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08.05.2012

18:13 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax schließt knapp zwei Prozent leichter

Sorgen um Griechenland und schlechte US-Wirtschaftsdaten verhagelten Investoren am Nachmittag die Stimmung. Morgens hatte es erst mal eine unerwartete Pause gegeben - wegen eines technischen Defekts.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfDer deutsche Aktienmarkt ist aus Sorgen über die Zukunft Griechenlands am Dienstag auf Talfahrt gegangen. Der Dax büßte 1,9 Prozent auf 6.444 Punkte ein. Dies war der tiefste Schlussstand seit Januar. Für den MDax ging es am Dienstag fast zwei Prozent nach unten auf 10.416 Punkte und der TecDax verlor 1,4 Prozent auf 772 Punkte.

Am Morgen hatte zudem noch ein deutlich verzögerter Handelsbeginn für Aufregung - und für eine unerwartete Frühstückspause - an der Börse gesorgt. Ein Hardware-Fehler auf der Handelsplattform Xetra hatte eine Verzögerung des Börsenstarts von fast eineinhalb Stunden verursacht.

Am Dienstagnachmittag standen wieder die politischen Risiken der Euro-Zone im Fokus der Anleger. Aus Furcht vor einem politischen Chaos in Griechenland haben die Anleger den Finanzmärkten den Rücken gekehrt. Vor allem die Äußerungen aus den Reihen des griechischen Linksbündnisses, das sich an der Regierungsbildung in Athen versucht, sorgten für Nervosität. Linken-Chef Alexis Tsipras erklärte die Zusagen Griechenlands zum milliardenschweren Rettungspaket für "null und nichtig". Seine Drohung, die Banken zu verstaatlichen, trieb manchem Anleger die Schweißperlen auf die Stirn.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Außerdem drückten die schlechten US-Einzelhandelsumsätze auf die Kauflaune der Anleger. Sie sind im vergangenen Monat um 1,3 Prozent gefallen, nach einem Minus von 0,2 Prozent zuvor.

Am Rohstoff- und Devisenmarkt sah es nicht viel besser aus: Der Euro sackte zeitweise unter die Marke von 1,30 Dollar, der Preis für die Öl-Sorte Brent verbilligte sich um zwei Prozent auf 111 Dollar pro Barrel. Selbst um das als sicherer Anlagehafen geltende Gold machten Investoren einen Bogen. Der Preis für die Feinunze des Edelmetalls fiel um 2,5 Prozent auf 1597 Dollar.

Investoren steckten ihr Geld lieber in Bundesanleihen, obwohl die Rendite mit aktuell 1,53 Prozent immer magerer ausfällt. Der Bund-Future erreichte mit 142,64 Punkten erneut ein Rekordhoch.

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Bei den Einzelwerten stach die Deutsche Telekom hervor. Die Tarif-Einigung im Deutschland-Geschäft hat dem Telekommunikationsunternehmen am Vormittag Auftrieb gegeben. Die Aktie ging 0,6 fester aus dem Handel. Der Tarif-Abschluss sei positiv zu werten, weil dadurch Streiks vermieden würden, sagte ein Börsianer. Das Lohnplus liege im Rahmen der Erwartungen. Die Vergabe von Aufträgen an Ericsson und Nokia Siemens Networks sei zudem ein Zeichen dafür, dass sich der milliardenschwere Ausbau des US-Netzes im Zeitplan befinde.

Kommentare (77)

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Deutschlandadler

08.05.2012, 07:26 Uhr

Die negative Markttechnik wird sich durchsetzen daran ändert auch der gestrige Aufwärtsmove nichts. Die Rahmenbedingungen (EU) sind und bleiben schlecht für
Zukunfts-(Risiko)investitionen wie Aktien.

B.Zweifler

08.05.2012, 07:33 Uhr

Ich bezweifle, dass es heute aufwärts geht.

Ainstein

08.05.2012, 07:36 Uhr

Relativitätstheorie:

1.) Für Aktienkursniveau ist es relativ wichtig, wie das Zinsniveau liegt.

2.) Für Aktienkursniveau ist es relativ wichtig, wie die Politik Börsen begleitet und stützt.

3.) Für Aktienkursniveau ist es relativ wichtig, wie stark oder schwach die Deutsche Wirtschaft in Relation zu den anderen Wirtschaftsnationen dasteht. (Die Kurse werden nämlich, entgegen allen anderen behauptungen, relativ starkt an den großen angloamerikanischen Märkten gemacht, was man gestern relativ klar wie selten erkennen konnte.)

Für Punkt 1 bis 3 besteht relativ viel Luft nach oben und relativ wenige Hundert Punkte Luft nach unten.

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