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22.05.2012

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax legt mehr als 100 Punkte zu

Der deutsche Leitindex schließt deutlich über der 6.400 Punkte-Marke. Positive US-Wirtschaftsdaten sorgten für gute Stimmung bei den Anlegern, die nach schlechten Nachrichten aus Japan wieder kräftig kauften.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfDie Hoffnung auf wirkungsvolle Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise hat den europäischen Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Daneben schürte die Aussicht auf beschleunigte Investitionen in China Konjunktur-Optimismus. Händler führten zudem charttechnische Gründe an.

Der Dax baute seine Vortagesgewinne aus und schloss 1,7 Prozent im Plus bei 6.435 Zählern. Der EuroStoxx50 legte ebenfalls weiter zu und stieg um 2,1 Prozent auf 2.196 Punkte. An den US-Börsen ging es nach einem zaghaften Handelsstart ebenfalls nach oben. In New York sorgte die höher als erwartet ausgefallene Absatzzahl bestehender Eigenheime für gute Stimmung. Dass der Dax weiterhin deutlich über der charttechnisch bedeutsamen 200-Tage-Linie von 6.191 Zählern liege, stütze den Markt zusätzlich, sagte ein Händler. Auch das Verteidigen der psychologisch wichtigen Marke von 6.400 Punkten sei wichtig gewesen. Die Umsätze blieben im deutschen Leitindex aber dünn.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:35 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Nach Einschätzung von Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank sind immer mehr Börsianer der Meinung, dass die Staaten der Euro-Zone nun bald weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Währungsraumes vorlegen werden. Auf dem informellen Abendessen der EU-Staats- und Regierungschefs am Mittwoch werde dahingehend jedoch wohl noch nichts geschehen. „Es ist aber möglich, dass die Europäische Zentralbank stillschweigend zur Generalinstanz gemacht wird, die für die Rettung der Euro-Zone zuständig ist.“

In Sachen Eurobonds wird laut Halver am Mittwoch auf EU-Ebene aber wohl nichts entschieden, da die Positionen in diesem Punkt zu weit auseinander liegen. Gemeinsame Anleihen aller Staaten der Euro-Zone sind in den vergangenen Jahren mehrfach als Mittel zur Bewältigung der Schuldenkrise ins Gespräch gebracht worden, sie werden von der Bundesregierung aber abgelehnt. Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, dass die deutsche Haltung zu Eurobonds gefestigt sei und sich auch im Juni nicht ändern werde. Für Ende Juni ist ein offizieller EU-Gipfel angesetzt.

Eine stärkere Rolle der EZB forderte auch die OECD in ihrem halbjährlichen Wirtschaftsausblick. Sie sieht die Gefahr darin, dass die Schuldenkrise einen „Teufelskreis“ auslöst - mit ernsten Schäden für die Weltwirtschaft.
„Das Risiko eines Teufelskreises mit hohen und steigenden Verschuldungsniveaus der Staaten, schwachen Bankensystemen, exzessiver Haushaltskonsolidierung und niedrigerem Wachstum nimmt zu“, sagte OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan im Halbjahresbericht der Organisation zur Lage der Weltwirtschaft.

Kommentare (18)

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Shorty

22.05.2012, 07:24 Uhr

Realistisch muss man sagen, dass die Gaukler vorerst Oberhand haben und die positive Abwärtsstimmung gekippt ist. Gewinne einpacken und paar hundert Pkt. weiter oben wieder einsteigen.

Account gelöscht!

22.05.2012, 07:41 Uhr

Guten Morgen Shorty,
die Tatsache, daß das System im Eimer ist bedeutet nicht, daß Kurse fallen.

Es wird solange Musik gespielt bis sie Kiel oben liegt. Das ist heute nicht anders als vor 100 Jahren.

VG

Account gelöscht!

22.05.2012, 08:03 Uhr

Ganz ruhig bleiben, Shorties, die Krise kommt erst noch. Das gestrige "Aufflackern", befeuert aus USA, ist von kurzer Dauer. Was heutee kommt steht noch offen. Wenig spricht für einen Bullenmarkt. Spätestens Freitag geht es wieder kräftig nach Süden.

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