Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.08.2014

17:38 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax fällt und fällt

Seit Tagen ist der Leitindex auf Talfahrt. Die 9.200 Punkte-Marke musste der Dax bereits aufgeben und bleibt weiter angeschlagen. Der Aktienmarkt ist unter Druck und Besserung ist zunächst nicht in Sicht.

Dax-Erholung vorerst gescheitert

Neue Woche, alte Sorgen

Dax-Erholung vorerst gescheitert: Neue Woche, alte Sorgen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtNeue Woche, alte Sorgen. Auf dem Dax lasten weiterhin Krisenängste, Konjunktursorgen und durchwachsene Quartalszahlen. Der Leitindex setzte seine Verlustspirale am Montag fort und ging 0,6 Prozent schwächer bei 9.154 Punkten aus dem Handel – ein Minus von gut fünf Prozent innerhalb von fünf Tagen und der tiefste Stand seit Mitte März.

„Die Stimmung ist angeschlagen, viele Anleger sind überzeugt, dass die Korrektur noch nicht vorbei ist“, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. In der vergangenen Woche fiel der Dax um 4,5 Prozent. Die Verunsicherung unter den Anlegern auch deshalb groß, kommentierte Andreas Paciorek, Marktanalyst bei CMC Markets.

Belastet wurden die Märkte vor allem durch die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland, eine durchwachsene Bilanzsaison und Sorgen vor einer baldigen Erhöhung der Leitzinsen in den USA. Auch die erneute Pleite Argentiniens und die Probleme der portugiesischen Bank Espirito Santo weckten nicht gerade Kauflaune unter den Investoren. „An dieser negativen Gemengelage hat sich über das Wochenende nichts geändert, daher gibt es auch keinen Grund, warum der Dax heute nach oben gehen sollte“, sagte ein Börsianer.

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

Hin und her macht Taschen leer: Hibbelige Finger sind der schnellste Weg, sein Geld zu verbrennen.

Halbwissen

Finger weg von Investments, die man nicht versteht. Der Test: Können Sie das Investment einem Schüler der vierten Klasse erklären?

Übersteigertes Selbstbewusstsein

Zu viel Selbstsicherheit hat noch nie gut getan. Wer meint, alle Gewinne beruhten auf Können, alle Verluste aber seien Pech, ist auf der falschen Fährte.

Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Etwas optimistischer zeigten sich die Investoren lediglich in Portugal - nach der milliardenschweren Rettungsaktion der Krisenbank Espirito Santo legte die Börse in Lissabon zeitweise 1,1 Prozent zu. Am Bondmarkt stieg der Kurs der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen um 0,5 Prozent auf 115,87 Punkte. Im Gegenzug ging die Rendite auf 3,574 von 3,717 Prozent zurück. Die Aktien der Espirito Santo blieben vom Handel ausgesetzt. Portugal will seine angeschlagene heimische Bank mit übrig gebliebenen Milliarden aus dem EU-Hilfspaket über Wasser halten. Der Markt sei offenbar erleichtert, dass Portugal entschlossen gehandelt habe, sagte Christian Lenk, Anlagestratege der DZ Bank.

Professionelle Börsenanleger erwarten wegen der Ukraine-Krise einen deutlichen Rückschlag für die Konjunktur in der Euro-Zone. Der Sentix-Index sank im August auf 2,7 von 10,1 Punkten und sackte damit auf den tiefsten Stand seit August 2013, wie die Investmentberatung Sentix am Montag zu ihrer Umfrage unter knapp 900 Anlegern mitteilte. Vor allem wegen der EU-Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt sei der Teilindex für die Erwartungen so stark gesunken wie seit drei Jahren nicht mehr.

„Die Sorge vor einer negativen Rückkopplung aufgrund der Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden für Deutschland besonders offensichtlich“, sagte Sentix-Experte Patrick Hussy. Das Barometer für Deutschland sank überdurchschnittlich kräftig auf 17,9 Punkte von 29,0 Zählern.

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Edi Haas

04.08.2014, 09:12 Uhr

Auch heute wieder wie üblich die besten Kurse VOR Handelsstart.
Warum fällt nur mir auf das die Höchst oder Tiefstkurse immer VOR 9 Uhr gemacht werden das wollen die Großen so und keiner nutzt es.
Die Kleinanleger kaufen nur Puts deshalb ist es das meistgehandelte Derivat.
Schaut euch nur die Linde und Mürü an wo der Schein jetzt schon wieder ist.
Im Schattenmarkt schon wertlos aber jetzt schon verdoppelt,so einfach kann man nur an der Börse sein Geld verdienen wenn man weiss das alles von der Technik bestimmt ist.

Oliver Stock Jr.

04.08.2014, 09:46 Uhr

...und täglich grüßt das Murmeltier.
Unter Programmierer/Programmschreiber war es auch nicht besser...jajaja diese bösen-bösen Maschinen der Mächtigen....LOL

Oliver Stock Jr.

04.08.2014, 10:24 Uhr

"....diesen Klamauk und bleibe bei den Dingen...."

HALLO - das ist hier das witzigste (Klamauk) Forum aller Wirtschaftsseiten.
Hier gibt es nur Gewinner ich meine jeder darf einen spielen.
X_TRADER schreibt täglich über seine im Monat 6stelligen
Gewinne und erzählt von seiner Muse,Ferrari,Millionen in Gold bei der VV bei T&B( muss man sich mal vorstellen-er erzählt das nicht seinen Freunden,sondern in einem anonymen Forum)....delta von seiner Strategie,Programmierer erklärt täglich die Systeme....hier darf jeder sein wie er will,ist ja auch ein anonymes Forum,einfach herrlich.
Also wenn Klamauk irgenwo hin gehört, dann aber hier.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×