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12.08.2015

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verliert wegen China-Sorgen fast 400 Punkte

Der Bär ist los. Die chinesische Regierung hat die Anleger mit der Abwertung der Landeswährung Yuan vor den Kopf gestoßen. Experten befürchten den Beginn eines Krieges um die billigste Währung.

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FrankfurtChina hat die europäischen Börsen im Griff: Am Dienstag ließen die Pekinger Notenbanker den Yuan um zwei Prozent abwerten, um die chinesische Wirtschaft international wettbewerbsfähig zu halten und die Konjunktur über die Exporte wieder anzukurbeln. Am Mittwoch setzte die Notenbank den Yuan-Kurs nochmals 1,6 Prozent tiefer als am Vortag. Auf dem Börsenparkett sorgte das für Krisenstimmung. Der Dax eröffnete 1,3 Prozent im Minus bei 11.151 Punkten. Am Nachmittag rutschte der Index bis zu 3,5 Prozent nach unten und schloss 3,3 Prozent tiefer bei 10.924 Punkten.

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Wegen der Turbulenzen aus Fernost gerieten auch die deutschen Autowerte am Mittwoch erneut unter die Räder: Die Aktien von Daimler verloren rund 4,8 Prozent, die von BMW büßten 3,3 Prozent ein. Volkswagen -Papiere gaben gut 3,3 Prozent ab. Analyst Stuart Pearson von der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas rechnet bis ins kommende Jahr hinein mit schwachen Margen der Autobauer in China. Vor allem die deutschen Hersteller stünden in der Schusslinie, warnte der Experte.

Abgeschlagenes Schlusslicht im Dax waren die Aktien von Henkel, die rund neun Prozent an Wert einbüßten. Der Konsumgüterkonzern habe mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen etwas verfehlt, schrieb Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank.

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Dagegen konnten die Eon-Aktien trotz eines eher verhaltenen Berichts als einziger Dax-Wert ein zartes Plus von 0,1 Prozent verzeichnen. Am Nachmittag, nachdem alle Dax-Werte ins Minus rutschte, waren die Verluste von Eon mit 0,3 Prozent am geringsten. Der größte deutsche Energiekonzern bleibt im Tagesgeschäft auf Talfahrt. Im ersten Halbjahr sackte der operative Gewinn um 13 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro ab. Dabei machten dem Konzern weiter die wegbrechenden Gewinne der klassischen Stromerzeugung zu schaffen. Dass unter dem Strich der Überschuss dennoch um 40 Prozent zulegte, verdankte Eon geringeren Zins- und Steuerlasten sowie Bewertungseffekten.

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Kommentare (12)

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Herr Tom Bauer

12.08.2015, 09:14 Uhr

Der Dax im Kreuzfeuer eines Wettlaufs der Währungsabwertungen?
Weitere 1,6 % staatlich verordneter Abwertung nach einem angeblich einmaligen Schritt von 2 % vom Vortag?
1.) was soll man überhaupt von Aussagen chinesischer Ofizieller halten. Egal ob Wirtschaftswachstum oder Währungsausagen.
2.) Was bedeuten die 3,6 % in Summe an Abwertung, wenn in den letzen 12 mon 20 % gewonnen wurden?
3.) Wird die Wirtschaft in China jetzt schrumpfen?
Wieder einmal Fragen über Fragen! Keiner kennt die Antworten, keiner die Effekte.
Dennoch wird dadurch die Börse bewegt.
Mitmachen und dadurch eine schnelle Mark machen? Traue ich mmir nicht zu.
Deswegen: Ruhe bewahren, dabeibleiben und ab an der Baggersee.

Account gelöscht!

12.08.2015, 10:33 Uhr

Es gab einmal Zeiten, da hatte der Börsenhandel (nicht das langfristige Aktien-Investieren) etwas mit Charts und ähnlichen Blödsinn zu tun. Heutzutage geht es nur noch darum, wer das beste Handelssystem und die schnellste Serveranbindung zur Börse hat.

Herr Werner Wilhelm

12.08.2015, 10:54 Uhr

Reuters mal wieder. Wenn chinesische Banken den massiv gehorteten US-Dollar verkaufen, dann ist das keine Maßnahme um den Yuan abzuwerten, im Gegenteil.

Der Sinn der Sache für die Chinesen ist die: Der Yuan wird international abgewertet, und damit die USA deswegen nicht wieder Feuer speien wird der US-Dollar abgewertet.

Dann wird ein Schuh daraus. Das HB sollte grundsätzlich die Wirtschaftsnachrichten von Reuters nicht unbearbeitet übernehmen.

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