Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.09.2013

18:13 Uhr

Börse Frankfurt

Dax trotzt dem „Angstmonat“

Der Dax konnte heute zwar nicht im Plus schließen, auf Monatssicht präsentiert er sich allerdings in prächtiger Verfassung. Die kommenden Tage könnten dennoch problematisch werden. Vor allem aus den USA droht Ungemach.

Druck von allen Seiten zum Wochenstart

Video: Druck von allen Seiten zum Wochenstart

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtEs bleibt eben doch eine Theorie und die wird in der Praxis mal wieder nicht bestätigt: Der September, der unter Börsianern als „Angstmonat“ gilt, gehört in diesem Jahr bislang zu den besten Monaten überhaupt. Der Dax erreichte in diesem Monat nicht nur sein neues Allzeithoch von 8770 Punkten, sondern legte auch eine ordentliche Monatsbilanz hin. In den vergangenen 30 Tagen kletterte der Leitindex um knapp acht Prozent – die beste September-Performance in der Geschichte des Deutschen Aktienindex.

Zum Abschluss des Monats geriet der Dax allerdings unter Druck. Schon zu Handelsbeginn zogen am Montag negative Meldungen aus Italien und den USA den Leitindex ins Minus. Zwischenzeitlich sorgte die schwache Eröffnung der Wall Street für größere Verluste. Sein Tagestieg markierte der Dax bei 8547 Punkten. Gegen Ende konnte der Index seine Verluste etwas reduzieren und schloss bei einem Kurs von 8594 Punkten knapp 0,8 Prozent tiefer.

Ratings der europäischen Länder (Buchstaben A - M)

Albanien

S&P Rating: B+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: B1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Andorra

S&P Rating: A-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Fitch Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Bulgarien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Dänemark

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Island

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Kroatien

S&P Rating: BB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Lettland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Positiv

Liechtenstein

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Litauen

S&P Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Mazedonien

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moldawien

Moody's Rating: k.A.
Ausblick: k.A.

Montenegro

S&P Rating: BB-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba3
Ausblick: Stabil

In der zweiten Reihe fielen die Verluste geringer aus. Der MDax sank um 0,3 Prozent auf 15.034 Punkte. Der TecDax gab 0,4 Prozent nach auf 1083 Zähler. Aus Übersee bahnen sich Schwierigkeiten an. Finden die zerstrittenen Demokraten und Republikaner keinen Kompromiss im US-Haushaltsstreit, droht ein finanzieller Kollaps. Gelingt bis zum Beginn des neuen Haushaltsjahres heute um 0.00 Uhr keine Lösung, kommt es zum gefürchteten „government shutdown“. Bis zu eine Million Bundesangestellte müssen dann in den Zwangsurlaub. Noch viel kritischer wäre die Lage an den Anleihemärkten, da die USA ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze ihre Staatspapiere nicht mehr bedienen könnten.

Im US-Etatstreit sei zwar bislang keine Einigung in Sicht, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Man soll die Hoffnung aber nicht ganz aufgeben: 'Eigentlich kann kaum einem Politiker etwas daran liegen, für massive Einschränkungen im Staatsapparat sowie deren ökonomischen Folgen verantwortlich zu sein.“ Einziger Lichtblick ist der Einkaufsmanagerindex aus Chicago, der mit 55,7 Punkten höher als erwartet notiert. Experten prognostizierten einen Wert von maximal 53,7.

Doch nicht nur die USA bereiten den Anlegern Sorgen. Gerade die ungewisse Zukunft in Italien belastet den Handel an den europäischen Börsen. Denn Silvio Berlusconi sorgt mal wieder für Aufruhr. Die Minister seiner Partei verlassen das Kabinett und stürzen die Regierung um Enrico Letta an der Rand von Neuwahlen. Am Mittwoch wird das Parlament voraussichtlich die Vertrauensfrage stellen. Letta hofft auf Abweichler aus dem Berlusconi-Lager und bei der Opposition.

„Sollte in Italien durch einen Regierungswechsel, durch Neuwahlen oder sonst wie die Reformpolitik endgültig zu Grabe getragen werden, steht die Rettungsstrategie Europas mal wieder auf dem Prüfstand“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann.

An den Börsen reagierten die Anleger geschockt. Der Leitindex in Mailand rauschte zu Beginn mit 2,5 Prozent in die Tiefe, konnte sich beim Handelsschluss aber mit minus 1,2 Prozent fangen. Auch auf dem Anleihemarkt waren die Investoren auf dem Rückzug. Der BTP-Future fällt zur Eröffnung um bis zu 166 Ticks auf 108,79 Punkte. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Bonds von 4,424 auf 4,575 Prozent am Freitag.

Wie groß die Nervosität an den Märkten ist, zeigt auch der VDax. Dieser Index misst die Volatilität an der Börse in Frankfurt und ist damit ein Indikator für die Nervosität an den Börsen. Der Index schloss mit satten elf Prozent und notierte damit so hoch wie zuletzt vor zwei Wochen.

Kommentare (51)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Programmierer

30.09.2013, 07:46 Uhr

Gott sei Dank kann man endlich wieder mal billig nachkaufen.
Obwohl USA und Italien schon letzte Woche bekannt waren ging es ja leider nie richtig runter.
Ich freue mich darauf,hatte ja wie am Freitag erwähnt meine long Positionen geschlossen.
Jetzt geduldig abwarten bis die nervösen Maschinen abverkauft haben und dann schön billig rein.
Diese Rücksetzer muß man nutzen auf dem Weg nach oben für die maximale Geldvermehrung.

Haut_rein

30.09.2013, 07:56 Uhr

"Der Dax fällt auf 8600 Punkte"

Nach diesem Crash auf die 8600 sollte man gnadenlos einsteigen, da der DAX ja bekanntlich auf dem Weg gen Orbit ist.

Programmierer

30.09.2013, 08:30 Uhr

Sehr geehrter Game-Over,ähh Haut_rein

anscheinend haben Sie sich noch nicht lange mit Börse beschäftigt.
Wenn Der Dax von ca. 8660 auf knapp unter 8600 fällt
spricht man noch nicht von einem Crash.
Was sind denn schon 100 Punkte Rücksetzer im Verhältnis was der Dax in den letzten Wochen zugelegt hat.
Wenn es nur nach oben ginge könnte man ja nie billig nachkaufen.
Vielleicht haben Sie irgendwo die Möglichkeit sich den Daxchart seit einem Jahr anzuschauen.
Da würden Sie erkenn das es immer Dellen nach unten gab aber die übergeordnete Tendenz geblieben ist.
Börse ist keine Einbahnstraße, man muß aber seine Chancen nutzen und nicht jammern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×