen. „Es herrscht eine große Nervosität am Markt, denn jeder weiß, dass die Aktienmärkte am Tropf der Notenbanken hängen“, sagte ein Händler.

Immer mehr Börsianer befürchten, dass die Fed ihre lockere Geldpolitik früher als erwartet beenden könnte. Die Fed kauft derzeit Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar monatlich, um damit die heimische Konjunktur anzukurbeln. Sie will damit so lange fortfahren, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent von derzeit 7,5 Prozent gefallen ist. In den vergangenen Wochen hatten einige Fed-Vertreter allerdings laut darüber nachgedacht, die Käufe zu drosseln, sollte sich die US-Konjunktur deutlich erholen.

Nach Einschätzung des Aktienstrategen Peter Garnry von der Saxo Bank wird sich die Fed mit einer Entscheidung aber noch Zeit lassen. „Sie wollen mehr Konjunkturdaten sehen“, fügte er hinzu.

„Das Motto lautete zuletzt: Kauf bei schwachen Daten - diese halten die Fed bei der Stange“, erklärte Dan McMahon von Raymond James. Schwache Konjunkturdaten sorgen für steigende Kurse - in Zeiten der Finanzkrise lernen Anleger ständig dazu. „Vor September werden wir keine wirkliche Klarheit über den weiteren Kurs der Fed haben“, sagte Randy Frederick von Charles Schwab. Bis dahin werde es immer wieder recht deutliche Schwankungen geben.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

31.05.2013, 10:00 Uhr

'Vor September werden wir keine wirkliche Klarheit über den weiteren Kurs der Fed haben'

Ich glaube nicht mal, das sich die Fed ab September den Kurs kennt... die Fed gibt doch zu verstehen, dass sie ihren Kurs bezüglich QE flexibel an die Konjunkturdaten knüpft. Das mag dem einen oder anderen mal früher bei Greenspan vielleicht mal anders vorgekommen sein...
Der Rest ist aber eigentlich klar: Ist das Wachstum nachhaltig und robust, kürzt man das QE langsam. Ich würde sagen um die Lage als 'nachhaltig und robust' zu bezeichnen müssen mehr als 2 Quartale zartes Wachstum ins Land gehen.

Steuerzahler

31.05.2013, 10:24 Uhr

Das was hier an den Finanzmärkten abgeht, hat doch nichts mit Konjunkturdaten
zu tun. Die Notenbanken zahlen die Finanzmarktakteure. Woher soll sonst das
Geld kommen was sie hier in Sekunden "verwetten". Täglich sieht man das gleiche
Muster. Schlechte Einzelhandelsumsätze, höchste Arbeitslosigkeit in Italien aber
egal da geht es kurz an den Börsen nach unten und sofort steigt alles wieder denn nirgends kann man bei dieser Konjunktur so schnell so viel Geld verdienen wie
mit den Finanzmarktwetten. Alles wird gerettet durch die Notenbank und bald
gibts Negativzinsen. Der kleine Steuerzahler, schaut und die Investmentbanken
jubeln. Morgens ist der Dax fast immer im Minus und gestern dann wieder über 8400
weil ja zum Glück die USA schwächer wächst als erwartet

Account gelöscht!

31.05.2013, 10:45 Uhr

Man hätte als Steuerzahler in den letzten 12 Monaten fürstlich an der Entwicklung der Aktienmärkte verdienen können.

Ich kann verstehen, dass es sehr frustrierend sein muss, dem ganzen Treiben vor lauter Angst vor dem Ende der Welt schon seit längerem nur einfach zuzusehen.

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