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16.07.2015

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Draghi hilft dem Dax auf die Sprünge

Griechische Banken müssen sich vorerst keine Sorgen machen: Die EZB will ihnen weiter Kredite zur Verfügung stellen. Der Dax kletterte zeitweise knapp 250 Punkte nach oben – und nimmt zum Börsenschluss 177 Zähler mit.

Börse am Abend

Griechenland lässt Kurse steigen

Börse am Abend: Griechenland lässt Kurse steigen

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Düsseldorf/FrankfurtDie Hellas-Banken erhalten weitere Notkredite, das griechische Parlament winkt das dritte Hilfspaket durch: Mehrere erfreuliche Nachrichten verhalfen dem Dax am Donnerstag zu einem gehörigen Satz nach oben. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 11.717 Zählern – zweitweise stand sogar ein Plus von knapp 250 Punkten. In der zweiten Reihe zeigte sich ein ähnliches Bild: Der MDax notierte am Ende 1,5 Prozent fester bei 20.972 Punkten, der TecDax legte 1,2 Prozent zu auf 1795 Stellen.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

Die Europäische Zentralbank (EZB) gewährt Griechenlands Banken weitere Notkredite. Der Rahmen für die sogenannten Ela-Hilfen von zuletzt rund 90 Milliarden Euro sei angehoben worden, sagte EZB-Präsident Mario Draghi nach Beratungen des EZB-Rates am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter stockten den Rahmen für die Gewährung von Notfall-Kredithilfen an die Institute um 900 Millionen für eine Woche auf.

Die sogenannten ELA-Hilfen werden von der Athener Notenbank gegen Sicherheiten vergeben. Über die Gewährung entscheidet aber der EZB-Rat. Die Institute benötigen die Liquiditätsspritzen mittlerweile für ihr Überleben. Denn aus Furcht vor einem Ausscheiden des Landes aus dem Euro hatten Bankkunden zuletzt massiv ihre Konten leergeräumt. Den Banken droht daher das Geld auszugehen. 

Die Zeichen der Entspannung in der Griechenland-Krise haben auch dem Euro geholfen. Die Gemeinschaftswährung verringerte ihre Verluste und kämpfte sich kurzzeitig über die Marke von 1,09 Dollar zurück.

Der Leitzins wurde hingegen wie erwartet nicht angetastet. Der Schlüsselsatz für die Versorgung des Bankensystems mit frischem Geld bleibt auf dem Niveau von 0,05 Prozent, wie die Währungshüter am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung mitteilten. Die EZB hatte den Leitzins im September 2014 auf das Rekordtief gesenkt.

Ungeachtet der Dauerkrise in Griechenland rechnen die Währungshüter mit einem Aufschwung in der Euro-Zone. „Die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten, die teilweise die größere Unsicherheit widerspiegeln, haben unsere Einschätzung nicht verändert“, sagte Draghi angesichts der starken Kursschwankungen an den Börsen.

Die Konjunkturerholung werde auf breiteren Beinen stehen. „Der jüngste Rückgang der Ölpreise sollte das real verfügbare Einkommen der Verbraucher und die Profitabilität stützen“, so Draghi. Des fördere den Konsum und Investitionen.

Kommentare (4)

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Herr walter rehm

16.07.2015, 08:32 Uhr

Natürlich ist der Dax in Bewegung...die Maschinen handeln doch vollautomatisch ihre Gewinnkurse ab....natürlich auch heute wieder...beste Kurse VOR Xetrastart

Herr walter rehm

16.07.2015, 14:48 Uhr

Morgens kaufen...NACHmittags verkaufen klappt immer...schön wenn ein System funktioniert

Herr walter rehm

16.07.2015, 14:52 Uhr

Was hatten hier letzte Woche einige hier geschreiben...CRASH.....ich kann es verstehen....tausende Punkte nach oben nichts mitgemacht...dann konsulidiert es mal endlich...schon kommen die Unken...lenkt vom eigenen Unvermögen ab....aber seit den Crashrufen 1.000 Punkte im Plus unser Dax...schön das man unter 11.000...sogar unter 10.800 noch einmal kaufen durfte...Gewinnstops gesetzt macht das Leben doch entspannter

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