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28.02.2017

18:20 Uhr

Börse Frankfurt

Dax zeigt sich vor Trump-Rede stabil

Der Deutsche Aktienindex schloss am Dienstag mit einem Mini-Plus. Am Abend steht eine Rede des US-Präsidenten vor dem Kongress an. Sollte Donald Trump die Erwartungen enttäuschen, sind Gewinnmitnahmen vorprogrammiert.

Wie werden die Anleger nach Trumps Rede reagieren?

Wie werden die Anleger nach Trumps Rede reagieren?

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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax hat am Dienstag nur einen kleinen Tagesgewinn einfahren können. Im gesamten Verlauf des Monats Februar allerdings konnte der deutsche Leitindex ein deutliches Plus erzielen und seinen bisherigen Jahresgewinn damit weiter ausbauen.

Mit einer minimalen Steigerung um 0,1 Prozent auf 11.834 Punkte ging der Dax aus dem Handel. Auf Monatssicht hingegen verbuchte er ein Plus von 2,6 Prozent. Seit Anfang 2017 beläuft sich die Zunahme auf rund 3,1 Prozent. Der MDax beendete den Tag kaum verändert auf 23.366 Punkten. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,4 Prozent auf 1905 Punkte nach oben.

„Im ruhigen Handel und vor der mit Spannung erwarteten Rede des US-Präsidenten hat sich der Dax sehr stabil gezeigt“, kommentierte Aktienhändler Ludwig Donnert von Orca Capital. Donald Trump wird erstmals vor dem US-Kongress sprechen. Die Anleger erhoffen sich konkrete Aussagen zu den versprochenen Steuergeschenken, die an den Aktienmärkten bereits vorab mit Kurssprüngen gefeiert wurden. „Heute Nacht wird sich zeigen, ob Donald Trump den Börsen neuen Schwung verleiht oder ob die Trump-Euphorie langsam verfliegt“, sagte Fondsmanager Thomas Altmann von QC Partners.

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Trump hatte am Montag angekündigt, dem Kongress sein Infrastrukturprogramm sowie ein höheres Rüstungsbudget erläutern zu wollen. Laut Insidern wird er nicht detailliert auf die versprochenen Steuerreformen eingehen. Trump selbst sagte, zunächst müsse dafür die Zukunft der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama (Obamacare) geklärt werden. Er will sie rückgängig machen. Die Steuerreformen sind aber das, woran die Unternehmen besonders interessiert sind. Denn sie hoffen, künftig deutlich weniger an Abgaben für den Staat berappen zu müssen.

Sollte Trump die Erwartungen enttäuschen, sind laut Börsianern Gewinnmitnahmen vorprogrammiert. „Investoren sollten sich auf Luftlöcher vorbereiten, in die der Dax morgen früh fallen könnte, wenn der neue US-Präsident nicht liefert“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. „Dann wäre am Aschermittwoch auch an der Börse zunächst einmal alles vorbei.“

Auf die deutschen Bankenwerte hatten Trump-Hoffnungen positive Wirkung: Die Aussicht auf eine Bekräftigung der Deregulierungspläne durch den US-Präsidenten Donald Trump verhalfen der Commerzbank an die Dax-Spitze mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die Aktien der Deutschen Bank legten rund ein Prozent zu.

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Auf Unternehmensseite standen Bilanzen aus der zweiten und dritten deutschen Börsenreihe im Fokus: Salzgitter sackten um 2,2 Prozent ab. Der nach Thyssen-Krupp zweitgrößte deutsche Stahlkonzern hatte die Anleger mit seinem Ausblick enttäuscht. Angesichts der Bewertung der Aktie reicht Analysten zufolge die prognostizierte Gewinnspanne nicht.

Die Aktien von Steinhoff drehten nach einem positiven Auftakt im Handelsverlauf ins Minus und schlossen 1,4 Prozent tiefer. Der deutsch-südafrikanischen Möbelkonzern, zu dem unter anderem die Poco-Kette gehört, hatte dank einiger Übernahmen seinen Umsatz im ersten Geschäftsquartal gesteigert.

Im SDax führten Elringklinger die Favoritenliste mit einem Plus von rund vier Prozent an. Die Anleger waren erleichtert, dass der Autozulieferer die Gewinnerwartungen erfüllt hatte.

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