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03.02.2015

17:52 Uhr

Börse Frankfurt

Die Dax-Rally geht weiter

Der Geldsegen der EZB betäubt die Anleger. Probleme und Risiken blenden sie weitestgehend aus – auch weil sich in Griechenland eine leichte Entspannung abzeichnet. Der Dax greift nach der 11.000-Punkte-Marke.

Börse am Abend

Dax verpasst knapp die 11.000-Marke

Börse am Abend: Dax verpasst knapp die 11.000-Marke

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DüsseldorfDer Dax machte heute dort weiter, wo er am Montag aufgehört hatte. Vom Start weg arbeitete sich der Leitindex bis auf ein neues Rekordhoch bei 10.985 Punkten. Später ging dem Dax dann ein wenig die Kraft aus. Am Ende schloss der Dax 0,6 Prozent fester auf 10.891 Zählern – ein neuer Schlussrekord.

„Solange die Geldschleusen in Europa offen sind und immer breiter werden, feiert man die Party mangels Alternativen“, sagte Ayondo-Marktstrategin Sarah Brylewski. So werfen die zehnjährigen Bundesanleihen nur noch eine Rendite von 0,323 Prozent ab und damit erstmals weniger als die seit Jahren renditeschwachen Japan-Bonds.

Auch in den USA überzeugen die Börsen. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss ein Prozent fester auf 17.528 Punkten. Der S&P-500 legte 0,7 Prozent zu. Der Nasdaq stieg um 0,2 Prozent.

In Frankfurt sorgte neben den EZB-Geldern überraschenderweise auch mal Griechenland für Zuversicht. In einem am Montagabend veröffentlichten Interview sagte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, seine Regierung werde nicht mehr den Erlass der 315 Milliarden Euro Auslandsschulden fordern. Stattdessen solle die Belastung über verschiedene Umschuldungsarten tragbar gemacht werden.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

Nach der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank bemühte sich auch Ministerpräsident Alexis Tsipras Medienberichten zufolge, in Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Parlamentspräsident Martin Schulz die Wogen zu glätten. „Die neue griechische Regierung hat vergangene Woche mit den Säbeln gerasselt, jetzt scheint sie zurück zu rudern”, sagte ein Börsianer.

Davon profitierte auch der Athener Leitindex, der seit Jahresbeginn fast neun Prozent an Wert eingebüßt hatte. Er legte in der Spitze um 6,3 Prozent zu. Der griechische Bankenindex kam sogar auf ein Plus von zwölf Prozent. Er ist seit Jahresbeginn um knapp 34 Prozent in den Keller gerutscht. Am Rentenmarkt machte sich ebenfalls Erleichterung breit.

Aussagen von Asoka Wöhrmann von der Deutschen Asset & Wealth Management sorgen laut einigen Börsianern ebenfalls für Kauflaune. Der Chef-Anleger der Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank hatte im Interview mit dem „Handelsblatt“ die Aufstockung des Anleihe-Ankaufsprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Jahresende ins Gespräch gebracht, weil der Inflationsdruck wegen des niedrigen Ölpreises gering bleibe. „Die US-Notenbank Fed hat dies schließlich auch dreimal getan und weitere Maßnahmen eingeleitet“, fügte Wöhrmann hinzu.

Insgesamt scheinen die Anleger angesichts der Geldflut der EZB vieles Negative auszublenden: „Die Maßnahmen der EZB überstrahlen aktuell alles, auch die Sorgen um die Weltwirtschaft oder Griechenland, denn diese Geldmengen entbehren jeglicher Vorstellungskraft“, fasst Portfolio-Manager Philipp Müller von der Performance IMC Vermögensverwaltung die Stimmung der Börsianer zusammen. Nach Angaben des EZB-Direktors Benoit Coeure soll der Kauf von Staatsanleihen in der ersten März-Hälfte beginnen.

Kommentare (51)

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Juan Garcias

03.02.2015, 07:17 Uhr

Die Antwort ist selbstredend "Ja! QE 4ever und grenzenlose Rallye.". Ich muss noch schnell ein paar Kauforder aufgeben bevor es keine Quality Companies mehr gibt.

Juan Garcias

03.02.2015, 07:19 Uhr

@Veldung Was ist mit der garantierten EUR/USD-Parität, weil es ja schonmal so war?

The Gamer

03.02.2015, 07:26 Uhr

Hallo und einen wunderschönen guten Morgen,

Ooooooh wie war das schööööön, ja so kanns weitergehen, gestern nochmal ins öltöpfchen gegriffen, bin gespannt wie es weiter geht......

Einen schönen Tag und tolle TRADES wünscht euch

The Gamer

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