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26.09.2011

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Ein Happy End für den Dax

Nachrichten über eine weitere Kapitalisierung von Banken haben heute für ein Kursfeuerwerk bei Finanztiteln gesorgt. Edelmetalle - allen voran Gold und Silber - verzeichneten deutliche Verluste.

Der Handelssaal in Frankfurt: nicht nur an den Desks wird gearbeitet. dapd

Der Handelssaal in Frankfurt: nicht nur an den Desks wird gearbeitet.

FrankfurtDie Europäer verstärken vor einer weiteren Milliardenspritze für Griechenland ihren Druck auf die Regierung in Athen. EU-Währungskommissar Olli Rehn ließ am Montag in Brüssel von seinem Sprecher erklären, für Griechenland sei der „Augenblick der Wahrheit“ gekommen. Rehn weiter: „Das ist die letzte Chance, den Zusammenbruch seiner Wirtschaft zu verhindern - die Kriterien müssen vollständig erfüllt sein, bevor die Mittel verfügbar sind.“ Die Regierung in Athen hat nur noch Geld für wenige Tage - ohne die nächste Kapitalhilfe von acht Milliarden Euro ist das Land pleite.

Unterdessen schnellten Bank-Aktien an den europäischen Börsen in die Höhe: Händler reagierten auf Gerüchte über mögliche Finanzspritzen für Geldhäuser. Die Finanztitel zogen den Dax nach oben: er gewann 2,87 Prozent und ging mit 5.345,56 Punkten aus dem Handel.

Die Lage wird dennoch dramatisch - auch deshalb, weil sich die Auszahlung der neuen Kredittranche verzögern dürfte. Rehns Sprecher sagte, die Euro-Finanzminister würden aller Voraussicht nach nicht bei ihrer nächsten Sitzung am 3. Oktober in Luxemburg darüber entscheiden. Schon vor der Auszahlung der fünften Tranche im Juli hatte es eine wochenlange Zitterpartie gegeben.

Vor einem Beschluss müsse erst der Bericht der sogenannten Troika von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) über die Fortschritte Athens bei der Budgetsanierung vorliegen. Bisher sei aber immer noch nicht klar, wann genau die Missionschefs von Kommission, IWF und EZB nach Athen zurückkehrten: „Wir erwarten, dass dies sehr bald sein wird. Die Arbeit geht voran“, sagte der Sprecher.

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Rettungsschirm könnte deutsche Bonität gefährden

Bei einer Stärkung des Euro-Rettungsschirms könnte nach Einschätzung von Standard & Poor's unter Umständen auch Deutschland ins Visier der Ratingagentur geraten. Die verschiedenen Alternativen zur Reform des Rettungsschirms EFSF könnten sich auf die Kreditwürdigkeit in unterschiedlicher Weise auswirken, sagte S&P-Experte David Beers am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies könne sich auch in führenden Euro-Zonen-Ländern wie Deutschland oder Frankreich bemerkbar machen. S&P-Experte Beers warnte Deutschland, die eigene Wirtschaftskraft nicht zu überschätzen.

Der EFSF soll nach einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone aufgestockt und mit neuen Instrumenten zur Stützung überschuldeter Euro-Länder ausgestattet werden. Künftig sollen 440 Milliarden Euro an Kreditgarantien für angeschlagene Euro-Länder zur Verfügung stehen, bisher sind es rund 250 Milliarden Euro. Die Staatsgarantien steigen dafür auf rund 780 von bisher 440 Milliarden Euro. Der Anteil Deutschlands daran soll auf 211 Milliarden von bislang 123 Milliarden Euro erhöht werden.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Kommentare (59)

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Account gelöscht!

26.09.2011, 07:22 Uhr

Nach dem klassischen Intraday-Reversal vom Freitag besteht in dieser Woche eine gute Chance das offene Gap bei 5434 vom 21/09 (wo zufälligerweise auch noch die 20Day-MA liegt, z.Zt. 5413) zu schließen.

Dort kann man dann die strategisch-taktischen Delta1-Positionen, die man am Freitag antizyklisch in Schwäche um 5000 eingesammelt und mutiger weise über das Weekend transportiert hat, wieder abladen.

Auch die News-Front ist zumindest mal nicht negativ, kein grob dummschwatzender Politiker am Wochenende.

Die wichtigsten Marken auf dem Weg dahin/für heute(?) sind oben: 5208 (Low 05/09), 5223 (Low 13/09), 5246 (SK 05/09), 5277 (Low 07/09), 5290 (X-High 22/09), 5314 (Low 08/09), 5313 (F-High 22/09), 5346 (F-Low 21/09), 5362 (X-Low 19/09), 5369 (X-Low 20/09) und 5370 (F-Low 19+20/09). Als Unterstützung gelten: 5197 (SK 23/09), 5194 (SK 06/09), 5190 (SK 09/09), 5166 (SK 13/09), 5136 (X-Low 22/09), 5127 (X-High 12/09), 5108 (F-High 22/09), 5106 (X-Low 14/09) und 5072 (SK 12/09).
Happy Trading :-)

Account gelöscht!

26.09.2011, 07:23 Uhr

Btw, meine Porsche (EK inzwischen 33,50 Euro) werde ich oberhalb von 36,50 anfangen in kleinen 1K-Häppchen pro 1 Euro gestaffelt nach oben bis knapp unter 40 wieder glattstellen.

Für Deutsche Bank (EK war 21,45 am Freitag, leider am gleichen Tag auch schon wieder bei 23,00 verschenkt) bleibt das Kursziel 27 - 28 auf Sicht von 1 - 3 Monaten. Das Kaufniveau hier in Schwäche zwischen 20 - 22.

Machiavelli

26.09.2011, 07:26 Uhr

Worüber ich mich freue ist das Unternehmen die fleißig im nicht Euroausland investiert haben, jetzt in die Wechselkursfalle sitzen da die Produktion in diesen nicht Euroländer teurer ist als in den Euroländer, z.Bsp. die Zulieferer der Autoindustrie.
Ich hoffe sehr dass der Euro bis auf einen realistischen Wechselkurs von 1,20 zum US-Dollar fällt damit es für diese Unternehmer richtig teuer wird. Als pädagogische Maßnahme bestens geeignet.

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