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22.08.2014

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax weiter fest im Griff der Ukraine-Krise

Der Konflikt im Osten Europas bleibt weiter das bestimmende Thema auf den Märkten. Bei jeder Meldung horchen die Anleger auf. Die Rede der US-Notenbankchefin gibt keine Impulse, der Dax schließt moderat schwächer.

Börse am Mittag

Erwartung der USA-Ergebnisse drückt auf den Dax

Börse am Mittag: Erwartung der USA-Ergebnisse drückt auf den Dax

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Die Ukraine-Krise hat die Märkte weiter fest im Griff. Nach der jüngsten Erholung an den Aktienmärkten lief der Dax-Handel am Freitag lange Zeit träge, doch neue Nachrichten aus dem russisch-ukrainischen Grenzgebiet ließen die Anleger wiederholt aufschrecken. Zeitweise verlor der Dax bis zu ein Prozent. Am Ende schloss er 0,7 Prozent leichter bei 9339 Punkten.

So trübte sich die Stimmung auf den Märkten ein, als am Vormittag die Nachricht kam, dass die ersten LKW des russischen Hilfskonvois in die Ukraine eingefahren seien. Da es sich um eine eigenmächtige Aktion handelt - die russische Führung betonte, dass sie nicht länger auf die Untersuchung des Roten Kreuzes warten wolle - befürchten Beobachter eine mögliche Eskalation. Zeitweise verlor der Dax knapp ein Prozent, nachdem die ukrainische Regierung die russische Aktion als „Invasion“ deklarierte.

Die Märkte völlig unberührt ließ hingegen Janet Yellen mit ihrer Rede. Die oberste Notenbankerin der USA vermied es in ihrer vielbeachteten Ansprache beim Treffen der Geldpolitik-Prominenz im US-amerikanischen Jackson Hole tunlichst, konkrete Angaben zu einer möglichen Zinswende zu geben.

So betonte sie, dass die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent zwar nahe der Zielvorgaben der Federal Reserve seien, eine überhastete Erhöhung des Leitzinses die gerade erstarkende Konjunktur in den Vereinigten Staaten aber ausbremsen würde. Genau dies hatten die Anleger erwartet. Damit wurden Hoffnungen auf Hinweise zum geldpolitischen Kurswechsel enttäuscht. Die Börsen konnten am Nachmittag im ohnehin trägen Handel keine Impulse daraus ziehen.

In den Protokollen der letzten Fed-Sitzung im Juli räumten die Zentralbanker ein, dass die Erholung des Arbeitsmarktes stärker als von ihnen erwartet ausgefallen ist. Durch die Verbesserung sei die Lage nun „spürbar näher an dem Zustand“, den die Fed als normal ansehe.

Angesichts der aktuell sehr positiven Konjunkturdaten aus den USA dürfte der Druck auf Yellen, die Zinsen anzuheben, nicht nachlassen. Börsianer zeigten sich indes zuversichtlich, dass Yellen nicht riskieren werde, die Konjunkturerholung abzuwürgen. Es werden keine Hinweise auf eine baldige Anhebung der US-Zinsen erwartet.

In der zweiten Reihe tat sich in Frankfurt recht wenig. Die Nebenwerte des MDax traten mit 16.002 Punkten gänzlich auf der Stelle. Der TecDax rückte 0,1 Prozent vor auf 1229 Zählern auf der Stelle. Der Leitindex der europäischen Währungsunion, der Euro-Stoxx-50, hingegen gab deutlich nach - um 0,8 Prozent ging es runter auf 3099 Stellen. In New York lief der Dow-Jones-Index zum Frankfurter Handelsschluss 0,1 Prozent leichter 17.024 Punkten.

Kommentare (28)

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Herr Edi Haas

22.08.2014, 07:45 Uhr

Der Kleinanleger wartet nicht auf die Notenbanken,denn der weiss ja was er zu tun hat,Puts kaufen.
Die big Player warten auf die Notenbanken und werden nicht enttäuscht werden.Das im Kreis handeln geht weiter,denn Geld macht Geld.Das Casino bleibt geöffnet.
Von gestern gibt es kein ausserbörsliches TH was bestätigt werden muss aber mal schauen was für
Wunschkurse VOR Handelsstart gemacht werden.

(...)


Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Firle Franz

22.08.2014, 08:51 Uhr

(...)

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Edi Haas

22.08.2014, 09:11 Uhr

Beste Kurse wieder wie üblich VOR Handelsstart,
das ATT (ausserbörsliche Tagestief) wurde im Xetrahandel noch nicht gesehen,heute kein richtiger Abverkauf
nach 9 Uhr
(...)


Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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