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02.10.2012

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax schließt im Minus

Nach dem dicken Plus von gestern haben viele einen schwachen Dax erwartet. Doch neue Spekulationen, Spanien könnte unter den Rettungsschirm schlüpfen, sorgen zumindest für Unterstützung der Kurse.

Börse Frankfurt am Abend

Video: Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfDer Dax schloss 0,3 Prozent leichter bei 7.305 Punkten. Die zweite Reihe der Indizes notierte dagegen etwas fester. MDax stieg und TecDax stiegen um jeweils um 0,2 Prozent. Gestern fand Fed-Chef lobende Worte über die neuesten Entscheidungen in Europa im Kampf gegen die Krise. Sie seien "sehr konstruktiv", um die Märkte wieder zu stabilisieren. Allerdings müssten nun auch die Regierungen der Euro-Länder gemeinsam an einer Lösung der Schuldenkrise arbeiten. Die EZB hatte vor kurzem beschlossen, unter bestimmten Bedingungen notfalls unbegrenzt Staatsanleihen strauchelnder Euro-Staaten aufzukaufen.

Eine dieser Bedingungen ist die Inanspruchnahme des Euro-Rettungsschirms. Und genau das plant Spanien nun offenbar. Bereits am kommenden Wochenende könnte es soweit sein, sagten mehrere europäische Spitzen-Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters. Mit größeren Reaktionen hielten sich die Investoren aber noch zurück. Allerdings reagierten heute schon die Renditen spanischer Staatspapiere. Sie fielen zeitweise auf 5,78 Prozent.

Der Tag an den Märkten (Stand: 16:05 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

„Spanien ist auf dem Radar der Investoren“, sagte Lars Kremkow, Marktstratege beim Broker Activtrades. „Dennoch muss man anerkennen, dass der Markt nach Monaten und Jahren der Eurokrise mittlerweile abgeklärter mit den jeweiligen 'Krisenszenarien' umgeht.“

Kritik zu diesem Vorhaben kommt vor allem aus Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle angesichts der zunehmenden Skepsis in den eigenen Reihen den Bundestag nicht einzeln über die erwarteten Hilfsanträge Griechenlands, Zyperns und Spaniens entscheiden lassen.

"Je länger die Unsicherheit dauert, desto größer wird der Druck auf den Aktienmarkt", sagte Unicredit-Stratege Christian Stocker. David Thebault, Chef-Händler beim Brokerhaus Global Equitites, betonte, darüber hinaus sei unklar, ob ein umfassender Hilfsantrag eine Herabstufung der Bonität nach sich ziehen wird. "Allerdings haben die Märkte bislang noch nicht vollständig realisiert, wie wirkungsvoll die neue EZB-Politik ist und wie sie die Dinge verändern wird. Es gibt also Luft nach oben."

Analyser To Go

Kaufempfehlung für Lufthansa

Analyser To Go: Kaufempfehlung für Lufthansa

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Zu den Gewinnern gehörten an der Frankfurter Börse die Papiere der Lufthansa und Deutscher Telekom. Lufthansa-Aktien bekamen ufwind von den Experten der Commerzbank. Trotz der jüngsten Prognosen, nach denen europäische Fluggesellschaften der globalen Konkurrenz in diesem Jahr hinterherlaufen werden, beließ die Commerzbank die Aktien auf "buy". Die Papiere legten rund 1,5 Prozent zu.

Im zweiten Anlauf schafft der Versicherungskonzern Talanx doch noch den Sprung an die Börse. Die Aktie wurde heute erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt. Der drittgrößte deutsche Versicherer hatte den seit mehr als einem Jahrzehnt vorbereiteten Börsengang im September schon abgeblasen, weil er von der Resonanz der Investoren enttäuscht war.

Preis-Dumping beim Händler

Rabattschlacht um die Autokäufer

Preis-Dumping beim Händler: Rabattschlacht um die Autokäufer

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Nun nimmt Talanx fast 520 Millionen Euro ein. Der Ausgabepreis lag bei 18,30 Euro. Die Aktie schloss bei 18,50 Euro. Talanx' erfolgreicher Börsengang sorgte auch bei den anderen deutschen Versicherern für steigende Kurse. Die Papiere der Müncher Rück konnten 0,2 Prozent zulegen und die im MDax gelisteten Aktien der Hannover Rück notierten 2,3 Prozent fester.

