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08.03.2013

17:55 Uhr

Börse Frankfurt

Einmal Dax 8.000 und zurück

Der Leitindex hat erstmals seit fünf Jahren den Sprung über die 8.000er Marke geschafft. Die US-Arbeitsmarktzahlen fielen überraschend gut aus – für Börsianer nicht unbedingt eine gute Nachricht. Der Dax fiel zurück.

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FrankfurtDer Dax hat es am Freitag zeitweise über 8.000 Punkte geschafft. Am Nachmittag half der besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht dem Index sogar kurzzeitig auf 8.015 Punkte. Doch kurz danach büßte der Dax einen Teil der Gewinne wieder ein und schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 7.986 Punkten – dem höchsten Schlusskurs seit Dezember 2007. Auf Wochensicht hat der Dax rund 3,5 Prozent gewonnen.

Derzeit hängt an den Märkten alles von der Geldschwemme der Notenbanken ab. „Mit so viel Unterstützung von Seiten der Zentralbanken ist der Weg nach oben frei“, sagte Jawaid Afsar vom Brokerhaus SecurEquity. „Der Anstieg des Dax auf ein Rekordhoch ist nur eine Frage des ‚Wann‘ und nicht des ‚Ob‘“, sagt Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank.

Die zehn schwächsten Dax-Werte seit dem Rekordhoch 2007

Platz 10

Allianz:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 37,5 Prozent

Platz 9

Deutsche Telekom:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 38,6 Prozent

Platz 8

Infineon:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 44,5 Prozent

Platz 7

Deutsche Börse:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 45,4 Prozent

Platz 6

Heidelberg Cement:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 47,2 Prozent

Heidelberg Cement ist seit dem 21. Juni 2010 im Dax notiert

Platz 5

Thyssen Krupp:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 62,4 Prozent

Platz 4

Deutsche Bank:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 64,8 Prozent

Platz 3

RWE:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 65,0 Prozent

Platz 2

Eon:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 68,5 Prozent

Platz 1

Commerzbank:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: - 94,9 Prozent

Auch für die Analysten von MM Warburg ist ein Ende des Dax-Höhenfluges vorerst nicht in Sicht. „Historisch gesehen sind deutsche Aktien immer noch preiswert.“ Schließlich liege das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) der 30 Dax-Unternehmen derzeit bei gerade einmal 10,7. Das bedeutet, dass der Aktienkurs den Gewinn je Aktie um das 10,7-fache übersteigt. Im langjährigen Durchschnitt erreichen die Dax-Firmen ein KGV von 15. Als der Dax im Zuge der Internet-Blase erstmals die 8000er Marke übersprang, habe das KGV bei rund 30 gelegen, fügten die MM Warburg-Experten hinzu.

Einige Börsianer mahnten allerdings zur Vorsicht. „Die Anleger verschließen momentan anscheinend die Augen vor der Wirklichkeit“, sagte Händler Stefan Chmielewski von Lang & Schwarz mit Blick auf die anhaltenden Schuldenprobleme in der Euro-Zone und den USA. Letztlich sei es vor allem die Alternativlosigkeit, die Investoren derzeit in Aktien treibe. Anleihen von Staaten oder Unternehmen mit guter Bonität werfen derzeit kaum etwas ab.

Ein anderer Börsianer betonte, ohne klare Anzeichen, dass die für das zweite Halbjahr erwartete Erholung der Weltwirtschaft auch wirklich komme, werde es keine weiteren größeren Kursgewinne geben. Es könnte zur paradoxen Situation kommen, dass gute Konjunkturnachrichten schlecht für die Märkte sind.

Am Freitag meldeten die USA überraschend gute Arbeitsmarktdaten. Die US-Unternehmen schufen im Februar außerhalb der Landwirtschaft 236.000 neue Jobs, nach einem Plus von revidiert 119.000 im Vormonat. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Anstieg von 160.000 Stellen gerechnet. Zuvor hatten bereits überraschend starke chinesische Exporte Hoffnungen auf einen anziehenden Welthandel geweckt.

Die zehn stärksten Dax-Werte seit dem Rekordhoch 2007

Platz 10

BMW:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 47,4 Prozent

Platz 9

BASF:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 49,8 Prozent

Platz 8

Adidas:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,6 Prozent

Platz 7

Linde:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,7 Prozent

Platz 6

Fresenius Medical Care:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 57,7 Prozent

Platz 5

Lanxess:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 60,8 Prozent

Lanxess ist seit dem 24. September 2012 im Dax notiert

Platz 4

Fresenius:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 61,2 Prozent

Platz 3

SAP:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 67,8 Prozent

Platz 2

Henkel:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 71,6 Prozent

Platz 1

Volkswagen:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 111,3 Prozent

Die US-Notenbank Fed hat ihre Nullzinspolitik an das Ziel geknüpft, die Arbeitslosenquote auf mindestens 6,5 Prozent zu drücken. Sollte sich der Arbeitsmarkt schneller als gedacht erholen, könnte die Notenbank früher den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes finden. „Die Wahrscheinlichkeit ist gestiegen, dass die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm früher als bisher erwartet zurückfahren wird“, sagte “, sagte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Eine weitere Verbesserung der Konjunkturdaten - besonders aber der Arbeitsmarktdaten - könnte Leuchtmann zufolge bis zum Jahresende zu einem Ende der Anleihekäufe führen. Zuletzt hatten bereits einige Mitglieder der Fed vor den Risiken der Anleihekaufprogramms gewarnt.

Kommentare (74)

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DrKaffeesatz

08.03.2013, 08:28 Uhr

Die Meinungsäußerungen der Medien und Analysten werden gefährlich optimistisch.

Tomate

08.03.2013, 08:45 Uhr

Wie gesagt, meine Eigentumswohnung ist verpfänded ich warte auf die 8100!!
Go Go Go!
Wer in diesen einfachen Geldverdienen Zeiten arbeitet hat definitiv etwas falsch gemacht, trodzdem muss ich heute ins Büro und hoffe dass es einen positiven Einklang ins Wochenende gibt!

Grüsse gehen hiermit an die EZB und die FED für Ihre offenen Geldschleusen! Danke Danke Danke!

Buy_Baby_Buy

08.03.2013, 08:49 Uhr

Ich habe nicht nur meine eigene Eigentumswohnung zu 200% beliehen, sondern noch einen Kredit auf mich, meine Frau und meine Tochter aufgenommen.

Dax 8100 - heute!

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