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31.10.2012

17:55 Uhr

Börse Frankfurt

Dax spürt Gegenwind aus den USA

Obwohl die heute veröffentlichten Zahlen deutscher Firmen zu überzeugen wussten, ging es für den Dax nach unten. Schuld daran sind die USA. Dort startet wieder der Handel und der enttäuschte auf ganzer Linie.

Rückkehr der Wall Street lässt Kursgewinne schmelzen

Video: Rückkehr der Wall Street lässt Kursgewinne schmelzen

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DüsseldorfDer Dax beendet den Handelstag kaum verändert. Ausgebremst wurde das deutsche Branchenbarometer von den US-Börsen. Die eröffneten nach zweitägiger Zwangspause heute die Handelswoche, konnten allerdings keine neuen Impulse setzten. Der Dax verlor nach der Eröffnung der Wall Street an Fahrt und schloss 0,3 Prozent im Minus auf 7.261 Punkte.

Die zweite Reihe konnten ebenfalls keine Akzente setzen. Der MDax sowie der TecDax gingen mit einem Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel.

"Die Anleger haben sich vom dem Börsenstart an der Wall Street wohl etwas mehr erhofft", sagte ein Händler in Frankfurt. Der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P 500 notierten am Abend 0,3 Prozent tiefer auf 13.064 beziehungsweise 1.408 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq wurde heute weiterhin nicht gehandelt.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:30 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Die starke Performance bis zum Nachmittag hatte das deutsche Branchenbarometer erfreulichen Quartalszahlen zu verdanken. Während die Gesamtbilanz der deutschen Berichtssaison eher ernüchternd ausfällt, häuften sich am Mittwoch die positiven Ausläufer. "Bislang hat die hiesige Berichtssaison eher enttäuscht", sagte ein Händler. "Aber nach den guten Zahlen von Deutscher Bank, Allianz und jetzt auch Lufthansa ändert sich die Wahrnehmung. Und das hilft dem Dax." Nach Daten von ThomsonReuters-Starmine haben 60 Prozent der Dax-Konzerne, die ihre Bilanzen bereits vorgelegt haben, mit ihren Zahlen enttäuscht. Beim TecDax sind es sogar 80 Prozent. Im MDax ist es die Hälfte.

Im Vergleich zu Unternehmen im europäischen Ausland zeigt sich allerdings der Unterschied. Denn während im Ausland eine Vielzahl der Unternehmen ihre Prognosen für das letzte Quartal nach unten korrigieren, haben einige Konzerne in Deutschland noch Luft nach oben.

Die Dividenden-Aristokraten in den USA

Mc Donald's

Branche: Gastronomie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 27,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,1

Fedex

Branche: Logistik
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 26,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 0,6 Prozent

Nike

Branche: Sportartikel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 19,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,5 Prozent

IBM

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Colgate-Palmolive

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,9 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,3 Prozent

Johnson & Johnson

Branche: Pharma
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Coca Cola

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,8 Prozent

Quelle: DZ Bank

Wirtschaftspolitisch kommen aus Europa ausnahmsweise mal erfreuliche Nachrichten. Die Sanierung des spanischen Haushalts schreitet besser voran als erwartet. Dies ermöglicht der spanischen Regierung den Hilfsantrag beim Euro-Rettungsschirm zu verschieben. Fortschritte bei der Europäischen Bankenunion und bei der Refinanzierung für 2012 gäben nach Ansicht von Ministerpräsident Mariano Rajoy Spielraum bei dem Hilfsgesuch, erfuhr Reuters am Mittwoch von einem Regierungsvertreter. "Das heißt nicht, dass wir es nicht beantragen werden, aber wir halten es (derzeit) nicht für notwendig." Spanien gilt als Kandidat für den Rettungsschirm, hat aber bisher nur Milliardenhilfen für seine Banken beantragt.

Auf dem Frankfurter Aktienparkett waren heute die Papiere der Lufthansa der Klassenprimus im Dax. Wegen guter Geschäfte ihrer Service-Töchter wie Lufthansa Technik und der Catering-Sparte LSG Sky Chefs konnte die Kranich-Airline deutlich mehr Geld verdienen. Der operative Gewinn nahm im Zeitraum von Juli bis Ende September um 6,2 Prozent auf 648 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das ist weit mehr als die von Analysten erwarteten 522 Millionen Euro. Der Umsatz zog um 6,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro an, die Aktien schossen 7,3 Prozent ins Plus.

Trotz der guten Zahlen hält die Lufthansa an ihrem Sparplan fest. Zahlreiche Jobs werden laut Konzernchef Christoph Franz in einer neuen Kostensenkungsrunde überflüssig. Vom Umsatz bleibe nicht genug in der Kasse - in den ersten neun Monaten habe Lufthansa nur eine operative Rendite von 3,1 Prozent erzielt, beklagte der Konzernlenker am Mittwoch. "Mit der Marge können wir auf die Dauer die Zukunft des Unternehmens nicht sichern." Die hohe Tankrechnung frisst die Gewinne fast ganz auf, zudem befürchtet Franz, dass viele Plätze in den Flugzeugen wegen der Eurokrise leer bleiben.

Kommentare (29)

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Account gelöscht!

31.10.2012, 09:16 Uhr

Um 9.15 steht der DAX schon bei 7330 mit einem Plus von 0,7%.

Holzkugel

31.10.2012, 09:16 Uhr

Der Paderborner gibt gerade Klopfzeichen aus den
Tiefen des Trendkanals.

Account gelöscht!

31.10.2012, 09:18 Uhr

Guten Morgen,
das der Widerstand bei 7325 so leicht übersprungen wird hätte ich nicht gedacht. Mal schauen was der Tag noch so bringt aber evtl. war das auch schon der Startschuss für neue Jahreshöchststände, in eine Richtung muss es doch jetzt endlich mal gehen

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