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19.04.2017

18:08 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verteidigt 12.000-Punkte-Marke

Der Dax hat am Mittwoch mit der 12.000-Punkte-Marke gekämpft – und gewonnen: Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus. Doch die Unsicherheit über die Wahlen in Frankreich und Großbritannien belasten die Börsen.

Börse am Abend

Dax hält die 12.000 Punkte Marke

Börse am Abend: Dax hält die 12.000 Punkte Marke

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FrankfurtDer Dax hat am Mittwoch moderat zugelegt und somit die Marke von 12.000 Punkten verteidigt. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 12.016 Punkten. Noch vor zwei Wochen war der deutsche Leitindex bis auf 15 Punkte an sein Rekordhoch bei 12.390 Punkten aus dem April 2015 herangekommen.

Die zaghafte Erholung nach dem klaren Vortagesverlust wurde nach Einschätzung von Marktbeobachtern gebremst von der anhaltend weltpolitischen Unsicherheit, dem engen Rennen um die französische Präsidentschaft und den überraschend angekündigten Neuwahlen in Großbritannien.

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Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, sank um 0,19 Prozent auf 23.992 Punkte. Hauptgrund für das negative Vorzeichen war ein massiver Kursverlust beim Online-Modehändler Zalando wegen enttäuschend aufgenommener Ergebniskennziffern. Der Technologie-Index TecDax gewann 0,63 Prozent auf 2.014 Punkte.

„Auch wenn der Dax die 12.000er Marke zurückerobern kann, der Schwung ist für den Moment erstmal raus“, sagte CMC-Stratege Jochen Stanzl. „Geopolitische Sorgen, schwache US-Konjunkturdaten und Unsicherheiten rund um die anstehenden Wahlen in Frankreich belasten die Börsen“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Wenige Tage vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl am 23. April liegen die vier aussichtsreichsten Kandidaten in Umfragen fast gleichauf. Ein Sieg der Europa-Kritikerin Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National bei der Stichwahl am 7. Mai würde die Börsen Experten zufolge ins Chaos stürzen.

Einen Monat nach den Franzosen stimmen die Briten über ein neues Parlament ab. Die überraschende Ankündigung von Premierministerin Theresa May hatte das Pfund Sterling am Mittwoch zeitweise auf ein Sechseinhalb-Monats-Hoch von 1,2904 Dollar gehievt. „Eine mögliche Erklärung ist, dass die Neuwahlen als Referendum über die konkrete Brexit-Ausgestaltung gesehen werden und May im Wahlkampf mit einem entschärften Plan antreten wird“, schrieben die Analysten der BayernLB in einem Kommentar.

Aus Branchensicht standen die Papiere von Autoherstellern in der Anlegergunst oben. So bauten die VW-Vorzugsaktien ihre deutlichen Vortagesgewinne um 1,6 Prozent aus. Nach der Vorlage guter Eckdaten für das erste Quartal waren die Papiere der Wolfsburger tags zuvor um knapp 4,5 Prozent nach oben geschnellt. Analyst Tim Schuldt von der Investmentbank Equinet hält nach „deutlich besseren Ergebnissen“ im Auftaktquartal eine Aufstockung der Jahresziele für wahrscheinlich. Nach einer positiven Absatzprognose für den chinesischen Markt gewannen die Aktien von BMW 1,3 Prozent.

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