Der Fernseher-Hersteller Loewe hat wegen einer mauen Nachfrage seine Umsatz- und Gewinnprognose kassiert und damit seine Anleger verprellt. An der Frankfurter Börse fielen die Papiere des Fernsehherstellers rund acht Prozent ins Minus. Das bisherige Ziel, für das Gesamtjahr 2012 ein Umsatzwachstum und ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen, sei nicht mehr realistisch, teilte der größte deutsche TV-Hersteller am Montagabend mit. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr habe Loewe im dritten Quartal vor allem "eine negative Marktentwicklung" zu schaffen gemacht.

Der Chiphersteller Infineon gehörte heute zu den größten Verlieren im Dax. Die Papiere des Münchner Konzerns verloren 2,44 Prozent. Ausgelöst wurde das Minus durch eine Kurszielsenkung der Citigroup von 6 auf 5 Euro. Bayer gehörte am Dienstag ebenfalls zu den schwächeren Werten. Belastet wurde der Chemiekonzern von einer Niederlage im Patentstreit mit dem US-Chemiekonzern Dow Chemical. Ein Bundesbezirksgericht im US-Bundesstaat North Carolina sprach zwei Tochterfirmen des amerikanischen Unternehmens jetzt 5,3 Millionen Dollar Entschädigung zu, wie die Chemiefirma Dow AgroSciences in der Nacht zum Dienstag mitteilte.

Die größten Börsengänge der Welt

General Motors

General Motors: 23,1 Mrd. Dollar (2010, USA)

Agricultural Bank of China

Agricultural Bank of China: 22,1 Mrd. Dollar (2010, China)

ICBC

ICBC: 21,97 Mrd. Dollar (2006, China)

Visa Inc

Visa Inc: 19,65 Mrd. Dollar (2008, USA)

NTT Mobile Communications

NTT Mobile Communications: 18,05 Mrd. Dollar (1998, Japan)

Enel SpA

Enel SpA: 16,59 Mrd. Dollar (1999, Italien)

Nippon Telegraph and Telephone

Nippon Telegraph and Telephone: 13,75 Mrd. Dollar (1986, Japan)

Deutsche Telekom

Deutsche Telekom: 12,49 Mrd. Dollar (1996, Deutschland)

Bank of China

Bank of China: 11,19 Mrd. Dollar (2006, China)

Dai-ichi Life Insurance

Dai-ichi Life Insurance: 11,16 Mrd. Dollar (2010, Japan)

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

02.10.2012, 07:59 Uhr

Unter 7.300 Punkte?!

Na und? Heute fast noch keine Umsätze. Außerdem ist es ein ganz starkes Zeichen, trotz der allgemeinen Problemlage überhaupt einen Stand über 7.000 zu halten. Ein kraftvoller Dax derzeit.

Vorbote der aufziehenden Inflationstendenzen übrigens.

Drinne bleiben. Den großen Absturtz wird es vorerst nicht geben!

Account gelöscht!

02.10.2012, 09:18 Uhr

Moin zusammen,
den großen Absturz sehe ich auch noch nicht, jedoch ist erfahrungsgemäß die Zeit nach den US-Präsidentschaftswahlen eher schlecht für die Börsen. Da wir auch einen sehr starken Anstieg ohne Konsolidierung hinter uns haben betrachte ich das Aufwärtspotential als vorerst gering. Wer drin ist sollte seine Positionen per SL absichern. Wer noch nicht/nicht mehr drin ist sollte lieber noch warten.

Allen einen erfolgreichen Handelstag!

Holzbock

02.10.2012, 11:26 Uhr

Der Hamburger arbeitet wieder für den HHer Senat,
Er hat sich besonders qualifiziert und versenkt jetzt Steuergelder in der Elbphilharmonie.

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