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24.09.2015

17:53 Uhr

Börse Frankfurt

Dax verzeichnet tiefsten Schlusskurs 2015

Nach der VW-Affäre versetzt nun auch BMW die Anleger wegen überhöhter Abgaswerte in Angst und Schrecken. Die Aktie rutscht ans Dax-Ende. Auch der gesamte Index schließt so tief wie seit Jahresbeginn nicht mehr.

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Da helfen auch keine Dementi: Abgas-Skandal zieht BMW nach unten

Börse am Abend: Da helfen auch keine Dementi: Abgas-Skandal zieht BMW nach unten

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FrankfurtEigentlich war der Start in den Handelstag durchaus vielversprechend. Es schien, als habe sich der Dax von der VW-Affäre erholt – und erfreuliche Konjunkturdaten aus dem ifo-Geschäftsklima-Index im September sorgten für ein Plus zu Beginn. Dann die nächste Hiobsbotschaft über mögliche Manipulationen bei BMW. Der Dax-Index – am Morgen noch mit bis zu 9707 Punkten leicht im Plus – rutschte zuletzt rund 1,9 Prozent ins Minus auf 9.427 Punkte. Das ist der tiefste Schlusskurs des gesamten Jahres 2015.

Die BMW-Aktien – im Dax schwerer als die von VW gewichtet – sind am Donnerstag nach einem Vorabbericht der „Auto-Bild“ über angeblich ebenfalls überhöhte Abgas-Werte bei Diesel-Fahrzeugen massiv unter Druck geraten. Die Aktien brachen ein und lagen gegen Tage rund 5,1 Prozent im Minus bei 76 Euro. Zwischenzeitlich belief sich das Minus gar auf neun Prozent.

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„Der Bericht über möglicherweise überhöhte Abgaswerte auch bei BMW hat viele Anleger beunruhigt“, sagte ein Händler. „Es wäre komisch, bei geschönten Werten nur an VW zu denken. Da werden sicher nicht alle anderen als Heilige in den Himmel kommen“, erklärte Robert Halver von der Baader Bank.

„Auch der BMW X3 xDrive 20d hat bei Straßentests des International Council on Clean Transportation (ICCT) die europäische Abgasnorm (Euro-6-Grenzwert) um mehr als das 11-Fache überschritten“, schrieb die Zeitung. „Es gibt bei BMW keine Funktion zur Erkennung von Abgaszyklen. Alle Abgassysteme bleiben auch außerhalb des Abgaszyklus aktiv“, zitierte „Auto-Bild“ zudem BMW.

Der Autobauer BMW wies den Bericht vorsichtig zurück, ließ ein klares Dementi aber offen. „Grundsätzlich gilt: Bei der BMW Group wird nicht manipuliert, und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in München.

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Dazu sagte BMW: „Die in der 'Auto Bild' angeführten Ergebnisse zu den Emissionen des BMW X3 im Rahmen eines nicht näher beschriebenen Straßentests sind uns bisher nicht bekannt und daher für uns derzeit weder nachvollziehbar noch erklärbar.“ Man werde den ICCT kontaktieren und um Aufklärung zu dem Straßentest bitten. Das International Council on Clean Transportation (ICCT) hatte den Diesel-Skandal bei Volkswagen ins Rollen gebracht.

Die Stellungnahme konnte den freien Fall der BMW-Papiere nur bedingt abfedern: Immerhin nehmen die Verluste im Handelsverlauf ab.

Kommentare (33)

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Herr Marc Otto

24.09.2015, 13:05 Uhr

hmmm, Bosch ???

Zulieferer liefern normalerweise an ALLE OEM.

Herr Marc Otto

24.09.2015, 13:12 Uhr

hat Bosch eigentlich auch die Software für Opel (GM) geschrieben??

Account gelöscht!

24.09.2015, 13:14 Uhr

Und diese CO2 Klimaerwärmungsdiktatur zieht weiter ihr "blutiges Spiel" der Vernichtung der Industrie und Wirtschaft in Deutschland durch. Und das Bundesumweltamt einer Grün-Sozialistischen Merkel Regierung frohlockt schon und lässt die Korken knallen.
Diese Abgaswerte und CO2 Panik wird von der Politik und den Medien betrieben. Das Ziel dahinter....mit dem CO2-Klimalügenmärchen Diktat die Industrie und die Gesellschaft in Deutschland und Europa in die Knie zu zwingen. Es wird Zeit sich gegen dieses CO2 Diktat der Grün-Sozialistischen Wertevernichter unter der Führung von Merkel zur wehr zu setzen. Bevor die Abgaswerte von CO2 noch weiter anziehen und immer weniger in der Indstustrie und Wirtschaft diese politischen Willkürauflagen erfüllen können. Einen Nullwert bei CO2 ÜBERLEBT KEINE VOLKSWIRTSCHAT und damit auch kein SOZIALSYSTEM auf der Welt!

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