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30.04.2012

18:01 Uhr

Börse Frankfurt

Erster Verlustmonat des Dax im Jahr 2012

Die dünnen Umsätze an den Handelsplätzen deuteten am Montag darauf hin, dass viele Anleger sich eher ihrem Brückentag zuwandten. Nach der Jahresanfangsrallye verabschiedet sich der April mit einem Minus.

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Der Dax hat am Montag bei niedrigen Umsätzen den ersten Verlustmonat des neuen Jahres beendet. Der deutsche Leitindex schloss nach einem freundlichen Börsenstart 0,6 Prozent tiefer bei 6.761 Punkten. Insgesamt ging es im April 2,7 Prozent nach unten. Der MDax sank um 0,8 Prozent auf 10.828 Punkte, der TecDax zog hingegen um 0,7 Prozent auf 797 Punkte an. „Die Handelsaktivität ist weiterhin sehr gering und viele Börsianer bleiben im Moment an der Seitenlinie“, sagte Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital. Vor allem der Arbeitsmarktbericht am Freitag ist von zentraler Bedeutung.

Die US-Amerikaner legen mehr Geld auf die hohe Kante. Ihre Einkommen stiegen im März um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das US-Handelsministerium am Montag in Washington mit. Die Konsumausgaben legten mit 0,3 Prozent etwas langsamer zu. Dadurch stieg die Sparquote auf 3,8 Prozent. Die gute Kauflaune der Verbraucher hatte der US-Wirtschaft im ersten Quartal zu einem robusten Wachstum von auf das Jahr hochgerechneten 2,2 Prozent verholfen. Ihre Konsumausgaben kletterten wegen der sinkenden Arbeitslosigkeit um 2,9 Prozent und damit so stark wie seit Ende 2010 nicht mehr. Der private Konsum trägt fast 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:55 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Der Euro ist indes mit leichten Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Beherrschendes Thema am Markt blieb am Montag die europäische Schuldenkrise und die sich ausbreitende Einschätzung, dass die klammen Staaten stärkere Wachstumsimpulse brauchen. Erst am Morgen hatten Daten belegt, dass Spanien wegen der schwachen Nachfrage der Verbraucher im Auftaktquartal 2012 in die Rezession gerutscht ist. Der Euro bewegte sich um 1,3220 Dollar nach 1,3238 Dollar im späten Vorwochengeschäft.

Der Chartanalyst Wieland Staud bleibt im Gespräch mit dem Handelsblatt optimistisch. Mit Blick auf sechs und mehr Monate empfiehlt er Anlegern den Einstieg. An seinem Kursziel von 8.000 hält er solange fest, wie der Dax nicht unter 6.420 Zähler fällt. In diesem Bereich findet der Dax eine wichtige Unterstützung. Sie bot bei vergangenen Rücksetzern einen guten Halt.

„Demut und Disziplin“, wie Staud es formuliert, erforderten jedoch, sich auch für den aktuell nicht absehbaren Fall zu wappnen, dass der Dax unter diese Unterstützung rutschen sollte. In dem Fall verabschiedet er sich von seinem 8.000er-Szenario.

Die Woche an den Märkten

Mittwoch

Mit den deutschen Arbeitslosenzahlen im April beginnt für viele Börsianer am Mittwoch die Woche erst so richtig. Daneben gibt es für Deutschland und den Euro-Raum den Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. In den USA bleibt es dagegen ruhig.

Donnerstag

Aus Frankreich kommen kurz vor der entscheidenden Stichwahl für das Präsidentenamt am Sonntag Daten zur Industrieproduktion im März. Prominente Namen wie Adidas, Beiersdorf, BMW, Continental, Fresenius, Fresenius Medical Care, Hannover Rück, Heidelberg Cement, die Lufthansa, Infineon, MAN und Metro öffnen ihre Bücher. Eon hat seine Aktionäre zur Hauptversammlung geladen.

Freitag

Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien präsentieren ihren Einkaufsmanager-Index für den Dienstleistungssektor im April. Aus den Vereinigten Staaten kommen die mit großer Spannung erwarteten Arbeitslosenzahlen für den Monat April. Linde und Wacker Chemie legen ihre Quartalszahlen vor.

Etwas besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus Spanien haben den Euro am Montag gestützt. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen um 1,3260 Dollar nach 1,3238 Dollar im späten Vorwochengeschäft. Der Dollar fiel zu einem Korb aus sechs Währungen auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Die Rendite auf zehnjährige spanische Anleihen hielt sich knapp unter der für die Refinanzierung kritisch gesehenen Marke von sechs Prozent. Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Analysten hatten ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert. Der für den europäischen Rentenmarkt richtungsweisende Bund-Future lag drei Ticks höher bei 140,73 Zählern.

Kommentare (21)

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Buffet

30.04.2012, 07:42 Uhr

Ha ha ha. Ich Lach mich tot. Dax 8000. Ja ne is klar Digger. Genau DIESER Charttechniker wird hier heute Morgen zitiert. Lachhaft eher 5000 am Jahresende.

Old_Player

30.04.2012, 08:24 Uhr

Natürlich werden wir die 8000 sehen. Die EU wird noch mehr Geld, im Namen des Wachstums, in den Markt werfen. Andere Ideen haben die doch nicht. Das wird kurzfristig den DAX nach oben treiben.

Und je schneller desto besser. Danach kann man wieder beruhigt short gehen.^^

Chartmechaniker

30.04.2012, 08:52 Uhr

Wir können froh sein, dass Charttechniker keine Autos reparieren. Man stelle sich das Chaos auf den Straßen vor.

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