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08.02.2017

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax tritt auf der Stelle

Der Mittwoch war ein weiterer Konsolidierungstag beim Dax. Der deutsche Leitindex erlebte eine Berg- und Talfahrt, zum Handelsschluss lag er aber nur sechs Punkte im Minus. Politische Sorgen dominierten den Handel.

Unsicherheit an den Märkten deutlich zu spüren

Video: Unsicherheit an den Märkten deutlich zu spüren

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FrankfurtDie Sorge um die Zukunft Europas hat auch am Mittwoch die Anleger an den Aktienmärkten in Schach gehalten. Dax und Euro Stoxx 50 notierten zum Handelsende quasi auf dem Vortagesniveau. Das deutsche Börsenbarometer hatte mit 11.543 Punkten ein Minus von 0,1 Prozent, der europäische Auswahlindex ein Plus von 0,1 Prozent.

Ein großes Thema ist die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Zwar gehen derzeit die meisten Börsianer davon aus, dass Marine Le Pen in der Stichwahl am 7. Mai von einem moderaten Kandidaten geschlagen und somit nicht in den Elysee-Palast einziehen werde. „Aber 2016 hat der Markt ja beim Brexit und bei der Wahl von Donald Trump falsch gelegen.“ Die Chefin des rechtsextremen Front National will Frankreich aus der Euro-Zone führen und eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft.

Vor allem am Rentenmarkt sorgt die Unsicherheit für neue Turbulenzen: So driftet der Abstand zwischen den Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen Deutschlands und Frankreichs immer weiter auseinander. Mit 78,8 Basispunkten lag er am Mittwoch so hoch wie seit November 2012 nicht mehr. Viele Anleger ziehen die Bundesanleihen den französischen Papieren vor, da sie von der Bundestagswahl im September keine so gravierenden Einschnitte fürchten. Die AfD, die Le Pen am nächsten stehen dürfte, liegt den Umfragen zufolge mit zehn Prozent hinter den großen etablierten Parteien.

Der Euro drehte nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder mit 1,07 Dollar leicht im Plus. Die Gemeinschaftswährung war am Dienstag angesichts des französischen Wahlkampfes unter Druck geraten.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Im Dax standen die Aktien der Lufthansa nach einer Kaufempfehlung mit einem Plus von 3,4 Prozent an der Spitze. Die Analysten der Societe Generale hatten die Aktien auf „buy“ von „hold“ hochgestuft. Zugleich senkten sie aber ihre Empfehlung für die im MDax gelisteten Fraport. Die Titel des Flughafenbetreibers fielen um 0,8 Prozent.

Gewinnmitnahmen machten nach einer freundlichen Eröffnung den Aktien von Osram zu schaffen. Die Zahlen seien aber gut gewesen, sagte ein Händler. „Das ist Verkaufen nach guten Nachrichten, und einige haben wohl auf eine Erhöhung der Prognose gehofft.“

Gesucht waren dagegen die Aktien von Hochtief, die sich um 0,8 Prozent verteuerten. Cimic, die australische Tochter des Baukonzerns, hatte die Anleger in Sydney mit ihrer Bilanz und dem Ausblick begeistert. Ihre Papiere stiegen um 7,6 Prozent.

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Vier renommierte Charttechniker sind sich einig: In der ersten Jahreshälfte dürften die Börsen weiter steigen. Vor allem den MDax sehen sie in Hochform. Doch die Sorglosigkeit der Anleger könnte zum Problem werden.

In Paris bauten die Anleger auf das Zahlenwerk von Vinci: Europas größter Baukonzern hatte für das laufende Jahr höhere Einnahmen und Gewinne angekündigt. Zudem waren Gewinne und Umsatz 2016 höher als erwartet ausgefallen.

Kommentare (1)

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08.02.2017, 15:05 Uhr

"Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
@ Marc Hofmann
Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

@Max Marx
ich poste keine Märchen,
sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
Danke

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