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01.12.2014

17:38 Uhr

Börse Frankfurt

Die Dax-Ruhe vor den 10.000 Punkten?

Der Dax hat einen erstaunlichen Run hinter sich. Zum Wochenstart atmen Anleger allerdings durch. Schwache Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung. Analysten bleiben optimistisch und warten auf die 10.000 Punkte-Marke.

Tag an den Börsen

Reißt die Dax-Gewinnsträhne?

Tag an den Börsen: Reißt die Dax-Gewinnsträhne?

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Jetzt heißt es erstmal durchatmen. Der Dax stieg zwölf Tage in Folge und schaffte allein im November ein Plus von sieben Prozent. Doch die Rekordjagd wurde zum Wochenstart vorerst auf Eis gelegt: Der Dax ging 0,17 Prozent schwächer bei 9.963 Punkten aus dem Handel.

Doch Analysten gehen davon aus, dass die Rally an den internationalen Aktienbörsen diese Woche noch weitergehen könnte. „Die Jahresend-Rally ist bereits in vollem Gang“, sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. „Der Dax wird die Zehntausender-Marke sicher knacken und sich darüber halten.“ Im Windschatten neuer Höchststände an der Wall Street gewann der deutsche Leitindex in der alten Woche 2,6 Prozent und näherte sich bis auf etwa 70 Zähler seiner bisherigen Bestmarke von 10.050,98 Stellen.

So legen Vermögende ihr Geld an

Ab wann ist man „vermögend“?

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.

Wie viel Vermögen hat der deutsche Durchschnittsbürger?

Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland?

Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.

Wie wird man reich?

Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.

Wie legen Vermögende ihr Geld an?

Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.

Wie legt der Durchschnittsdeutsche sein Geld an?

Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Dass die Rally ins Stocken gerät, lag am Montag auch enttäuschenden Konjunkturdaten. Der deutsche Einkaufsmanagerindex sank im November um 1,9 auf 49,5 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Damit fiel das Barometer laut endgültigen Daten nicht nur auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten, sondern auch unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Auch aus China kamen enttäuschende Zahlen: Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich verlangsamt, der Einkaufsmanagerindex für die Branche sank im November auf 50,3 Punkte von 50,8 Zählern im Oktober.

Paukenschlag bei Eon

Für die Nachricht des Tages an den Märkten sorgte allerdings Eon. Der Strom- und Gaskonzern steht vor dem größten Umbau seiner Konzerngeschichte und möchte in Zukunft komplett auf erneuerbare Energien setzen. Kohle, Gas und Atomkraft sollen in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden. Die Energiewende hat damit erstmals einen Branchenriesen komplett aus den Angeln gehoben. Die Aktien stiegen in der Spitze um 6,3 Prozent auf 15,15 Euro und waren damit so teuer wie seit knapp fünf Monaten nicht mehr. Schließlich ging die Eon-Aktie 4,5 Prozent höher aus dem Handel. „Der Konzernumbau ist ein Befreiungsschlag für Eon“, sagte ein Händler. „Das ganze gleicht einem Großreinemachen.“ Dieser Schritt nehme Anlegern viel Unsicherheit und dürfte für die Aktien langfristig gut sein.

Im MDax schossen Gagfah-Aktien um rund 13 Prozent in die Höhe. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington will den Ruhrgebiets-Rivalen für fast 3,9 Milliarden Euro übernehmen. Die Titel der Deutschen Annington fielen dagegen um gut drei Prozent.

Kommentare (39)

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Herr Uwe Warschkow

01.12.2014, 08:44 Uhr

"Lautenschläger spuckt Draghi in die Suppe!".So lautete vorgestern die Schlagzeile in einer großen deutschen Zeitung.Wie es aussieht,nicht nur dem Draghi.

Herr Edi Haas

01.12.2014, 09:51 Uhr

VORbörslich war der Dax wieder einmal als Schnäppchen
zu haben. Das ist wie im Casino rein, fette Gewinne mitnehmen
und weiter unten wieder einsteigen
Es ist Endjahresrallyestimmung

Herr Edgar Cayce

01.12.2014, 09:57 Uhr

@Veldung

Das glauben Sie doch wohl selbst nicht, dass Draghi seinen Willen nicht durchsetzen wird.

Es ist keine Frage ob es eine QE gibt, sondern wann und in welchem Ausmass. Das ist taktisches Geplänkel.

Alleine würde der Dax den nachhaltigen Sprung über die 10.000 nicht packen, aber dafür gibt es ja die EZB.

Wir werden noch KGVs und aufgeblähte Kurse jenseits von Gut und Böse sehen in den nächsten Jahren. Das ist der (gewünschte) Nebeneffekt.

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