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13.11.2015

17:38 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verliert diese Woche fast 300 Punkte

Es sieht so aus als sei die Oktober-Euphorie am Markt endgültig vorbei. Der Dax fällt auch am Freitag und verliert die 11.000 Punkte aus den Augen.

Tag an den Börsen

Miese Stimmung an der Börse

Tag an den Börsen: Miese Stimmung an der Börse

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FrankfurtNach starken Kursgewinnen im Oktober fiel der Dax bis zum Freitag um 0,7 Prozent auf 10.708 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet das ein Minus von fast drei Prozent oder 300 Punkten. Es ist die erste Woche mit Verlusten nach einer Rally mit fünf Gewinnwochen in Folge.

Im Moment scheint es wenig am Markt zu geben, was die Anleger zu weiteren Käufen inspiriert. Auch die Aussicht auf eine weitere geldpolitischen Lockerung seitens der EZB scheint inzwischen in den Kursen eingespeist.

Die schwärzesten Tage des Dax: 1989-2001

Was zeichnet einen Crash aus?

Eindeutige Kriterien für einen Crash gibt es nicht - außer Panik, hohe Umsätze und hohe Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließ, gab es den Dax noch nicht. Er wurde erst am 1. Juli 1988 erstmals berechnet. Die höchsten Verluste des Dax seither:

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

Ein später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den Dax um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

Als Mario Draghi am Donnerstag seine Absichten bekräftigte, notfalls mit weiterer Lockerung gegen die mageren Inflationsraten vorzugehen, vor dem Europaparlament verteidigte, schreckte das die Börsen nur sehr kurz auf. Ansonsten hieß es für die Anleger: verkaufen.

Grund für Besorgnis lieferten den Anlegern die Konjunkturdaten der größten Volkswirtschaften Europas: Deutschland. Das BIP im vergangenen Quartal um 0,3 Prozent gewachsen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 0,4 Prozent. Die stark exportorientierte Wirtschaft leidet unter der schwächelnden Weltkonjunktur.

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