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15.03.2016

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dem Dax geht die Luft aus

VonIlias Stampoulis

Einen neuen Angriff auf die 10.000-Punkte-Marke trauten sich die Anleger nicht zu. Zu vieles spricht für Gewinnmitnahmen, nicht nur die richtungweisende Fed-Sitzung. Heute geht es moderat runter für den Leitindex.

Börse am Mittag

Geldregen für Aktionäre: Sixt präsentiert Rekorddividende

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Frankfurt am MainZu viele Unsicherheiten vor der morgigen Fed-Sitzung haben den Dax zurückgedrängt. Der Dienstagshandel war geprägt von Gewinnmitnahmen – ein zaghafter Vorstoß Richtung 10.000-Punkte-Marke blieb ohne Folgen. Nach dem EZB-Geldsegen, der die Kurse in den vergangenen Tagen ordentlich befeuert hatte und den Dax gestern kurzzeitig fünfstellig werden ließ, machten die Anleger heute Kasse. Der Dax schloss 0,6 Prozent leichter bei 9934 Punkten.

Konjunkturdaten aus den USA waren uneindeutig ausgefallen. Sie machen den Ausgang der so wichtigen Sitzung der amerikanischen Zentralbanker wieder unvorhersehbarer. So bleibt das Thema der Stunde weiterhin die Geldpolitik. Die führenden Köpfe der US-Notenbank kommen am heutigen Dienstag zusammen um über eine weitere Erhöhung der Leitzinsen zu entscheiden. Dass die Dollar-Währungshüter um Chefin Janet Yellen schon bei der für den morgigen Mittwoch anberaumten Pressekonferenz den nächsten Schritt in der Zinswende verkünden, gilt auf dem Parkett als unwahrscheinlich. Die Marktteilnehmer werden daher umso genauer auf den Wortlaut achten, wenn die oberste Bewahrerin des Greenbacks vor die Mikrofone tritt.

Börse Tokio: Kaum Bewegung beim Nikkei

Börse Tokio

Kaum Bewegung beim Nikkei

Die Anleger auf dem Tokioter Parkett halten sich im Mittagshandel am Dienstag auffallend zurück: Sie warten auf das Ergebnis einer zweitägigen Sitzung der japanischen Notenbank, sagten Experten.

Womöglich könnte Yellen andeuten, dass es 2016 keine Zinserhöhungen geben wird. Mit den Turbulenzen auf den Finanzmärkten, die mit dem Jahreswechsel einsetzten, sehen nicht wenige Börsianer die Notenbanker angehalten, die Füße still zu halten. Ihre Sorge: Ein zu starker Dollar bringt die angelaufene Konjunktur in Gefahr. Zudem könnte ein zu harsches Vorgehen der Geldpolitiker die Märkte verunsichern.

Wobei die Notenbanker, seien es die der Fed oder die der EZB, bisher nicht gerade durch übereiltes Handeln aufgefallen waren. Mit Blick auf die zweitägige Fed-Sitzung erhielten die heute anstehenden US-Konjunkturdaten ein besonderes Gewicht, sie sendeten uneinheitliche Signale. Während der Industrieindex für die Schlüsselregion New York überraschend stark anzog, blieben die Einzelhandelsumsätze im Februar hinter den Erwartungen. Die US-Börsen reagierten verhalten, der Dow-Jones-Index büßte moderat ein, konnte sich dann aber fange und trat auf der Stelle.

Neben den üblichen Gewinnmitnahmen und der Vor-Fed-Zurückhaltung bremsten Eingaben aus Fernost den Dax aus. In Tokio hatte die Bank Of Japan den Kurs der ultralockeren Geldpolitik beibehalten. Auf ihrer zweitägigen Sitzung ließen die Notenbanker aus Nippon ihren Maßnahmenkatalog, darunter den umstritten negativen Einlagenzins, unberührt, senkten aber ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Der nüchterne Ausblick drückte nicht nur lokal auf die Stimmung, wo der Platzhirsch Nikkei 0,7 Prozent verlor und auf 17.117 Punkte kam.

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