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26.10.2012

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Dax steckt schlechte Bilanzen weg

Der Aktienmarkt erlebte eine Berg- und Talfahrt. Enttäuschende Quartalszahlen drückten den Dax – besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten hingegen stützen die Börsen. Aus Europa gab es neue Hiobsbotschaften.

Händler an der Frankfurter Börse. Unternehmensbilanzen sorgten für fallende Kurse, Konjunkturdaten hielten dagegen. dapd

Händler an der Frankfurter Börse. Unternehmensbilanzen sorgten für fallende Kurse, Konjunkturdaten hielten dagegen.

DüsseldorfDie Anleger am deutschen Aktienmarkt hatten zum Wochenschluss mit durchwachsenen Meldungen zu kämpfen. Zum einen enttäuschten die Quartalszahlen großer US-Unternehmen. Vor allem die Zwischenberichte der US-Konzerne Amazon und Apple sowie des europäischen Autobauers Renault verdarben den Börsianern die Kauflaune. Andererseits lieferte die US-Konjunktur bessere Zahlen, als erwartet. Letztendlich überwog der Optimismus: Der Dax schloss 0,44 Prozent höher bei 7.231 Punkten. Auf Wochensicht hat der Dax fast zwei Prozent verloren.

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal wegen anziehender Konsumausgaben an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Sinkende Exporte und Investitionen verhinderten ein besseres Ergebnis. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal hatte es ein Wachstum von 1,3 Prozent gegeben, zu Jahresbeginn von 2,0 Prozent.

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Es ist Bilanzsaison. Die Unternehmen jagen mit ihren Zahlen so manche Aktie die Charts hoch oder hinab. Wieso VW überzeugt, Daimler durchfällt und andere Titel Kapriolen schlagen, zeigen die Charts der Woche.

Bilanzsaison enttäuscht

„Viele Unternehmen legen Zahlen vor, die unter den Erwartungen liegen, vor allem was den Umsatz und den Ausblick angeht“, stellte Roger Peeters, Marktanalyst von Close Brothers Seydler, fest. Vor allem im Technologiesektor häuften sich die negativen Berichte. „Allerdings rührt ein Teil der Enttäuschungen daher, dass die Erwartungen extrem hoch waren, vor allem bei Apple.“ Der US-Computerkonzern verfehlte mit den Verkaufszahlen seines Kassenschlagers iPad die Erwartungen der Analysten und äußerte sich zum Umsatz im vierten Quartal etwas vorsichtiger.

Hohe Erwartungen lasteten auch auf dem Apple-Erzrivalen Samsung. Dessen Aktien gerieten unter Druck, obwohl der Elektronikkonzern einen Rekordgewinn erwirtschaftet hatte. Börsianer nannten als einen Grund für die Kursverluste die Angst vor einem Ende des Smartphone-Booms.

Nach Daten von Thomson Reuters StarMine haben bisher 40 Prozent der europäischen Unternehmen mit dem Gewinn für das dritte Quartal die Analystenerwartungen verfehlt. In den USA haben 30 Prozent der Firmen enttäuscht.

In dieses Bild passte auch Renault. Der Autokonzern zeigte sich zurückhaltend, was den Automarkt in Europa angeht, und rechnet mit einem Absatzminus von „bestenfalls“ acht Prozent in diesem Jahr. Renault-Aktien fielen in Paris um 2,3 Prozent.

Kaum besser sah es bei den Anteilsscheinen von Daimler aus. Sie gaben 0,3 Prozent nach und zählten damit zu den größten Dax-Verlierern. Schon am Donnerstag waren die Titel um 2,7 Prozent gefallen, nachdem Daimler mit seinen Quartalszahlen die Analysten enttäuscht hatte.

Kommentare (36)

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Account gelöscht!

26.10.2012, 08:58 Uhr

27.10.2012????

Account gelöscht!

26.10.2012, 10:42 Uhr

Moin zusammen!
Habe eben eine Short-Position auf den FGBL ins Depot gepackt.
Trotz schlechter Nachrichten aus der Eurozone werden hier bereits keine neuen Hochs mehr ausgebildet. Bei potentiell steigenden Euro-Risiken für Deutschland und einem wohl nicht mehr allzufernen Downgrade der BRD dürfte sich viel Luft nach unten ergeben.

Allen einen erfolgreichen Handelstag!

Sehe_ich_aehnlich

26.10.2012, 11:02 Uhr

Hallo Qualitätsaktien-Fetischisten,
wo bleibt denn jetzt die Endjahres-Rally?

Naja, manche Gierhälse kriegen den selbigen wohl nicht voll.
Sollen doch froh sein, daß sie diese krank irrationale (und eher unübliche) Sommer-Rally hatten.

Evtl. kommt ja noch was – ein paar Prozent nach oben oder aber ein Vielfaches davon als Potential nach unten.
Für mich hat sich auch nix geändert: Ende des Jahres steht der DAX bei 6.000 +/- 500 Punkten.

Btw, selbst dann werde ich nicht einsteigen. Frühestens bei 3.000 +/- 500 Punkten könnte man über erste Engagements nachdenken … ggfs. sogar erst unter 2.500 !!!
Die ganze Sache schmeckt wie 2007 und endet potentiell schlimmer als 2002 … unser RTL-Domino-Day ist dagegen Kindergeburtstag …

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