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04.01.2010

07:18 Uhr

Börse Frankfurt

Dax startet furios ins neue Jahr

Am ersten Handelstag des Jahres hat sich der Dax gleich kräftig ins Zeug gelegt: Der Index kletterte auf den höchsten Stand seit der Lehman-Pleite im September 2008. Welche Aktien profitieren konnten und was das neue Jahr den Anlegern bringt.

Der Dax notiert auf dem höchsten Stand seit September 2008. Quelle: dpa

Der Dax notiert auf dem höchsten Stand seit September 2008.

HB FRANKFURT. Das Jahr 2010 lässt sich an der Frankfurter Börse recht gut an: Der Dax stieg gleich am ersten Handelstag des neuen Jahres um 1,5 Prozent auf 6048 Zähler und schloss damit so hoch wie seit Ende September 2008 nicht mehr. Auch die paneuropäischen Stoxx-Indizes Stoxx50 und EuroStoxx stiegen um je 1,7 Prozent.

Die Umsätze zogen gegenüber den letzten Handelstagen im alten Jahr an: Das Handelsvolumen im Dax betrug 104 Millionen Aktien nach 35,5 Millionen Stück am letzten - allerdings verkürzten - Handelstag 2009. Der Umsatz belief sich auf 2,4 (0,94) Milliarden Euro und war damit so hoch wie seit zwei Wochen nicht mehr.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 1,5 Prozent im Plus bei 10 583 Punkten und der S&P500 1,6 Prozent im Plus bei 1 132 Punkten. Der Nasdaq-Composite lag mit 2 309 Punkten 1,8 Prozent höher.

Dennoch blieben viele Börsianer skeptisch. "Die latente Gefahr eines Rückschlags bleibt vorerst bestehen, da die Rally der vergangenen Monate auf tönernen Füßen steht", sagte ein Händler. Zwar erreichten die Umsätze am Montag wieder das Niveau von vor Weihnachten, doch fehle noch der richtige Schwung.

2009 hatte der Dax trotz der Finanzkrise bei im Jahresverlauf immer weiter schrumpfenden Umsätze rund 24 Prozent zugelegt und damit das neuntbeste Ergebnis seiner 21-jährigen Geschichte eingefahren. Für 2010 sind viele Börsianer aber sehr vorsichtig. Von Reuters befragte Analysten sehen den Dax Ende 2010 im Schnitt nur noch auf 6200 Punkte steigen, womit der Leitindex fast wieder beim Niveau von vor der Lehman-Pleite angelangt wäre. Allerdings ist die Spanne der Prognosen von 4150 bis 7500 Zählern sehr breit.

Unterstützt wurde das Plus am Montag von Konjunkturdaten. So stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex für Dezember überraschend deutlich auf 55,9 von 53,6 Punkten im Vormonat. Analysten hatten nur mit einem Plus auf 54,3 Zählern gerechnet. Die Bauausgaben in den USA sanken im November allerdings überraschend auf das niedrigste Niveau seit mehr als sechs Jahren. In der Euro-Zone wuchs nach einer Markit-Umfrage zum Jahresende die Industrie dagegen so stark wie seit 21 Monaten nicht mehr. Analysten sprachen von einer deutlichen Trendwende zum noch nie dagewesenen Absturz vom Jahresauftakt 2009.

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