Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.04.2014

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax taumelt ins Ziel

In Frankfurt ging es heute wechselhaft zu. Zunächst sorgten starke Zahlen aus Übersee und Deutschland für steigende Kurse, später rückte die Ukraine-Krise in den Fokus. Der Dax beendet den Handel kaum verändert.

Manöver an der Grenze zur Ukraine - Dax gibt nach

Video: Manöver an der Grenze zur Ukraine - Dax gibt nach

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtAn den Börse müsste es eigentlich blendend laufen – wenn da nicht die Ukraine wäre. Die sich immer weiter verschärfende Krise lässt einige Aktionäre zweifeln und sorgte beim Dax heute für sprunghafte Bewegungen. Nach einer Achterbahnfahrt beendete der Leitindex den Handel mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent auf 9548 Punkten. Zuvor rauschte der Dax über ein Prozent ins Minus. Zu Ende profitierte der Deutsche Aktienindex von den sich erholenden US-Börsen. „Die leicht anziehenden Kurse an der Wall Street helfen uns“, sagte ein Händler.

Die zweite Reihe folgte dem Dax auf seinem unbeständigen Weg. Nach mehreren Auf und Abs beendete der MDax den Handel mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 16.275 Punkte. Der TecDax gab seine Gewinne ab und ging mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 1223 Punkten aus dem Handel.

Auslöser des wechselhaften Handels waren Aussagen Wladimir Putins, nach denen Russland gegen die Ukraine militärische Optionen in Erwägung ziehen könnten, gesetzt der Fall, die Regierung in Kiew würde weiterhin die militärischen Einsätze gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes fortsetzen. Sollte sie ihre sogenannte aktive Phase beginnen und Soldaten gegen die Bevölkerung eingesetzt haben, wäre dies nicht angemessen, sagte er. „Dies wäre schlicht eine Strafaktion, und sie wird natürlich Folgen haben für diejenigen, die die Entscheidung gefällt haben.“

Kurz nach der Pressekonferenz ließ Putin seinen Worten Taten folgen. Nahe der Grenze zur Ukraine haben russische Streitkräfte nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu erste Manöver gestartet.

Im Anschluss brachen die Kurse an den Börsen in New York und Frankfurt ein, während die Gold- und der Ölpreise anzogen. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 109,86 Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg um 0,5 Prozent auf 1289,40 Dollar.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Doch trotz aller Sorgen um die Krise in der Ukraine blicken die deutschen Manager optimistisch in die Zukunft. das belegten heute die neuesten Zahlen zum Ifo-Konjunkturklimaindex. Das Barometer stieg von 110,7 Zählern im März auf 111,2 Punkte im April, wie das Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 110,5 Zähler gerechnet.

„Deutschland befindet sich im Aufschwung“, erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe Reuters. „Die Auftragsbücher sind voll, der Export funktioniert.“ Die Krise zwischen Russland und dem Westen wirke sich im Moment zwar nicht auf die deutsche Wirtschaft aus. „Sie ist aber ein Faktor im Hintergrund“, betonte Wohlrabe.

Apple verzeichnet einen starken Absatz seines Smartphones und kündigte eine Dividendenanhebung und die Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms an. „Die Zahlen geben dem Markt neuen Optimismus“, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Die im Nasdaq gelisteten Apple-Aktien verteuerten sich im US-Geschäft um 8,1 Prozent.

Kommentare (26)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

24.04.2014, 08:36 Uhr

Was Technologiewerte angeht sind die Vorgaben aus USA meiner Meinung nach hervorragend.
Der Ausverkauf im Nasdaq sollte durch die guten Zahlen von AAPL und FB eigtl. gestoppt sein.

Account gelöscht!

24.04.2014, 08:54 Uhr

"Ganz oben auf den Verkaufslisten standen Aktien von AT&T sowie Werte aus der Biotechnologiebranche"
Bitte?

Die vorgelegten Zahlen von Gilead sind sensationell, die von Biogen Idec gut. Dementsprechend gab es bei diesen beiden mature firms auch keinen Ausverkauf GIL $+1.37 & BIIB immerhin $+0.18.

Account gelöscht!

24.04.2014, 10:43 Uhr

Wunderbar der IFO auch gestiegen, die Kaufprogramme sind entprechend losgelaufen. Das reicht nun für April, wünsche euch noch viel Erfolg. Warte nun auf die HV bei der MüRü nächste Woche. Technisch haben sie das rausgeholt was ging aus Futuredax, die nächsten "Nachrichten" sorgen dann wieder für "Überraschungen", wenn keiner damit rechnet. Sonnigen Tag allerseits.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×