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28.09.2015

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax wird die VW-Affäre nicht los

Neue Woche, neues Glück? Beim Dax sah es am Montag nicht danach aus. Der Index schwächelte. Für Verluste sorgen wieder die Autowerte. VW rutschte sogar unter 100 Euro. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Fed.

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FrankfurtDie US-Geldpolitik und der Diesel-Skandal bei VW hielten die Börsianer auch zu Beginn der neuen Handelswoche auf Trab. Der Dax zeigte sich von seiner schwachen Seite. Zwar startete der Index nur leicht im Minus, vergrößerte den Abstand zum Freitagsschlusskurs aber im Laufe des Tages enorm. Aus dem Handel ging der Dax rund 2,1 Prozent tiefer bei 9.483 Punkte.

Die weiter schwelende Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen treibt die Anleger um. „Es ist aktuell schwer abzuschätzen, wie hoch die eigentlichen Kosten für das Unternehmen ausfallen werden“, sagte Analyst Andreas Paciorek vom Online-Broker CMC Markets. Der VW-Kurs brach in der vergangenen Woche um über 30 Prozent ein. Heute musste der Autobauer weitere Einbußen hinnehmen. Die VW-Aktien rutschten sogar unter 100 Euro und waren damit größter Verlierer im Dax – ein Minus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Freitag. Auch für die Konkurrenten ging es nach unten. Daimler rutschte 3,2 Prozent ins Minus, BMW gab 2,9 Prozent nach. Zulieferer Continental notierte 2,5 Prozent leichter.

Sollten auch andere Konzerne in den Sog von „Dieselgate“ geraten, dürfte der wichtigen Automobilsektor in Deutschland unter Druck geraten. „Allein diese Unsicherheit sollte allzu ausgeprägte Erholungsversuche im Dax noch für eine Weile im Zaum halten.“

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Der Skandal um zu hohe Abgaswerte bei VW-Dieselmotoren hat längst die gesamte Autobranche erfasst. Die Aktien vieler Hersteller und Zulieferer stürzten in den vergangenen Tagen ins Bodenlose. Nur zwei trotzen dem Trend.

VW-Konzernkreisen zufolge sollen drei weitere Vorstände beurlaubt worden sein. Die Entwicklungschefs der Marken Audi, VW Pkw und Porsche, Ulrich Hackenberg, Heinz-Jacob Neußer und Wolfgang Hatz seien von ihren Aufgaben entbunden worden, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die Manager übernahmen damit die technische Verantwortung für die Abgas-Affäre. Reuters hatte bereits vergangene Woche über den bevorstehenden Abgang der Manager berichtet.

Nach Ansicht von Ulrich Kater, Chef-Volkswirt der Deka Bank, könnte der Skandal bei den Wolfsburgern die gesamte deutsche Wirtschaft beeinträchtigen. „Das denkbare Spektrum der Folgen ist vielfältig: Es reicht von den unmittelbaren Einbußen im Exportgeschäft der Automobilindustrie über die Ausstrahleffekte auf andere Branchen bis hin zu einem Imageschaden für Produkte 'Made in Germany'“, sagte Kater. Zuletzt hatten sich Daimler und BMW gegen Manipulationsvorwürfe gewehrt .

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