Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.05.2011

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verliert über 100 Punkte

Der Dax geriet am Mittwoch unter die Räder. Selbst gute Unternehmenszahlen konnten die Talfahrt nicht bremsen. Eine Aktie aus dem MDax verlor mehr als zehn Prozent.

Gute Quartalsberichte von Henkel, BMW und Linde bescherten dem Dax nur einen kurzen Lichtblick und sorgten eher für Gewinnmitnahmen. Quelle: dpa

Gute Quartalsberichte von Henkel, BMW und Linde bescherten dem Dax nur einen kurzen Lichtblick und sorgten eher für Gewinnmitnahmen.

Frankfurt/DüsseldorfFür den Dax ging es im Laufe des Nachmittags steil bergab. Der Index fiel um 1,7 Prozent auf 7.373 Punkte aus dem Handel. Auch die Werte in der zweiten Reihe mussten erneut Verluste hinnehmen. Der MDax verlor 1,6 Prozent auf 10.581 Punkte. Der TecDax konnte zwischenzeitlich Gewinne verzeichnen, drehte dann aber wieder und schloss bei einem Minus von 0,5 Prozent auf 917 Punkte.

"Händler sind beunruhigt, dass die jüngsten Mehrjahres-Hochs bei den großen Indizes der wirtschaftlichen Fundamentalentwicklung vorausgeeilt sind", sagte Jonathan Sudaria, Händler bei der London Capital Group. "Gewinnmitnahmen dürften zu den Kursrückgängen beitragen", ergänzte er.

Dies dürfte vor allem auf die Dax-Titel zutreffen, die im Laufe des Tages eine Flut von überaus positiven Quartalsberichten vorlegten, aber kaum Gewinne verzeichnen konnten. Ein Händler kommentierte, dass die Erwartungen an die Unternehmen sind sehr hoch seien und deshalb selbst Geschäftszahlen am oberen Ende der Prognosespanne zu Gewinnmitnahmen führten. "Man muss allerdings auch sehen, dass der Markt sich auf sehr hohem Niveau stabilisiert", ergänzte er.

Schlechtere US-Konjunktur belastet die Märkte

Sorgen um die US-Konjunktur drückten die Kurse in den USA und brachten auch in Deutschland die Märkte weiter unter Druck. In den Vereinigten Staaten war die Beschäftigung im Privatsektor im April schwächer als erwartet gestiegen. Der viel beachtete Index des Institute for Supply Management (ISM) für das nicht-verarbeitende Gewerbe fiel im April unerwartet auf 52,8 Punkte und damit den tiefsten Stand seit August 2010 zurück. "Offensichtlich gibt es Belastungen der Konsumenten von seiten hoher Energiekosten, die für eine gedrückte Stimmung im Servicesektor verantwortlich sind", kommentierte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Markus

04.05.2011, 17:44 Uhr

Angesichts der FED Politik braucht man sich keine Sorgen zu machen.
QE 3 ist schon in Planung, und das wird auch kommen. Wenn vielleicht nicht gleich im Juni, aber es kommt!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×