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30.05.2016

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verlässt Handel mit Gewinnen

Der schwächelnde Euro hat Hoffnungen auf bessere Exportgeschäfte der deutschen Firmen geschürt und so den Dax gestützt. Offenbar geraten viele Börsen-Pessimisten, die auf fallende Kurse gesetzt haben, in eine Schieflage.

Ende ultralockerer Geldpolitik nicht zu erwarten

Video: Ende ultralockerer Geldpolitik nicht zu erwarten

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FrankfurtAm deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag im insgesamt ruhigen Handel fast alles um geplante Übernahmen gedreht. Der Dax baute ein Plus aus der vergangenen Woche mit einem Zugewinn von 0,5 Prozent auf 10.333Punkte weiter aus. Dabei wurde der Leitindex auch vom schwachen Euro gestützt. „Die Handelsumsätze sind aufgrund der Feiertage in Großbritannien und den USA aber nicht sehr hoch“, sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank in Frankfurt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen trat bei 20.801 Punkten auf der Stelle. Der Technologiewerte-Index TecDax kam mit plus 0,1 Prozent auf 1691 Punkte kaum vom Fleck, während der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 um 0,4 Prozent vorrückte.

„Am deutschen Aktienmarkt hat der Wind gedreht”, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Offenbar geraten viele, die auf weiter fallende Kurse gesetzt haben, in eine massive Schieflage.” In den kommenden Tagen könnten daher zusätzliche Investoren gezwungen werden, sich mit Aktien einzudecken, um ihre Verluste zu minimieren.

Während die erfreulich ausgefallenen Daten zum Wirtschaftsvertrauen der EU-Kommission im Mai an diesem Tag kaum Impulse brachten, half stattdessen laut Händler Engelmann der schwache Euro. Wegen der Aussicht auf bald steigende Leitzinsen in den Vereinigten Staaten war der US-Dollar am Freitag gestiegen und hatte so den Euro unter Druck gebracht.

Ausgelöst hatte diese Entwicklung US-Notenbankchefin Janet Yellen mit den Worten, dass die US-Wirtschaft allmählich besser laufe und eine Zinsanhebung in den kommenden Monaten wohl angemessen wäre. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs nun auf 1,1139 (Freitag: 1,1168) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8954) Euro.

„Yellens Aussagen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Juni oder Juli und stützen den Dollar”, sagte Devisenstratege Nils Christensen von der Nordea Bank. Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit eines Schritts im Juni lediglich bei 28 Prozent, weil die Fed wenige Tage vor dem britischen Brexit-Referendum, dessen Ausgang als ungewiss gilt, über ihre Geldpolitik berät. Für Juli liegt die Quote bei 61 Prozent.

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