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10.12.2015

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Eine schmierige Angelegenheit

Die Rohstoff-Turbulenzen hinterlassen verunsicherte Märkte und einen pendelnden Dax. Der Ölpreis bleibt ein Kreuz, selbst ein schwacher Euro will nicht helfen. Doch im Späthandel bahnt er sich seinen Weg ins Plus.

Börse am Abend

Dax fährt Achterbahn

Börse am Abend: Dax fährt Achterbahn

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FrankfurtDie Handelswoche ist auch am Donnerstag schwierig geblieben. Nach der Woche der ernüchternden EZB-Entscheidung, ihre Maßnahmen nur leicht zu intensivieren, und vor der Woche, in der die Fed aller Wahrscheinlichkeit nach die Zinswende in den Vereinigten Staaten einleiten wird, suchen die Börsianer vergeblich nach Wachstumsimpulsen außerhalb der Geldpolitik.

Seitdem schwache chinesische Exportzahlen am Montag den Rohstoffmärkten einen empfindlichen Schlag versetzt haben, ist es vor allem der wieder unter Druck geratene Ölpreis, der für Aufruhr auf dem Parkett sorgt. Auch heute konnte sich der Fasspreis nicht stabilisieren und strebte weiter gegen ein Tief von 2009.

Der Dax pendelte mit einer Spannweite von 160 Punkten um seinen gestrigen Kurs, ehe er im Späthandel eine abrupt anziehenden Wall Street folgte und zuletzt 0,1 Prozent fester notierte bei 10.599,93 Punkten. Bis dahin ohne klare Richtung unterwegs verhinderte wenigstens ein schwacher Euro einen weiteren Frankfurter Verlusttag. Die Gemeinschaftswährung, die gestern noch die 1,10-Dollar-Marke genommen hatte, verlor heute 0,7 Prozent auf 1,0950 Dollar. Die Anleger blieben vorsichtig.

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Am Mittwochabend durchbrach der Euro eine runde Marke. Halten konnte er die Marke zwar nicht. Dennoch ist klar: Die Aussagen der EZB aus der vergangenen Woche wirken nach – und ein Ereignis wirft seine Schatten voraus.

„Die starke Erholung des Euro in den letzten Tagen, die permanent unter Druck stehenden Rohölpreise und die Unsicherheit bis zur Zinsentscheidung in den USA drücken auf die Stimmung“, sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank.

Bei der Bewältigung des Donnerstagshandels waren die Anleger auf sich allein gestellt. Der Konjunkturkalender blieb weitestgehend leer, höchstens die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe boten mit Blick auf den Kurs der amerikanischen Notenbank Federal Reserve noch Hoffnung, interessant zu werden. Diese fielen die fünfte Woche infolge etwas höher als erwartet aus, was der Nahezu-Gewissheit der Börsianer, dass die Fed nächsten Donnerstag doch endlich die Leitzinsen ein erstes Mal anheben wird, keinerlei Abbruch tat.

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In New York trauten sich die Investoren ein Stück weiter aus der Deckung. Der Dow-Jones-Index notierte zuletzt 0,5 Prozent fester bei 17.587,30 Zählern. „Der Handel mit Aktien wird zurzeit von Ereignissen getrieben. Letzte Woche war es der Arbeitsmarktbericht, diese Woche ist es das Öl und nächste Woche die Fed“, sagte Terry Sandven, Chef-Aktienstratege bei U.S. Bank Wealth Management. Die Unsicherheit am Markt sei momentan sehr hoch.

In Europa hingegen blieben die meisten Anzeigetafeln rot. Der wichtige Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50, kam mit 3.274,13 Punkten auf einen leichten Abschlag von 0,1 Prozent. Eine ähnliche Performance präsentierten auch die zweite Frankfurter Reihe. Der MDax notierte 0,2 Prozent leichter bei 20.669,81 Ziffern, der TecDax 1,75 Prozent niedriger bei 1799,64 Punkten.

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