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08.05.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Draghi sorgt für Wirbel an den Börsen

Die EZB hat einmal mehr die Börsen im Griff. Vor allem Mario Draghis Aussagen zur Geldpolitik ließen die Aktienmärkte springen. Der Dax schließt nach einer wilden Achterbahnfahrt über der 9600-Punkte-Marke.

Paukenschlag: EZB-Zinssenkung im Juni?

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FrankfurtEigentlich startet der Handel an der Frankfurter Börse um 9:00 Uhr morgens. Heute allerdings hätte man meinen können, das er um 13:45 Uhr beginnt. Verantwortlich für den „verspäteten“ Handel war die Europäische Zentralbank. Die hatte zwar den Leitzins nicht angetastet – und das wurde von einem Großteil der Anleger auch erwartet – doch auf der Pressekonferenz ließ sich EZB-Präsident Mario Draghi die eine oder andere Neuigkeit entlocken.

An der Börse in Frankfurt sah das dann folgendermaßen aus: Guter Start, wildes Auf und Ab am frühen Nachmittag, zeitweise ein Sturz unter die 9500-Punkte-Marke und danach der Marsch über die 9600 Punkte. Am Ende schloss der Dax mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 9607 Punkte.

Während im Dax ein nervöses Hin und Her herrschte, blieb man in der zweiten Börsenliga besonnener. Weder der MDax noch der TecDax ließen sich von Draghis Ankündigungen beirren. Der MDax verteidigte seine Gewinne und ging mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 16.294 Punkten aus dem Handel. Der TecDax schloss 0,2 Prozent fester auf 1229 Zähler.

Der Devisenmarkt wiederum ließ sich klar von der EZB-Pressekonferenz beeinflussen. Der Euro stieg zunächst auf fast 1,40 Dollar, stürzte aber genauso schnell wieder auf 1,3862 Dollar ab.

Tops und Flops im Dax 2014 (Stand: 02.05.)

1. Platz - Gewinner

Lufthansa

+ 17,3 Prozent)

2. Platz - Gewinner

Thyssen-Krupp

+ 16 Prozent

3. Platz - Gewinner

Heidelberg-Cement

+ 13,4 Prozent

4. Platz - Gewinner

Lanxess

+ 13,1 Prozent

5. Platz - Gewinner

K+S

+ 12,7 Prozent

5. Platz - Verlierer

Merck KGaA

-6,7 Prozent

4. Platz - Verlierer

SAP

-6,9 Prozent

3. Platz - Verlierer

Deutsche Bank

- 8,4 Prozent

2. Platz - Verlierer

Deutsche Börse

- 12,3 Prozent

1. Platz - Verlierer

Adidas

- 17 Prozent

Doch was hat Mario Draghi gesagt und warum hat der Dax und der Euro so heftig darauf reagiert?

Die europäische Gemeinschaftswährung reagierte vor allem auf folgende Aussage: „Wir haben über den Wechselkurs diskutiert. (...) Er ist sehr wichtig für Preisstabilität und Wachstum. Ein Anziehen des Wechselkurses ist angesichts der niedrigen Inflation ein Grund zur ernsthaften Sorge.“ Im Anschluss rutschte der Euro ins Minus.

Auf die Dax-Anleger wirkten sich besonders diese Sätze aus: „Wir werden die wirtschaftlichen Entwicklungen und die Geldmärkte genau beobachten. Die Geldpolitik wird die Konjunktur weiter deutlich unterstützen, und wir werden notfalls schnell mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung reagieren.“ Weiter hieß es: „Es besteht Übereinstimmung zu handeln – aber erst, nachdem wir die Stabprojektionen Anfang Juni gesehen haben.“ Der Dax, der bis dahin ins Negative gerutscht war, schoss danach bis zu 1,1 Prozent ins Plus.

Abseits des Notenbankgeschehens spielte heute vor allem China eine wichtige Rolle für die Finanzmärkte. Entgegen der Erwartungen der Analysten entwickelten sich die Exportzahlen in eine positive Richtung. Statt um 1,7 Prozent zu sinken, stiegen diese überraschend um 0,9 Prozent. „Die weltweite Konjunktur ist in guter Verfassung und die Anleger kaufen im Vorgriff auf eine Erholung der Ergebnisse in Europa“, sagte Dirk Thiels von KBC Asset Management.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

08.05.2014, 09:47 Uhr

alles Blödsinn, Yellen hat nichts Neues verkündet, Draghi wird einen Teufel tun und die Zinsen anrühren, Putin (so Leid es mir tut) wird sich die Ukraine so oder so holen, im Gegenteil...er will die EU schwächen. Und so weiter und so fort. Die Hoffnung ist also mal wieder nur Show.

Widersprüchliche Angaben zu den gestrigen Kursanstiegen: das Ausbleiben schlechter Nachrichten aus der Ukraine versus Hoffen auf Draghi versus Yellen bleibt bei ihrem Kurs.

Da die Range bis 9645 geht ist bis dahin alles in Butter.

Und zu guter Letzt: Sell in may and go away

Account gelöscht!

08.05.2014, 10:11 Uhr

Hamburger
schwer zu begreifen, WER die Kurse macht oder. Egal was die Herrschaften reden, die welche schon Milliarden haben können damit die Märkte so und so "manipulieren". Wer zahlt gibt an. Und genau deshalb läuft diese Rallye täglich im Dax. Woher glauben sie kommen die Milliardengewinne der Finanzakteure. Ihre Börsenregel war mal anzuwenden, als noch Menschen handelten. Jetzt sind es vollautomatische Systeme die man programmiert wie man sie braucht. Lesen sie mal in den Börsenforen, da sitzen fast alle Kleinanleger auf Puts. Immer gegen den Trend. Ich wette nicht gegen Milliardenschwere Hedgefonds:) Deren Vorsprung dank der Technik, wird immer größer. Da können sie noch so viel Ahnung von Wirtschaft haben und noch soviele Gewinneinbrüche gemeldet werden. Das A+0 sind die Wetten auf Daxfuture und die Aktien das Beiwerk. Geld bring das ständige auf und ab, es wird ja auf beiden Seiten sozusagen "verdient". Einer gibt vor der Rest schaut das er schnellstmöglich mit aufspringt....Wenn in den USA immer mehr an der Armutgrenze lebt, aber einzelne Milliarden "verdienen" ohne Arbeit, sollte das doch zu denken geben. Das Land der "unbegrenzenden" Möglichkeiten und ihre Banken....Und die Ukraine Krise ist längst eingepreist, jede "gute Nachricht" von Putin stärkt die Börse....ja ja ist Ironie!

Account gelöscht!

08.05.2014, 12:12 Uhr

@X_TRADER

Damit Du wenigstens ein wenig ernstgenommen wirst, schreib doch ab und zu mal etwas über schlechte Tage oder Verluste, die Dir entstanden sind.

Es gibt keinen Trader auf der Welt, der jeden Tag Gewinne schreibt. Es gibt keinen unfehlbaren Algorithmus.

Du weisst, dass der Grossteil der (selbständigen) Trader im besten Fall über 3-5 Jahre mit kleinem Verlust oder Null auf Null abschneiden. In diversen Studien nachzulesen.

Deine erfundenen Zahlen existieren in Deiner blühenden Phantasie. Ich würde Dir gönnen, dass es alles stimmt oder zumindest davon 50% Wahrheit sind, aber selbst mit 500 Jahren IB-Erfahrung und 2000 Lizenzen ist das leider unmöglich.

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