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07.07.2015

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Der Schatten Griechenlands legt sich über den Dax

Nach einem gelassenen Start in den Tag hat sich der Dax zum Beginn des EU-Gipfels deutlich ins Minus gedreht. Damit folgt er dem Trend auf Europas Börsen. Auch die italienischen und spanischen Indizes notieren negativ.

Börse am Abend

"Der Dax-Verlauf sieht aus wie ein Steilhang am Olymp"

Börse am Abend: "Der Dax-Verlauf sieht aus wie ein Steilhang am Olymp"

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Düsseldorf/FrankfurtDas griechische Votum hat - anders als erwartet - an den Börsen keinen Knall ausgelöst. Auch am heutigen Donnerstag blieben größere Verwerfungen zunächst aus. Im Vorfeld des EU-Gipfels am heutigen Abend eröffnete der Dax im Plus. Im Verlauf des Tages drehte sich der Index jedoch ins Negative und schloss zwei Prozent im Minus bei 10.677 Punkten.

Auch an anderen europäischen Börsen ging es bergab. Am schlimmsten traf es bisher Italien: Dort rutschte der Leitindex um bis zu 3,8 Prozent. In Spanien und Frankreich büßten die Börsenbarometer zeitweise um jeweils zwei Prozent ein. Die Hälfte der 18 Aktienmärkte in Europa sind zehn Prozent unter ihren Jahreshochs für 2015, ergaben die Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das verlieren die Euro-Länder, wenn Griechenland pleitegeht

Deutschland

88,7 Milliarden Euro

Frankreich

67,9 Milliarden Euro

Italien

59,2 Milliarden Euro

Spanien

40,5 Milliarden Euro

Niederlande

19,3 Milliarden Euro

Belgien

11,9 Milliarden Euro

Österreich

9,4 Milliarden Euro

Finnland

6 Milliarden Euro

Portugal

4,5 Milliarden Euro

Slowakei

2,9 Milliarden Euro

Irland

2,7 Milliarden Euro

Slowenien

1,6 Milliarden Euro

Quellen

IWF, EU-Kommission, EFSF, ESM, EZB, Bank of Greece, Berechnungen des ifo Instituts.

Von den heutigen Verhandlungen der Euro-Finanzminister versprechen sich die Börsenteilnehmer nicht allzu viel, hoffen aber das Beste. So wie Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black: „Obwohl niemand für heute mit einer Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern rechnet, wird Ministerpräsident Alexis Tsipras ein Angebot vorlegen müssen, das als 'reale' Basis für die Wiederaufnahme der Gespräche über ein drittes Hilfspaket dient.”

Doch genau das ist bislang noch nicht geschehen - heißt es aus den Regierungskreisen der EU. Der neue griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos soll ohne neue schriftliche Vorschläge zu dem Treffen der Eurozone in Brüssel gekommen sein. Dennoch will sein Land einen Antrag auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds ESM stellen.

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Dagegen scheint das Griechen-Drama dem Euro sehr wohl im Wege zu stehen. Im Vorfeld des EU-Gipfels bröckelt die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar weiter ab und verbilligt auf 1,0951 Dollar und damit rund ein Prozent tiefer als am Vortag. Laut Händlern belastete auch der Renditerückgang am Rentenmarkt den Euro. Die Verzinsungen vieler europäischer Staatsanleihen gaben wieder deutlich nach. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen deutschen Bundesanleihe fiel auf 0,64 Prozent von 0,77 Prozent am Vorabend.

Kommentare (5)

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Herr walter rehm

07.07.2015, 09:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Juan Garcias

07.07.2015, 13:12 Uhr

Good-bye EMA 200, hello 10.500.

Juan Garcias

07.07.2015, 13:18 Uhr

"Dax-Anleger sind gelassen vor Krisengipfel"

Liebe HBO-Redaktion,
ich weiss nicht, welches Zeug Sie nehmen, aber ich hätte auch gerne etwas davon. Scheint sehr wirkungsvoll zu sein.

1. Gibt es kaum "Anleger" im Dax. Die wahren Anleger juckt das tägliche Gezappel nicht.
2. Einige Ihrer "Anleger" verdienen prächtig an der Korrektur.
3. Ente süss-sauer statt Tzaziki. Die eigentlich Gefahr geht von China aus. Scheint Ihnen bisher entgangen zu sein.

P.S.: Auf ebay gibts ein paar Short Dax ETFs handsigniert von deltaone. Irgendwer Interesse?

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