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15.08.2016

18:01 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax-Motor läuft weiter

Am Montag schießt der deutsche Aktienindex im Tagesverlauf auf ein neues Jahreshoch und schließt am Abend leicht im Plus. Doch Analysten streiten über die Frage, wie nachhaltig die Kurse angesichts der bestehenden Risiken sind.

Börse am Abend

Glänzende Stimmung am Aktienmarkt: Dax legt weiter zu

Börse am Abend: Glänzende Stimmung am Aktienmarkt: Dax legt weiter zu

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DüsseldorfDer Deutsche Aktienindex zeigt sich zum Wochenbeginn von seiner besten Seite. Bereits eine Stunde nach Handelseröffnung markierte er bei einem Kurs von 10.802 Punkten ein neues Jahreshoch. Zwar notierte er zuletzt nur noch 0,2 Prozent im Plus bei 10.739 Punkten. Dennoch ist die Stimmung in Frankfurt erstaunlich gut. „Die Kurzfriststimmung am Aktienmarkt steigt Richtung Euphorie“, schrieben die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.

Der MDax für die 50 größten deutschen Werte nach dem Dax robbte sich derweil um 0,1 Prozent auf 21.850 Zähler hoch und schloss damit so hoch wie noch nie, aber klar unter dem zeitweise erreichten Allzeithoch.

Brokerhäuser sehen sogar noch weiteren Raum nach oben. „Die generelle Stimmung an den Börsen ist positiv“, sagte Aktienhändler Markus Huber von City of London Markets. Das Handelsvolumen war jedoch vergleichsweise gering, so dass wenige Käufe und Verkäufe größere Kursausschläge herbeiführen konnten.

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Gestützt wurde die positive Gemengelage an den Aktienmärkten von anziehenden Ölpreisen. Die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils um 2,4 Prozent auf 48,07 Dollar und 45,58 Dollar je Barrel. Spekulationen auf eine gemeinsame Aktion der ölproduzierenden Länder zur Eindämmung des weltweiten Überangebots nahmen in den vergangenen Tagen zu. „Den Preisen hilft es, dass Saudi-Arabien angekündigt hat, Gespräche über eine Stabilisierung des Ölmarktes führen zu wollen“, schrieben Analysten der Australian and New Zealand Banking Group (ANZ).

Es sei dennoch bemerkenswert, dass die Marktteilnehmer weiterhin offensichtlich alle Risiken ausblenden, schrieben die Analysten der Landesbank Helaba. Zuletzt hätten die wieder zunehmenden Spannungen in der Ukraine kaum Reaktionen am Aktienmarkt ausgelöst. Andere Faktoren wie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas oder der Stillstand in Italien spielten an den Märkten ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Auch die Tatsache, dass die steigenden Kurse zu einem Großteil auf der Hoffnung auf weitere Lockerungen der Geldpolitik seitens der EZB und der Bank of Japan beruhen, scheint derzeit kaum jemanden an zu beunruhigen. Dabei könnten die Kursgewinne rapide zusammenschmelzen, sollten die Währungshüter in Europa und in Fernost entgegen aller Spekulationen ihre expansiven Kurse nicht ausweiten.

„Nachdem sich die Bank of England der Europäischen Zentralbank angeschlossen hat, die Zinsen nach unten zu drücken, werden Aktien gleichzeitig attraktiver, ob man sie nun für überbewertet hält oder nicht“, sagt Michael Hewson, ein Marktanalyst bei CMC Markets in London. „Letztendlich dreht sich alles um die Jagd nach Rendite. Ich habe keine Hinweise dafür gesehen, dass das Gewinnwachstum anzieht.“ Auch für eine Beschleunigung des weltweiten Wachstums sehe er keine Anzeichen, fügte er hinzu.

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