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15.01.2016

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verliert 250 Punkte

VonIlias Stampoulis

2016 herrscht Krisenstimmung: Chinas Börsen sacken weiter ab, der Ölpreis verliert fünf Prozent. Auch der Dax bekommt die Turbulenzen zu spüren. Er schließt nur knapp über 9500 Punkten.

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FrankfurtEs hat nur den halben Januar gedauert, aber bereits jetzt ist der gesamte Vorjahresgewinn des Dax dahin. Die Märkte finden wegen der Schieflage der chinesischen Wirtschaft und dem dadurch verursachten Börsencrash einfach nicht zu Ruhe. Vor allem der immer tiefer stürzende Ölpreis verunsichert die Anleger grundlegend. In Frankfurt schloss der Dax 2,5 Prozent tiefer bei 9.545 Punkten, nachdem die Hoffnung auf Entspannung durch schwache US-Konjunkturdaten enttäuscht wurde. Zeitweise war der Leitindex auf ein neues Jahrestief von 9459 Punkten gefallen, aktuell belaufen sich seine Verlust für 2016 bereits auf rund elf Prozent.

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So schlecht war die Stimmung der Anleger noch nie. Die gute Laune und der Optimismus der Börsianer sind völlig verflogen, zeigt die aktuelle Dax-Umfrage. Doch wie geht es weiter? Nachhaltige Baisse oder Bodenbildung?

Die Unsicherheitsfaktoren im Januar sind derzeit einfach zu stark. Seit die Märkte heftig auf abermals schwache Indikatoren aus China reagierten herrscht an den Börsen Konjunkturpessimismus. Aus der Sorge um die Lage der Weltwerkbank erwuchs schnell auch die Furcht vor einem Börsencrash im Reich der Mitte, der bisher nur durch massive Stützungsmaßnahmen der Pekinger Währungshüter verhindert wurde. Die Preise für Rohstoffe purzeln auf Mehrjahrestiefe, vor allem der frappierend fallende Ölpreis erschüttert das Parkett.

Seinen Sturz unter die 30-Dollar-Marke und den Stand von vor zwölf Jahren ist auch Ausdruck mangelnder Nachfrage und nicht mehr nur massiven Überangebots. Angesichts dessen ist es nur nachvollziehbar, wenn etwa die Analysten der Postbank schreiben: „Klar positionieren möchte sich augenscheinlich niemand“. Händler begründeten die heutige Verbilligung des wichtigsten Rohstoffes auch mit der Sorge um eine ansteigende Fördermenge, sollte der Westen seine Sanktionen gegen den Iran im Sommer aufheben.

Nicht nur in Frankfurt, auch an der Wall Street leuchteten die Anzeigetafeln im Handelssaal tiefrot, nicht zuletzt wegen schwacher US-Konjunktur. So waren die Einzelhandelsumsätze im normalerweise starken Dezember um 0,1 Prozent zurückgegangen, die Industrieproduktion lies stärker nach als prognostiziert. Im aufgebrachten Umfeld führen schon die leicht schwachen Daten für massive Verkäufe und zeugen damit von der Angespanntheit der Akteure.

Kommentare (60)

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15.01.2016, 07:45 Uhr

Wer ist der "der Anleger"? Dem richtigen Anleger ist es egal ob er rot,schwarz oder lila sieht, denn er plant langfristig.
Wer wie ich seit über 50 Jahen in die internationalen Prämiumaktien investiert, der kann über solche Wasserstandsmeldungen nur lachen.
Bei Schwäche nachkaufen und sich übe die Dividende freuen.
Nie vekaufen,denn nur wer Verluste realisiert der macht Verluste.

Account gelöscht!

15.01.2016, 08:06 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Stephan Fehlmann

15.01.2016, 08:54 Uhr

Das Problem ist, solche Langfristinvestoren wie Sie und ich beide sind, sind bald an einer Hand abzuzählen. Es geht heute nur noch um den schnellen Gewinn, der in einigen Tagen eingefahren sein muss. Jede noch so unrelevante Wirtschafts- Meldung wird bereits dazu veranlasst, sich wieder von Aktien zu trennen. Es sind übrigens die Grossinvestoren (Gambler), die die Märkte täglich bewegen. In Las Vegas wäre diese Horde irgendwie besser aufgehoben, dort könnte sie die Sau so richtig rauslassen. Mit Anlegen hat das Aktieninvestieren leider längst nichts mehr zu tun!

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