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12.06.2017

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax startet schwach in die Woche

Der Ausverkauf bei Tech-Aktien geht an den US-Märkten auch am Montag weiter. Das sorgt bei Anleger für Nervosität und schickt auch den deutschen Aktienmarkt ins Minus. Im Dax traf es vor allem das Schwergewicht SAP.

Börse am Abend

Apple und Co.: Der Fall der Tech-Riesen zieht Dax mit bergab

Börse am Abend : Apple und Co.: Der Fall der Tech-Riesen zieht Dax mit bergab

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FrankfurtDer Ausverkauf bei Aktien von Konzernen wie Apple und Facebook hat zum Wochenanfang den Anlegern an den Aktienmärkten die Stimmung verdorben. Der Dax verlor rund ein Prozent auf 12.690 Punkte, der Euro Stoxx 50 fiel um 1,1 Prozent auf 3546 Zähler. „Der plötzliche Kursrutsch bei den Techwerten hat die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte ein Händler. Nach den Kursgewinnen der letzten Monate sei das aber überfällig gewesen. Schließlich hätten Apple, Facebook oder Amazon in den letzten sechs Monaten mit rund 30 Prozent auch deutlich mehr als Dax oder Dow gewonnen.

Grund für die am Freitag begonnene Verkaufswelle waren Börsianern zufolge kritische Analystenstudien. Goldman Sachs und UBS hatten sich zurückhaltend über die Branche geäußert. Daraufhin brachen die Aktien von Apple, Facebook, Amazon, Netflix und dem Google-Konzern Alphabet um drei bis über vier Prozent ein. In einem Medienbericht war zudem von Problemen mit einem Chip im neuen iPhone von Apple die Rede. „Die negativen Kommentare kamen für Investoren wie aus heiterem Himmel“, sagte ein Händler. „Das hat die Branche verschreckt.“ Auch in Asien ging es mit den Techwerten nach unten.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

An den europäischen Börsen warfen die Anleger vor allem die Aktien einiger Software- und Chipkonzerne aus ihren Depots: Im Dax traf es das Schwergewicht SAP, dessen Titel um 3,6 Prozent auf 92,56 Euro abrutschten und damit die Gewinne der vergangenen zwei Wochen einbüßten. Im Euro Stoxx50 waren nur die Aktien der in Amsterdam gelisteten Chipherstellers ASML mit einem Abschlag von 4,7 Prozent auf 114,30 Euro noch schwächer. Schlusslicht im Dax waren die Aktien des Chipbauers Infineon mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 19,42 Euro, womit auch sie das Plus der letzten beiden Wochen abgaben.

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Wer auf Energie, Telekommunikation oder Chemie setzte, kann sich freuen. In diesen drei Branchen entwickelten sich einige Unternehmen im vergangenen Börsenmonat prächtig. Die besten zehn Titel aus dem HDax.

Das Verluste in den USA hatte im TexDax Auswirkungen für Dialog Semiconductor, die vor allem auch Apple beliefern: Die Aktien brachen um 6,7 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief von 40,46 Euro ein. Im Schnitt belief sich das Minus der europäischen Tech-Werte auf fast vier Prozent. Ebenfalls auf den letzten Plätzen im TecDax waren die Anteilscheine des Wafer-Herstellers Siltronic und des auf die Halbleiterbranche ausgerichteten Maschinenbauers Aixtron mit Abschlägen zwischen 4,7 und 7,4 Prozent.

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