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13.04.2012

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verliert mehr als 150 Punkte

Der Dax verabschiedet sich mit einem kräftigen Verlust. Anleger sorgen sich um die Konjunktur. Die Renditen für spanische Staatsanleihen steigen. Ein Börsianer warnt: „Das ist die lang erwartete Korrektur.“

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfDer deutsche Leitindex ging am Freitag mit einem Abschlag von 2,4 Prozent auf 6.583 Punkte aus dem Handel, auf diesem Niveau hatte er zuletzt Ende Januar notiert. Binnen Wochenfrist ging es damit um über zweieinhalb Prozent abwärts.
Der MDax gab am Freitag um 1,7 Prozent auf 10.494 Punkte nach, während die Verluste im TecDax mit minus 0,6 Prozent auf 777 Punkte etwas moderater ausfielen

Händlern zufolge wurden im Dax weitere Verkäufe ausgelöst, nachdem der Index unter die charttechnisch wichtige Marke von 6.600 Punkten gefallen war. „Das ist jetzt die Korrektur am Aktienmarkt, auf die viele Anleger lange gewartet haben“, sagte ein Börsianer. Dass die Stimmung der US-Verbraucher im April zufolge leicht gesunken ist, trug Händlern zufolge auch nicht zur Beruhigung bei.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:09 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

CSI 300 (China)

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Enttäuschende Wachstumszahlen aus China hatten den Anlegern an den europäischen Aktienmärkten schon am Vormittag einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Für den Leitindex einer klassischen Exportnation wie Deutschland ist das alles andere als Wasser auf die Mühlen“, kommentierte Marktstratege Gregor Kuhn von IG Markets die Daten.

Das Wirtschaftswachstum ist im ersten Quartal 2012 auf den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren gefallen. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Zuwachs bei 8,1 Prozent, wie aus offiziellen Angaben vom Freitag hervorgeht. Der vergleichsweise geringe Wert war erwartet worden. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die zweitgrößte Wirtschaft der Welt im Laufe des Jahres neuen Schwung aufnehmen wird. Im Jahr 2010 hatte China einen Rekordwert von 10,4 Prozent Wachstum erreicht.

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Auch wiederaufkommende Zweifel an der Finanzkraft Spaniens und Italiens haben die Märkte bewegt. Zehnjährige spanische Papiere rentierten knapp unter sechs Prozent (spätes Vortagesgeschäft: 5,82). Italienische Zehnjährige rentierten um 5,5 (5,4) Prozent.

Auslöser für die zunehmende Skepsis waren Daten von der EZB am heutigen Morgen, die zeigten, dass sich spanische Banken im März die Rekordsumme von mehr als 316 Milliarden Euro der EZB geliehen haben. Das war nahezu doppelt so viel wie noch im Februar.

„Hohe Refinanzierungskosten und ein schwieriger Marktzugang werden für die spanischen Banken noch einige Zeit die größten Herausforderungen bleiben“, hieß es in einem Kommentar von Fitch. Zudem erreichten spanische Kreditausfallversicherungen (CDS), nach Aussage der Nachrichtenagentur Reuters, erstmals die Marke von 500 Basispunkten, dies entspricht einem Plus von 23 Basispunkten.

Kommentare (86)

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Prophet.56-07-188

13.04.2012, 08:51 Uhr

DAX-Tendenz orientierungslos bis langweilig.

Account gelöscht!

13.04.2012, 08:56 Uhr

Das Handelsblatt sollte sich die Bayer-News mal vornehmen. Könnte interesant sein .....

Account gelöscht!

13.04.2012, 09:18 Uhr

so die Chinablase von gestern ist geplatzt. Ach ne, wenn die Wirtschaftsdaten schlecht sind, steigt ja immer die Hoffnung auf die jeweiligen Notenbanken. So ein Blödsinn. Soros sagt es ganz richtig: in den nächsten zwei Wochen könnte es Europa richtig an den Kragen gehen. Alcoa/Google hin oder her.

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