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01.03.2013

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax steht wieder auf

Wahlpatt in Italien, drohende Ausgabenkürzungen in den USA. Der Dax musste diese Woche so einiges verkraften. Doch der Leitindex konnte sich schnell aufrappeln. Die Aktie der Deutschen Bank ist abgestürzt.

Börse am Abend

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FrankfurtDer Leitindex hat am letzten Wochenhandelstag eine Berg-und Talfahrt hingelegt. Zunächst sah es nach einem dicken Minus für den Dax aus. Doch der Leitindex konnte seine Verluste eingrenzen und schloss 0,4 Prozent niedriger bei 7708 Punkten, nachdem er zuvor auf bis zu 7.627 Punkte abgerutscht war. Auf Wochensicht hat der Dax sogar ein moderates Plus geschafft – trotz des Wahl-Chaos in Italien und der drohenden Ausgabenkürzungen in den USA.

Unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA halfen dem Dax am Freitag. Auch die US-Börsen verringerten ihre Abschläge. Vor dem Hintergrund der drohenden Ausgabenkürzungen in den USA sei die Verbesserung des Einkaufsmanagerindex für die Industrie positiv zu werten, urteilte Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel. „Ein Abgleiten in eine Rezession ist nach den jüngsten Daten aus den USA auf jeden Fall nicht zu befürchten.“

Die anstehenden Etatkürzungen in den USA, die die Wachstumsaussichten des Landes gefährden könnten, nahmen die Investoren letztendlich gelassener hin als befürchtet. Die meisten Anleger gehen davon aus, dass die Kürzungen die Wirtschaft zwar bremsen aber nicht abwürgen könnten. Schließlich pumpe die Fed ja auch jeden Monat 85 Milliarden Dollar in den Markt.

Das sind Qualitätsaktien wert

Coca Cola

Marktkapitalisierung: 168 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 8,4 Prozent

Heinz

Marktkapitalisierung: 23 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,9 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 20,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 32,7 Prozent

L'Oreal

Marktkapitalisierung: 67 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 21,6

Kursentwicklung (1 Jahr): + 28,3 Prozent

LVMH

Marktkapitalisierung: 67,5 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 5,6 Prozent

McDonalds

Marktkapitalisierung: 94 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): - 6,1 Prozent

Nestlé

Marktkapitalisierung: 204 Milliarden Franken

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 13 Prozent

Procter & Gamble

Marktkapitalisierung: 209 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 18,8

Kursentwicklung (1 Jahr): + 17,9 Prozent

SAP

Marktkapitalisierung: 70 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 1,6 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 21,2 Prozent

Starbucks

Marktkapitalisierung: 40 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 25,3

Kursentwicklung (1 Jahr): + 12,2 Prozent

Unilever

Marktkapitalisierung: 88 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,4

Kursentwicklung (1 Jahr): + 14,3 Prozent

Wal Mart

Marktkapitalisierung: 232 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 14,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 10,9 Prozent

Walt Disney

Marktkapitalisierung: 100 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): + 33,2 Prozent

Dass die Verluste nicht noch stärker ausfielen, führten Analysten auf eine Reihe von Faktoren zurück: Die USA dürften durch die Ausgabenkürzungen im Volumen von 85 Milliarden Dollar nicht unmittelbar in eine neue Rezession stürzen, da die Sparmaßnahmen erst allmählich wirken und die Konjunktur dadurch allenfalls gedämpft werden sollte, erklärte Postbank-Experte Thilo Heidrich.

Des Weiteren sei davon auszugehen, dass Demokraten und Republikaner „ihre Blockadepolitik in absehbarer Zeit aufgeben und ein von beiden Seiten tragbares Programm zur Konsolidierung der Staatsfinanzen erstellen werden“.

Goldman Sachs sagt "Verkaufen" bei Deutsche-Bank-Aktie

Video: Goldman Sachs sagt "Verkaufen" bei Deutsche-Bank-Aktie

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Die Aktien der Deutschen Bank gingen nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs auf Talfahrt. Die Titel waren mit einem Abschlag von bis zu sechs Prozent größter Verlierer im Dax - sie schlossen 4,3 Prozent schwächer. Von den europäischen Instituten dürfte die Deutsche Bank am stärksten unter den schärferen Kapitalanforderungen in den USA leiden, urteilten die Goldman-Analysten.

Um die Anforderungen zu erfüllen, müssten die Frankfurter mehr als 13 Milliarden Dollar an ihren US-Ableger überweisen. Das würde die Kapitaldecke der Deutschen Bank außerhalb der USA deutlich schmälern und könnte den Druck erhöhen, sich frisches Kapital besorgen zu müssen. Goldman stufte die Aktien der Deutschen Bank herunter auf „sell“ von „neutral“.

Die Deutsche Bank selbst hatte Ende Januar erklärt, dass wegen der neuen US-Vorschriften eine Verkleinerung des dortigen Geschäfts denkbar sei. Auch werde die Ausgabe bestimmter Finanzinstrumente, wie Coco-Bonds, diskutiert. Frisches Kapital werde aber nicht benötigt, sagte Finanzchef Stefan Krause zu dem Zeitpunkt.

Kommentare (12)

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Beatles

01.03.2013, 08:13 Uhr

Ich suche deswegen nach unterbewerteten Aktien, weil ich zwischendurch ganz gerne die gestiegenen Aktien ersetze. Ein Warten auf einen (wann auch immer kommenden) Rücksetzer hilft mir nicht, weil ich dann das Geld die ganze Zeit halten müsste.

Leider ist das Bewertungsniveau der Aktien nicht mehr allzu günstig. Die allgemeine Schnäppchenzeit ist momentan wohl vorbei.

Account gelöscht!

01.03.2013, 09:00 Uhr

Wenn ich Sie richtig verstehe, dann sind sie doch investiert. Was spricht dagegen die Gewinne laufen zu lassen und durch z.B. Stop-Loss abzusichern.

Ist vielleicht nicht so "sexy", aber man kann ja bei steigenden Kursen auch einfach mal mitschwimmen und muss ja nicht unbedingt immer handeln.

Ein schönes Wochenende!

Kostolany

01.03.2013, 10:49 Uhr

Die Goldenen Zeiten sind vorbei,
die Nervosität der Gold-Investoren ist sichtbar,
insbesondere bei denen , die auf Kredit gekauft haben.
Die werden schon für eine Stampede sorgen.

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