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01.10.2014

18:15 Uhr

Börse Frankfurt

Ein „Schrei vor Glück“ sieht anders aus

Deprimiert trifft es wohl eher als glückselig: Zalandos Börsengang kann auch nicht helfen, Anlegern ihre Verunsicherung über die Geldpolitik von EZB und Fed zu nehmen. Der Dax schließt unter 9.400 Punkten.

Börse am Mittag

Zalando stellt leichtes Dax-Plus in den Schatten

Börse am Mittag: Zalando stellt leichtes Dax-Plus in den Schatten

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FrankfurtAm Ende ging es doch noch einmal abwärts mit dem Dax. Die 9.400-Punkte-Marke konnte der Leitindex zum Börsenschluss am Mittwoch nicht mehr halten. Insgesamt verlor er nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA knapp ein Prozent und schloss bei 9.280 Punkten. Zwischenzeitlich war der Dax sogar auf den tiefsten Stand seit Ende August abgerutscht. Der MDax fiel um 1,09 Prozent auf 15 820,09 Punkte, während der TecDax 0,14 Prozent auf 1247,61 Punkte verlor.

Grund für eine leichte Aufwärtsbewegung beim Dax waren zwischenzeitlich Spekulationen auf einen weiter anhaltenden Geldregen der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese Hoffnungen sorgten zunächst für ein Plus des Dax von 0,2 Prozent auf 9.492 Punkte, der EuroStoxx lag 0,1 Prozent höher. Doch spätestens mit der enttäuschenden Eröffnung der US-Börsen ging es mit den Indizes nach unten.

Grund für den Abwärtsrutsch könnte auch der starke Dollar beziehungsweise der schwache Euro sein. Wegen des starken Dollars könnte die vermeintlich sichere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed in Frage gestellt sein. „Ein starker Dollar ist im Grunde eine Straffung der Geldpolitik“, betont Rabobank-Anlagestrategin Jane Foley.

Dies könnte den Start der Zinserhöhungen in den USA verzögern oder zu einer langsameren Straffung der Geldpolitik führen. Die Fed ist sich der Problematik ebenfalls bewusst. „Sollte der Dollar stark aufwerten, würde dies die Inflation tendenziell dämpfen“, betont William Dudley, Chef der Federal Reserve Bank von New York. „Wir werden dies natürlich berücksichtigen.“

Daragh Maher, Devisenexperte der HSBC, warnt allerdings davor, diese Aussagen überzubewerten. „Dudley's Aussagen sind eine Binsenweisheit, keine explizite Warnung. Der Trend zu verbalen Interventionen wird uns aber erhalten bleiben, wenn wir weiterhin diese Bewegungen in den Wechselkursen sehen.“ Auch Joe LaVorgna, Chef-Volkswirt der Deutschen Bank für die USA, sieht den Fed-Zinserhöhungsfahrplan bislang nicht in Gefahr. „Die Dollar-Aufwertung wird die US-Konjunktur nicht merklich belasten, zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt.“

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

Im dritten Quartal gewann der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, 7,7 Prozent. Das ist das größte Plus seit sechs Jahren. Dabei legte er zwölf Wochen in Folge zu, so viel wie nie zuvor. Mit knapp 86 Punkten notiert der Index so hoch wie zuletzt vor gut vier Jahren. Der Euro kostet weniger 1,26 Dollar und ist damit so billig wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Am Donnerstag kommt auch die EZB zu ihrer Ratssitzung zusammen. Allerdings wird Präsident Mario Draghi nach Meinung der meisten Experten keinen weiteren Paukenschlag wie die überraschende Zinssenkung im September parat haben. Gespannt warten Börsianer allerdings darauf, ob Draghi Aussagen über Anleihekäufe der EZB im großen Stil, sogenanntes Quantitative Easing (QE), macht. „Die Frage ist allerdings, was da noch kommen kann“, sagte ein Händler. „Viel Optimismus ist schon in den Kursen drin. Wenn dann nichts kommt, gibt's Kursrückgänge auf breiter Front.“

Kommentare (7)

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Herr Dr. Peter Lustig

01.10.2014, 09:29 Uhr

Wie geil ist das denn?

Da übertrifft der Chartlatan & Vodoo-Priester Gräfe sich ja heute selbst.

Harami? Ist das kein Käse?

Boris Babbler

01.10.2014, 09:53 Uhr

Harami?
Ist Nigiri ohne Fisch :)

jajaj,es kann immer steigen oder fallen oder anders rum LOL

Herr Dr. Peter Lustig

01.10.2014, 10:18 Uhr

Ich vertraue da seit Jahren auf die Eingeweide der mexikanischen Bergkröte, die ich beim hiesigen Schamanen kaufe. Bleiben Sie an der Wand kleben, sind Kaufkurse.

Wenn da nichts eindeutig erkennbar ist, dann lese ich in den Teeblättern.

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