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12.10.2015

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verteidigt Marke von 10.000 Punkten

Der Jubel über die aufgeschobene Zinswende der Fed ist abgeklungen. Dafür verbuchen die beiden Versorger RWE und Eon kräftige Kursgewinne – und geben so dem Dax Oberwasser.

Börse am Abend

Riesen-Plus bei RWE – BMW-Verkauf in China wieder besser

Börse am Abend: Riesen-Plus bei RWE – BMW-Verkauf in China wieder besser

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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat am Montag uneinheitlich geschlossen und damit einen durchwachsenen Start in die neue Woche hingelegt. Der Dax verteidigte auch dank der Kurssprünge bei den Versorgern die Marke von 10.000 Punkten und endete 0,23 Prozent höher bei 10.119,83 Zählern. Die anderen wichtigen Indizes schlossen hingegen im Minus. Der MDax mittelgroßer Unternehmen verlor 0,74 Prozent auf 20 050,04 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,40 Prozent auf 1755,96 Punkte nach unten.

Dennoch könne man weiterhin von einem goldenen Oktober sprechen, glaubt Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Die Anleger gingen weiterhin davon aus, dass die jüngste Erholung von der 25-prozentigen Dax-Korrektur „nun nahtlos in eine Jahresendrally übergeht“. Paciorek verwies dabei auf die Geldpolitik als Stützungsfaktor. So habe die chinesische Zentralbank am Wochenende die Kreditvergabe an Geschäftsbanken weiter gelockert. Zudem sende die US-Notenbank versöhnliche Signale aus, in diesem Jahr wohl nicht mehr die Zinsen zu erhöhen.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Zunächst hatte die Freude der Anleger über eine mögliche Verschiebung der US-Zinswende und weitere Konjunkturhilfen der chinesischen Notenbank nachgelassen. Die kräftigen Kursgewinne von RWE und E.ON stützten den Dax allerdings, der 0,3 Prozent auf 10.127 Punkte zulegte. Der EuroStoxx50 gab dagegen 0,1 Prozent auf 3246 Zähler nach.

„Die Abkühlung der Weltwirtschaft wäre kein so großes Problem, wenn sie nicht zu einer Zeit käme, da das Vertrauen in die Notenbanken, effektive Lösungen zu bieten, bröckelt“, betonte Didier Saint-Georges, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Carmignac. Andreas Paciorek, Analyst des Online-Brokers CMC Markets, äußerte sich ähnlich. "Zu wenig Beweise lieferten die Konjunkturdaten in den vergangenen Monaten dafür, dass niedrige Zinsen und damit billiges Geld allein ausreichen, um die Weltwirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. Im Gegenteil, die Bilanzen der Unternehmen zum dritten Quartal könnten hier eine andere Sprache sprechen."

Nach eine Reihe enttäuschender Konjunkturdaten gehen Börsianer inzwischen davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen frühestens im März 2016 anheben wird. Dies setzte dem Dollar am Montag erneut zu. Der Euro verteuerte sich um 0,2 US-Cent auf 1,1375 Dollar. Aussagen von Mario Draghi bremsten den Kursanstieg allerdings. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte am Freitag betont, bei Bedarf das Wertpapier-Ankaufprogramm ausweiten zu wollen. An den Börsen wird wegen der schwächelnden Konjunktur in der Euro-Zone seit längerem darüber spekuliert.

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