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27.08.2012

17:51 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax nimmt die 7000er-Hürde

Mit einem Plus von über einem Prozent beendet der Dax den ersten Tag der neuen Handelswoche. Trotz negativer Ifo-Zahlen knackte der Leitindex die 7000-Punkte-Marke. Die Anleger hoffen weiter auf die Notenbanken.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDer Dax ist am Montag trotz fehlender Impulse wieder über 7000 Punkte geklettert. Bis zum Börsenschluss gewann der Leitindex bei dünnen Umsätzen 1,1 Prozent auf 7047 Punkte. Die mittelgroßen Standardwerte im MDax legten 0,4 Prozent auf 11.058 Punkte zu. Für den TecDax ging es 0,9 Prozent hoch auf 793 Zähler.

Anleger, die auf eine stärkere Korrektur gesetzt hatten, würden nun zunehmend auf dem falschen Fuß erwischt, sagte ein Händler. Sie deckten mit Käufen ihre Positionen wieder ein und trieben damit die Kurse weiter hoch. Für eine nachhaltige Richtungsentscheidung fehlen aus Sicht der Börsianer aber noch die klaren Impulse. Positiv wurde letztlich auch der eigentlich schwächer als erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex aufgenommen. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: „Je schwächer die Konjunkturdaten ausfallen, desto näher rücken die Hilfsmaßnahmen der EZB.“

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:50 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Der Geschäftsklimaindex hat sich im August den vierten Monat in Folge eingetrübt. Er fiel um 0,9 auf 102,3 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. „Die deutsche Konjunktur schwächt sich weiter ab“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Charttechnik : Die Märkte sind in einer „Alles-oder-nichts-Phase“

Charttechnik

Die Märkte sind in einer „Alles-oder-nichts-Phase“

Geht es nach den Charttechnikern der UBS, dann stehen den Börsen harte Wochen bevor. Sie prognostizieren nicht weniger als einen "Richtungswechsel für Europa". Und einen möglichen Kurssturz auf das Niveau von 2009.

Aus Sicht von Händler Markus Huber von ETX Capital signalisieren die Ifo-Zahlen zwar keine unmittelbare, positive Trendwende. Jedoch scheine sich die Abkühlung der deutschen Konjunktur zumindest zu verlangsamen. „Die Auswirkungen der Schuldenkrise bedrohen zunehmend auch die deutsche Wirtschaft“, sagte Bernd Hartmann, Analyst bei der VP Bank.. „Ein Ende der Krise ist nach wie vor nicht in Sicht.“

So steht das Börsengeschehen weiter im Zeichen anstehender Entscheidungen über weitere Hilfsmaßnahmen für die angeschlagenen Euro-Staaten und für die schwächelnde Weltkonjunktur. Die Rollen sind hier klar verteilt. Weitere Stimulierungsprogramme durch die EZB oder die US-Notenbank dürften die Aktienmärkte weiter treiben und erstklassige Anleihen eher belasten. Hier haben Händler und Anleger eine hohe Erwartungshaltung. Sie rechnen mit Hilfen.

Die Woche an den Märkten

Montag

In Deutschland werden die Außenhandelspreise und der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Die Unternehmensanalysten warten auf Zahlen von BayernLB, Corealkredit Bank und Tiffany.

Dienstag

Analysten blicken auf den deutschen GfK-Konsumklimaindex, einen schweizerischen Konsumindikator, Wachstumszahlen aus Spanien und das US-Verbrauchervertrauen. Italien und Spanien emittieren Staatsanleihen. Die WGZ Bank hält ihre Halbjahres-PK ab. Unternehmensdaten kommen von Schaeffler, Crédit Agricole, L'Oréal, Bawag.

Mittwoch

Es stehen deutsche Verbraucherpreise, ein schweizerisches Konjunkturbarometer, das französische Geschäftsklima, das italienische Verbrauchervertrauen sowie US-Wachstumsdaten und der Fed-Konjunkturbericht an. Italien begibt Staatsanleihen. Unternehmensdaten kommen von Dekabank, NordLB, Eurokai, Volvo, Raiffeisen International.

Donnerstag

Die Analysten haben den deutschen Arbeitsmarkt, das italienische Geschäftsklima sowie Wirtschaftsvertrauen, Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen für die Euro-Zone auf dem Schirm. Die USA veröffentlichen Haushaltsdaten der Privaten sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Zahlen bieten DZ Bank, Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Cat Oil, EVN, Baloise.

Freitag

Aus Japan kommen die Verbraucherpreise, Daten zum Arbeitsmarkt und zur Industrieproduktion. Für Deutschland werden Einzelhandelsumsätze, für die Euro-Zone ein Verbraucherpreisindex und Arbeitsmarktdaten publiziert. Aus USA kommen der Einkaufsmanagerindex, das Verbrauchervertrauen und Auftragseingänge. US-Notenbankpräsident Bernanke hält eine wichtige Rede.

Inwieweit diese Erwartungen erfüllt oder enttäuscht werden, hängt von einigen Entscheidungen ab. Am Freitag spricht US-Notenbankchef Ben Bernanke in Jackson Hole. Auf dieser Konferenz werden von ihm Hinweise auf die künftige Politik erwartet. Am 6. September könnte EZB-Präsident Mario Draghi Maßnahmen zur Stützung des Euros verkünden. Einige Beobachter rechnen allerdings damit, dass er damit bis zum 12. September warten wird. An diesem Tag entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des ständigen EU-Rettungsschirms ESM. Anfang Oktober wird der Troika-Bericht von EU, EZB und IWF zur Lage in Griechenland erwartet.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

27.08.2012, 09:04 Uhr

Endlich mal eeine zukunftsorientierte Artikelüberschrift. Die steht, vielleicht über Jahre ...

Frage

27.08.2012, 10:24 Uhr

@ SilikonImplantat
Tja, wenn man mittels Implantat mehr vortäuschen will als man hat, dann kann das beschnitten werden. Von der Redaktion!

Könnten Sie vielleicht die Botschaft in netten Worten rüber bringen? Ich würde genre die nicht maanipulierten Tatsachen ansehen. Ist immer wieder interessant, was die Leute in Wallungen bringt.

Account gelöscht!

27.08.2012, 11:55 Uhr

Moin zusammen,

so langsam muss man sich doch fragen wo die Märkte hinwollen. Zuerst ist die 7.000er Marke ein Deckel über den der DAX nicht hinauskommt. Dann knackt er ihn, steigt auch über 7.100 Punkte, aber weitere Aufwärtsdynamik fehlt.
Normalerweise hätte ich auf einen typischen Fehlausbruch getippt. Dann fallen die Kurse Ende letzter Woche wieder unter die magische 7.000er Marke. Um ein typisches Fehlsignal mit anschließender Konsolidierung zu bestätigen hätte aber ein dynamischer Abverkauf stattfinden müssen. Am Freitag ging es aber etwas aufwärts und auch heute ist von einem dynamischen Abverkauf trotz schlechtem IFO-Index nichts zu sehen.
Daraus kann man eigentlich nur noch den Schluss ziehen, dass wenn der DAX bei schlechten Rahmenbedingungen nicht fallen will, er dann bei einer geringfügigen Verbesserung dieser Rahmenbedingungen noch deutlich zulegen müsste.

Ich wechsele damit meine Einstellung von eher Short auf Neutral. Trotzdem baue ich erst wieder Positionen auf, wenn es eindeutig in eine Richtung geht.

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