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20.06.2011

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax zeigt Stärke

Der Start in die neue Handelswoche brachte Neues zum Thema EU-Schuldenkrise und ließ ansonsten Impulse für die Märkte vermissen. Der deutsche Leitindex bewies indes Steherqualitäten.

Ein Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse: zum Handelsschluss konnte sich der Dax wieder berappeln. Quelle: Reuters

Ein Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse: zum Handelsschluss konnte sich der Dax wieder berappeln.

FrankfurtDer Dax konnte von guten Nachrichten aus Luxemburg profitieren und hätte es, nachdem er bis zum Nachmittag deutlich im Minus gelegen hatte, fast noch ins Plus geschafft. Er notierte zuletzt mit einem Minus von nur noch 0,2 Prozent bei 7.150 Punkten.

Die Einigung auf einen Vertrag für den dauerhaften Euro-Krisenmechanismus ESM und die Aufstockung des EFSF-Rettungsfonds hatte die Anleger zuvor etwas beruhigt. Der ESM soll ab Mitte 2013 den EFSF ablösen und für drohende Pleitestaaten bis zu 500 Milliarden Euro bereitstellen. Weitere 250 Milliarden Euro kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF). „Der ESM sichert die Stabilität der Eurozone“, sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Luxemburg.

Gefüllt wird der dauerhafte Abwehrschirm mit 80 Milliarden Euro Barkapital und 620 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital. Mit der Übersicherung um 200 Milliarden Euro wird erreicht, dass der Fonds von den Ratingagenturen die Bestnote AAA erhält. Er soll klammen Eurostaaten gegen strikte Sparauflagen Notkredite bereitstellen und auch deren Anleihen am Primärmarkt aufkaufen können.

Expertenkommission will überraschend Griechenland besuchen

Die Vertrauensfrage des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou am morgigen Dienstag und das Treffen der Euro-Finanzminister, das heute Nachmittag zu Ende gegangen war, standen auf der Börsen-Agenda. „Immer weniger Leute rechnen mit einer nachhaltigen Lösung“, sagte der Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. Der wachsende Widerstand in den Geberländern gegen neue Zahlungen und die Proteste der griechischen Bevölkerung gegen den rigiden Sparkurs erschwerten eine Einigung.

Experten der Europäischen Union (EU) und des IWF werden Kreisen zufolge in dieser Woche überraschend erneut Griechenland besuchen. Die Inspektoren kämen dabei auch mit dem neuen Finanzminister Evangelos Venizelos zusammen, sagten griechische Regierungsvertreter am Montag. Das Treffen werde am Dienstag oder Mittwoch stattfinden. Auf der Tagesordnung stünden Steuerfragen.

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Nicht nur Griechenland bedroht

Auch die Italiener bekommen den Einfluss der Ratingagenturen zu spüren. Die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit hat die Kurse an der Mailänder Börse am Montag kräftig ins Minus gedrückt. Der dortige Leitindex fiel um bis zu 2,5 Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 19.599 Punkten. Die Rating-Agentur Moody's hatte am Freitagabend angekündigt, wegen Zweifeln an der wirtschaftlichen Erholung, die Herabstufung der Bonität Italiens zu prüfen. Moody's folgt damit dem Konkurrenten Standard & Poor's, der das Rating Italiens schon seit Mai prüft. Ministerpräsident Silvio Berlusconi betonte am Wochenende, er werde alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um den Haushalt seines Landes in Ordnung zu halten.

Kommentare (1)

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aruba

20.06.2011, 06:35 Uhr

Guten Tag,.... Angesichts der Tatsache dass Toilettenpapier bald teurer ist als die Commerzbank ist eine vervierfachung der Gewichtung eine denn doch sehr schmeichelhafte Umschreibung fuer dieses Millionengrab. Besten Dank

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