Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2012

18:05 Uhr

Börse Frankfurt

Dax taumelt zum Wochenstart

Eine wahrscheinlicher werdende Pleite Griechenlands sorgt für tiefrote Zahlen an Europas Börsen. Auch der Kurssturz spanischer Anleihen reißt den Dax weit ins Minus. An einem verlustreichen Tag glänzen aber Solarwerte.

Dax-Händler blicken skeptisch auf die neue Handelswoche. Reuters

Dax-Händler blicken skeptisch auf die neue Handelswoche.

FrankfurtMit deutlichen Verlusten ist der Dax in die neue Handelswoche gestartet. Am Montag verlor das Börsenbarometer 3,2 Prozent und rutschte auf 6419 Punkte ab. Bereits am Freitag hatte es einen empfindlichen Rücksetzer gegeben. Der deutsche Leitindex war Ende vergangener Woche mit einem Minus von 1,9 Prozent aus dem Handel gegangen. Auch die zweite Reihe verbuchte am Montag Verluste. Der MDax rutschte um 3,5 Prozent auf 10.426 Punkte, der TecDax verlor drei Prozent und notierte bei Börsenschluss bei 745 Zählern.

„Die Euro-Krise sorgt wieder ordentlich für Verunsicherung, vor allem die Diskussion um weitere Finanzhilfen für Griechenland ist heute in aller Munde“, sagte ein Händler. Auch die Finanzprobleme der spanischen Provinzen trügen nicht gerade zur Beruhigung bei, merkte er an.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Die Pleite Griechenlands und der Austritt aus der Euro-Zone wird immer wahrscheinlicher. Angela Merkel ist einem Zeitungsbericht zufolge nicht bereit, Griechenland nochmals Finanzhilfen zu gewähren. Da Athen aber wohl weitere Darlehen von bis zu 50 Milliarden Euro benötige, werde ein Bankrott des südeuropäischen Landes immer wahrscheinlicher, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ .

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wollte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung keine Prognose über einen Verbleib der Griechen in der Euro-Zone abgeben. Sein Kollege Wirtschaftsminister Philipp Rösler gibt dem Land dagegen kaum noch Chancen dafür, wofür er heftige Kritik einstecken muss. Ab Mittwoch will die EZB griechische Staatsanleihen bei Refinanzierungsgeschäften nicht mehr als Sicherheit annehmen. Zuvor wird am Dienstag die Troika aus EZB, IWF und EU in Athen zur Prüfung der bisherigen Sparanstrengungen erwartet.

Athen hinkt hinterher

Euro-Aus für Griechenland rückt näher

Athen hinkt hinterher: Euro-Aus für Griechenland rückt näher

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) will einem Bericht des „Spiegel“ zufolge keine weiteren Griechenland-Hilfe gewähren. Ranghohe IWF-Vertreter hätten der EU-Spitze in Brüssel signalisiert, dass sich der Währungsfonds nicht an weiteren Hilfen für Griechenland beteiligen werde, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe ohne nähere Quellenangabe. Damit werde eine Pleite Griechenlands im September wahrscheinlicher.

Hinzu kommen neue Sorgen um Spanien: Die Region Valencia erklärte, die Zentralregierung in Madrid um Hilfe bei der Schuldenrückzahlung zu bitten, und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy nahm eine frühere Prognose mit Blick auf das Wirtschaftswachstum zurück. Das brachte erneut auch Spaniens Anleihen unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihe kletterte wieder auf über sieben Prozent, ein Niveau, das für einen Staat auf Dauer als nicht finanzierbar gilt.

Die Unsicherheit löste zudem einen neuen Run auf deutsche Bundesanleihen aus, was die zehnjährige Bund-Rendite auf 1,17 Prozent und damit in die Nähe des Allzeittiefs fallen ließ. Die Folge: Der Renditeabstand zwischen zehnjährigen deutschen und spanischen Anleihen markierte ein Rekordhoch von sechs Prozentpunkten. Unter der Risikofurcht litt auch der Euro, der am Montagmorgen mit 1,2085 Dollar ein neues Zweijahrestief markierte und bei Börsenschluss etwas besser bei 1,2117 Dollar stand. Auch gegenüber zahlreichen anderen Devisen gab die Gemeinschaftswährung nach.

Nach den Worten von EZB-Präsident Draghi sei die Gemeinschaftswährung jedoch nicht in Gefahr, auch wenn einige Analysten im schlimmsten Fall mit einem Zusammenbruch des Eurosystems rechneten. „Sie lassen das politische Kapital außer Acht, das unsere politischen Führer in diese Union investiert haben und die Unterstützung der Europäer“, sagte Draghi der französischen Tageszeitung „Le Monde“.

Kommentare (49)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Philip.H

23.07.2012, 07:31 Uhr

Ist es denn so schwer, einen Artikel ohne Rechtschreibfehler zu verfassen?

Account gelöscht!

23.07.2012, 07:33 Uhr

Moin Moin. Der Hamburger ist wieder da. Drei Woche Amerika Rundreise waren echt genial.

Und hier? Habe ich was verpasst? Der DAX scheint ja wieder verrückt gespielt zu haben. Und einige wahrscheinlich gleich mit, die das alles mal wieder vorher wussten.

So Zeit mal wieder gutes Geld zu verdienen. Short auf DAX, MDAX und DOW. Die hohen Stände müssen ausgenutzt werden. Oder ist schon wieder alles eingepreist? ;-)

Account gelöscht!

23.07.2012, 11:34 Uhr

bis 11.32 Uhr 1 Kommentar? Was ist los all ihr Schlaumeier, die ihr mir sonst jeden Tag die Welt erklärt! Hat es euch die Sprache verschlagen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×