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23.10.2012

18:04 Uhr

Börse Frankfurt

Der Dax verliert deutlich

Verhaltene Konjunkturaussichten und maue Quartalszahlen haben den Dax am Dienstag unter die 7200er-Marke gedrückt. Vor dem Start der heißen Phase der Berichtssaison wagten sich die Anleger nicht aus der Deckung.

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DüsseldorfDer Deutsche Aktienindex (Dax) hat seine seine jüngsten Verluste am Dienstag weiter ausgebaut. Nach einem kaum veränderten Start notierte das Börsenbarometer bei Handelsschluss in Frankfurt 2,1 Prozent schlechter bei 7173 Punkten. Der MDax verlor 1,7 Prozent auf 11.277 Zähler. Der TecDax sank um 1,6 Prozent auf 793 Stellen. Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank sagte: „Es gibt nicht die eine dominierende Schlagzeile, sondern mehrere verschiedene Gründe.“

Bereits am Morgen belastete die Anleger die schlechte Stimmung französischer Unternehmer, nachdem der Geschäftsklimaindikator in Frankreich im Oktober entgegen optimistischeren Erwartungen auf ein Dreijahrestief gefallen war. Anschließend herrschte laut Engelmann vor allem Vorsicht vor wichtigen Konjunkturdaten am Mittwoch. Dabei verwies der Equinet-Analyst unter anderem auf den Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland sowie die Einkaufsmanagerindizes aus Europa. Zudem werden VW und SAP mit Quartalszahlen erwartet. „Bevor die ersten Dax-Unternehmen ihre Zahlen vorlegen, will sich keiner positionieren“, sagte ein Händler.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:50 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Einen Vorgeschmack wie sich die Wirtschaft in Europa entwickeln könnte, lieferte der belgische Geschäftsklimaindex, der auf minus 13,5 von minus 11,6 Punkten im Vormonat fiel. Wegen der starken Handelsverflechtungen Belgiens mit seinen Nachbarländern gilt das Barometer als Signal für den deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex. Volkswirte rechnen für den Ifo-Index im Schnitt mit dem ersten Anstieg seit einem halben Jahr auf 101,5 Punkte.

Unter den deutschen Führungskräften sinkt einer Umfrage zufolge die Zuversicht, was die künftige wirtschaftliche Entwicklung angeht. Allerdings ist ihre Stimmung noch deutlich besser als in weiten Teilen der Welt. So äußerten sich sechs Prozent der deutschen Manager „sehr optimistisch“ für die nächsten zwölf Monate und 45 Prozent immerhin „leicht optimistisch“, wie eine vom „Handelsblatt“ in Auftrag gegebene weltweite Führungskräfteumfrage durch die internationale Beratungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton ergab. Dagegen blicken 22 Prozent „leicht pessimistisch“ und ein Prozent „sehr pessimistisch“ in die Zukunft. Gut ein Viertel der Befragten äußerte eine neutrale Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven.

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Zusätzlich für schlechte Stimmung sorgte am Dienstag, dass Spanien ein etwas höheres Defizit für 2013 meldete, der permanente Euro-Rettungsschirm erneut auf dem juristischen Prüfstand stehe und die US-Konzerne Caterpillar sowie DuPont und 3M schwache Zahlen bekanntgaben.

Dass die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit fünf spanischer Regionen gesenkt hat, bewegte den Markt indes nicht. „Katalonien hatte bereits Ende August fünf Milliarden Euro von der spanischen Regierung angefordert“, hieß es. Allerdings stiegen die Renditen für zehnjährige Anleihen von 5,52 Prozent am Montagabend auf 5,57 Prozent. Auch die Zinsen für kürzer laufende Staatsbonds zogen an den Rentenmärkten an.

Kommentare (7)

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Jetzt_wird_es_spannend

23.10.2012, 14:13 Uhr

Hält die 50-Tage-Linie oder sehen wir doch das Re-Make von 2007?

ZONK

23.10.2012, 17:12 Uhr

Alles muss raus! Yeah! :-))

Holzkopf

23.10.2012, 17:33 Uhr

und ich dachte tatsächlich, es geht nur noch nach oben.

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