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10.01.2014

18:04 Uhr

Börse Frankfurt

Dax testet 9500-Punkte-Marke

Der Dax knackte heute wieder die Marke von 9500 Punkten, musste zum Börsenschluss aber einen Teil der Gewinne abgeben. Der US-Arbeitsmarkt läuft schlechter als erhofft. Reagiert darauf die US-Notenbank?

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FrankfurtNach den deutlichen Verlusten am Donnerstag haben sich die Anleger mit frischem Mut gezeigt. Die deutschen Börsenbarometer konnten dabei große Teile ihrer Verluste wettmachen. Alles bestimmendes Thema, war der US-Arbeitsmarktbericht, der überraschend schwach ausfiel. Dieser sorgte zwar für Verunsicherung, doch auch er konnte den Dax nicht weiter drücken.

Der Dax sprang schon früh über die psychologisch wichtige Marke von 9500 Punkten, gab diese aber nach Veröffentlichung der US-Jobzahlen wieder ab. In Anschluss drückte eine ebenfalls ratlose Wall Street den Dax weiter runter, die Zuwächse schmolzen.

Nichtdestotrotz bewiesen die Anleger Kauflaune. So schloss der Dax bei 9472 Punkten, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht. Die Nebenwerte im MDax notierten ebenfalls 0.6 Prozent fester bei 16.644 Punkten. Der TecDax setzte seinen Anstieg weiter fort und misst nun 1213 Zähler - 1,3 Prozent höher.

Auf dem US-Arbeitsmarkt sind im Dezember überraschend wenige neue Stellen geschaffen worden. Es entstanden nur 74.000 Jobs, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste monatliche Zuwachs seit Anfang 2011. Ökonomen waren von 196.000 Stellen ausgegangen. Die separat erhobene Arbeitslosenquote fiel jedoch auf 6,7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2008. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.

aFingerzeig in Frankfurt: Die heutige Richtung gab der US-Arbeitsmarkt am frühen Nachtmittag vor. Reuters

aFingerzeig in Frankfurt: Die heutige Richtung gab der US-Arbeitsmarkt am frühen Nachtmittag vor.

Die Notenbank Fed hatte jüngst ihre monatlichen Anleihekäufe um zehn auf 75 Milliarden Dollar gedrosselt und damit auf die Erholung am Arbeitsmarkt reagiert. Ende des Monats ergibt sich für die Fed die nächste Gelegenheit zum Eindämmen der Geldflut, die die Börsen weltweit seit langem antreibt.

Viele Experten erwarten, dass die Notenbank um den scheidenden Fed-Chef Ben Bernanke die Anschubhilfen für die Konjunktur um mindestens weitere zehn Milliarden Dollar verringern wird. An der vor mehr als fünf Jahren eingeführten Nullzinspolitik will die Notenbank jedoch auch dann „noch geraume Zeit“ festhalten, wenn die von ihr angepeilte Zielmarke bei der Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent erreicht ist. Mit der Zinswende wird an den Märkten daher erst im Frühjahr 2015 gerechnet.

„Die niedrige Zahl der neuen Jobs ist nach den guten Vormonatsdaten eigentlich nicht zu erklären“, sagte Rainer Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus. „Es handelt sich offensichtlich um einem Ausrutscher, den man nicht überbewerten sollte.“ Die Fed werde sich deswegen sicherlich nicht von ihrer derzeitigen geldpolitischen Strategie abbringen lassen.

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Es gab aber auch Stimmen, die skeptischer reagierten. So ging Erik Welne, Marktanalyst bei FXCM davon aus, dass die schlechten Arbeitsmarktdaten die Fed zu einer abwartenden Haltung zwingen dürften. „Das Tapering dürfte im Februar nicht weitergeführt werden“, sagte er.

Der Dax war mit einem von 0,6 Prozent in den Handel gestartet, welches er bis zum Nachmittag weiter ausbaute, ehe die Arbeitsmarktdaten einen Trendwechsel diktierten. Damit konnte er große Teile der gestrigen Verluste wieder gut machen. Gestern noch hatte eine schwächelnde Wall Street dem deutschen Leitindex in den letzten Handelsstunden deutlich zugesetzt. Er ging mit einem Verlust von 0,8 Prozent aus dem Handel. Die US-Börsen verloren angesichts schwacher Geschäftszahlen aus dem Einzelhandel knapp. Auch die Börsen aus Asien sorgten für schwache Vorgaben.

Kommentare (59)

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alexfiftyfour

10.01.2014, 08:01 Uhr

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Game_Over

10.01.2014, 08:04 Uhr

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alexfiftyfour

10.01.2014, 08:08 Uhr

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