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11.08.2014

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Die Dax-Bullen sind zurück

Der Dax kann sich aus dem Abwärtssog der Vorwoche befreien und legt zum Wochenstart kräftig zu. Anleger glaubten an eine Entspannung in der Ukraine-Krise. Doch Experten warnen: Die Stimmung kann jederzeit kippen.

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DAX erholt sich: Einstiegskurse oder Warnsignal?

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DüsseldorfDer Absturz der vergangenen Tage war einigen Anlegern dann doch wohl zu viel. Der Dax setzte am Montag schwungvoll zur Gegenbewegung an und schloss 1,9 Prozent höher bei 9.180 Punkten. Damit hat er die Verluste der Vorwoche fast wett gemacht.

„Die Bullen sind zurück“, schrieb Marktanalyst Marcus Silber vom Bankhaus Close Brothers Seydler in einem Kommentar. Anleger werteten das Ende der russischen Manöver in der Nähe der Grenze zur umkämpften Ost-Ukraine offenbar als Zeichen der Entspannung.

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Die Analysten der Essener National-Bank warnten jedoch vor überzogenem Optimismus: „Die Stimmung kann schnell wieder kippen, da das Risiko einer Verschärfung des Konfliktes in der Ost-Ukraine weiterhin gegeben ist.“

Skeptisch zeigte sich auch Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black und bezeichnete die aktuelle Erholung lediglich als technische Reaktion. Offenbar seien Geschwindigkeit und Ausmaß der vorangegangenen Kursverluste aus Sicht vieler Anleger einfach überzogen gewesen. Eine echte Entspannung in den Krisengebieten der Ukraine und des Irak sei nicht in Sicht, betonte Huber. Daher sei fraglich, ob die Börsen ihre aktuellen Gewinne halten könnten.

„Ob die gute Stimmung allerdings sehr lange anhalten wird, ist eher fraglich“, warnte auch LBBW-Analyst Werner Bader. Die Belastungsfaktoren seien nach wie vor da.

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„Politische Börsen haben kurze Beine“, heißt eine Börsenweisheit. „In Anbetracht der Vielzahl an Krisenherden besteht das Risiko, dass dieses Mal die Beine etwas länger ausfallen können“, hieß es in einer Analyse der Postbank. Anleger fürchten, dass sich Russland und der Westen wegen des Ukraine-Konflikts immer weiter mit gegenseitigen Strafen belegen.

Im Vergleich zu den USA dürfte eine Sanktionsspirale die europäische Wirtschaft deutlich härter treffen, sagt Commerzbanker Lutz Karpowitz. Gerade Deutschland sei auf umfangreiche Energielieferungen aus Russland angewiesen, zudem wären von einer stärkeren Rezession in Russland auch viele osteuropäische Handelspartner betroffen, erklärt der Experte.

Kommentare (37)

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Herr Edi Haas

11.08.2014, 08:02 Uhr

Am Freitag wurden schon alle ausserbörslichen Hochs und Tiefs bestätigt.
Auch das Hoch NACH Börsenschluss wurde jetzt schon heute morgen,also VOR dem Handelsstart bestätigt.
Dann muss das nur noch heute innerbörslich bestätigt werden,was aber nicht schwer sein dürfte.
Alles wird momentan immer bestätigt,das ist schon merkwürdig....

Herr Arnold Dreis

11.08.2014, 09:03 Uhr

Ist der "DAX" für Sie ein Wesen, eine Kreatur?
Der DAX ist Teil einer Wettanstalt. Was wenige gewinnen verlieren viele.
Langsam wird bedenklich mit der Berichterstattung beim Handelsblatt, obwohl doch manchmal sehr gute Artikel dabei sind.

Herr Edi Haas

11.08.2014, 09:54 Uhr

Das heutige VORbörsliche HOCH un TIEF wurde gerade beides bestätigt,jetzt muss nichts mehr bestätigt werden,
das läuft seit Tagen schon so,ist schon merkwürdig...

Apropo merkwürdig,
@ Dreis,was machen Sie denn für merkwürdige Aussagen?
"Der Dax eine Kreatur,ein Wesen" schon sehr abgedreht ihr Kommentar.

Das der dax eine Wettanstalt ist sage ich hier täglich mehrmals,ein Casino was zum zocken einläd,man muss das System und die Technik nur verstanden haben,dann ist das Spiel einfach.

(...)

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