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01.09.2014

17:36 Uhr

Börse Frankfurt

Die Dax-Ruhe vor dem Sturm

Kämpfe nie gegen die Notenbank an, sagt eine Börsenweisheit. Doch wie sieht der künftige Kurs der EZB aus? Und wann hebt die Fed ihre Zinsen? Anleger stehen vor vielen Fragen. Eine turbulente Woche hat begonnen.

Tag an den Börsen

Tops und Flops im Dax

Tag an den Börsen: Tops und Flops im Dax

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FrankfurtDiese Woche könnte zum heißen Ritt werden. Anleger hielten sich am Montag deshalb eher zurück und warteten ab. Es stehen nämlich noch kursbewegende Ereignisse im Kalender, vor denen sich niemand aus dem Fenster lehnen wollte.

Der Dax ging bei dünnen Umsätzen 0,01 Prozent höher bei 9.471 Punkten aus dem Handel. Aus den USA kamen keine Impulse: Die Börse blieb wegen eines Feiertags (Labor Day) geschlossen.

Anleger stellen sich derzeit die große Frage: Wird EZB-Chef Mario Draghi liefern? Wird er die Geldschleusen weiter öffnen? Draghi hatte nämlich letzte Woche neue Hoffnungen aufkeimen lassen und die Erwartungen hochgeschraubt. Er kündigte an die Deflation stärker bekämpfen zu wollen. Das ließ Spekulationen auf neue Anleihekäufe aufkommen. Wie es für Dax und Co. weitergeht, hängt also vor allem von EZB-Chef Mario Draghi ab.

Weiterer Fokus der Anleger: Die US-Notenbank Fed. Wann diese ihre Zinsen erhöhen wird, ist auch noch unklar. Klar ist aber, dass die Fed ihre Zinsen an den Arbeitsmarkt gekoppelt hat. Wenn der Arbeitsmarkt gut läuft, werde die Fed die Zinsen wieder anheben. Deshalb wird der Freitag für Anleger spannend: Dann kommen die US-Jobdaten für den August.

Nach wie vor bleibt der Konflikt in der Ukraine und eine mögliche Sanktions-Spirale zwischen Russland und dem Westen im Hinterkopf der Anleger. Nach ukrainischen Angaben unterstützt Moskau weiter die Rebellen im Osten des Landes, von wo schwere Kämpfe gemeldet wurden.

Wo die Deutschen ihr Geld lagern

Festverzinsliche Wertpapiere (inklusive Zertifikate)

216 Milliarden Euro (vier Prozent)

Sonstige Anteilsrechte (zum Beispiel GmbH-Anteile)

199 Milliarden Euro (vier Prozent)

Aktien

300 Milliarden Euro (sechs Prozent)

Sonstige Anlageformen

355 Milliarden Euro (sieben Prozent)

Investmentfonds

450 Milliarden Euro (neun Prozent)

Versicherungen

1552 Milliarden Euro (30 Prozent)

Bargeld und Einlagen

2082 Milliarden Euro (40 Prozent)*

*Quelle: Deutsche Bundesbank

Wegen der Ukraine-Krise verliert auch die deutsche Industrie immer mehr an Fahrt: Produktion und Aufträge stiegen im August so langsam wie seit über einem Jahr nicht mehr, wie aus einer am Montag veröffentlichten Markit-Umfrage unter 500 Betrieben hervorgeht. Auch die Industrie in der Euro-Zone wächst kaum noch. Und in China verlor die Industrie an Tempo, so dass der amtliche chinesische Einkaufsmanagerindex im August stärker als erwartet sank.

Kommentare (21)

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Herr Edi Haas

01.09.2014, 07:40 Uhr

Natürlich können sich die Anleger auf Draghi verlassen,erliefert das was die Mächtigen erwarten.
Das System läuft und das Spiel geht weiter.
Egal was in der Ukraine im Nahen Osten oder sonst wo passiert.
Die Notenbanken sind die Börse und die Programme der Maschinen laufen auf Gewinn.
Nur der Kleinanlger versteht das nicht und kauft weiter Puts.
Mal sehen was es wieder VOR Handelsstart für Wunschkurse gibt die dann natürlich wie immer innerbörslich bestätigt werden müssen.

Herr Edi Haas

01.09.2014, 08:04 Uhr

Jetzt schon wieder 20 Punkte höher als im Schattenmarkt Freitag.
Einige Calls waren wertlos jetzt schon verdoppelt.
Das System läuft so einfach ist Geld zu machen.
Denn Geld macht Geld.
Kurse machen Nachrichten aber Nachrichten keine Kurse .

Herr Edi Haas

01.09.2014, 08:27 Uhr

Die 9500 musste natürlich geholt werden.
Diese Kleinanleger lernen es nie denn jetzt muss die 9500
noch innerbörslich bestätigt werden, das System läuft.

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